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Lions und Kloten verspielen Führung

Kein Zürcher Hockey-Nachmittag: Bei den Lions endet eine Siegesserie mit einer Niederlage gegen Davos, Kloten verliert knapp gegen Leader Bern.

Siegesserie gestoppt: Die Lions verlieren nach sechs siegreichen Spielen den Klassiker gegen Davos 1:3.
Siegesserie gestoppt: Die Lions verlieren nach sechs siegreichen Spielen den Klassiker gegen Davos 1:3.
Walter Bieri, Keystone
Die Hausherren gehen durch ein Powerplay-Tor von Robert Nilsson in der 11. Minute in Führung.
Die Hausherren gehen durch ein Powerplay-Tor von Robert Nilsson in der 11. Minute in Führung.
Walter Bieri, Keystone
Durch zwei Tore im Schlussdrittel jubeln am Ende aber die Berner.
Durch zwei Tore im Schlussdrittel jubeln am Ende aber die Berner.
Patrick B. Krämer, Keystone
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Davos scheint nach der Nationalmannschaftspause wieder Aufwind gefunden zu haben. Die Davoser feierten im Hallenstadion den zweiten Sieg in Folge, nachdem sie vorher fünf von sechs Partien verloren hatten. Davos setzte sich bei den Lions verdientermassen durch. Die Davoser wirkten präsenter, motivierter und zielstrebiger als die Lions.

Die Zürcher hingegen gingen nicht mit der gleichen Intensität zu Werke wie beim Heimsieg gegen Bern. Die Ausfälle von sechs Routiniers (Blindenbacher, Seger, Sjögren, Shore, Sutter, Suter) wiegen derzeit schwer. Ausserdem musste Robert Nilsson, der den Zürcher SC im ersten Abschnitt in Führung geschossen hatte, nach der ersten Pause wie schon am Freitag in Lausanne wegen einer Rückenprellung vorzeitig vom Eis.

Die Zürcher führten während 24 Minuten 1:0, erspielten sich aber nur eine gute Chance, um den Vorsprung auszubauen. Fredrik Pettersson scheiterte in der 22. Minute an Joren van Pottelberghe. Davos nützte danach die Gunst der Stunde und riss die Initiative an sich. Die wegweisenden Tore vom 0:1 zum 2:1 gelangen Samuel Walser (36.) und Broc Little (49.).

Die ZSC Lions vermochten auf den Rückstand nicht mehr zu reagieren. Das siegsichernde dritte Davoser Tor fiel in den Schlusssekunden ins leere Tor. Die Lions verloren erstmals seit dem 22. September (2:4 gegen Biel) ein Heimspiel. Davos siegte erstmals seit dem 6. Oktober (3:2 in Biel) wieder auswärts.

Kloten - Bern: Kloten träumt 43 Minuten lang

43 Minuten lang träumte Kloten im Heimspiel gegen Bern von der Sensation. Dann skorte Bern am Schluefweg innerhalb von weniger als fünf Minuten die Goals vom 0:1 zum 2:1.

Die Schlüsselszenen ereigneten sich unmittelbar nach der zweiten Pause. Nach einem Schuss von Marc Marchon bejubelte Kloten das vermeintliche 2:0. Selbst die Referees hatten auf dem Eis vorerst auf «Tor» erkannt. Die Videokonsultation ergab hingegen, dass Marchons Schuss von Goalie Leonardo Genoni an die Unterkante der Latte abgewehrt worden war.

Nichts war mit dem 2:0. Weiter ging's. Auch der nächste Entscheid fiel gegen Kloten aus. Goalie Luca Boltshauser kassierte wegen absichtlichen Torverschiebens eine (strenge) Zweiminutenstrafe. Und während dieses Powerplays glich Gaetan Haas für Bern aus. Kloten reklamierte (vergebens) Torhüterbehinderung. Fünf Minuten später führte Bern dank eines Goals von Calle Andersson 2:1. Oder doch nicht? Diesmal kontrollierten die Schiedsrichter das Video wegen einer Szene, die eine Minute zurück lag. Der Klotener Tommi Santala hatte aber nur die Trinkflasche auf Genonis Tor und nicht ins Tor getroffen.

Nach der Partie machten die Klotener jedenfalls lange Gesichter. Sie hatten während 43 Minuten grandios gespielt. Sie hätten deutlicher als 1:0 führen müssen. Sie liessen bis zur zweiten Pause gegen Berns imposante Offensive bloss elf Torschüsse zu. Aber sie fielen im Finish auseinander.

Nach der turbulenten Startphase in den Schlussabschnitt war von den Klotener Stärken nichts mehr zu sehen: Bern nahm das Gehäuse des Heimteams unter Dauerbeschuss (19:6 Schüsse im Schlussabschnitt) und fand so den Weg zum sechsten Sieg aus den letzten sieben Runden.

ZSC Lions - Davos 1:3 (1:0, 0:1, 0:2) 11'200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Wehrli/Wiegand, Castelli/Kovacs. Tore: 11. Nilsson (Klein, Pettersson/Ausschluss Grossniklaus) 1:0. 35. Walser 1:1. 47. Little (Kousal, Ambühl) 1:2. 60. (59:58) Jörg (Simion) 1:3 (ins leere Tor). Strafen: 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 2mal 2 Minuten gegen Davos. PostFinance-Topskorer: Pettersson; Marc Wieser. ZSC Lions: Flüeler; Karrer, Marti; Klein, Geering; Guerra, Phil Baltisberger; Wick, Korpikoski, Kenins; Nilsson, Pelletier, Pettersson; Chris Baltisberger, Schäppi, Pestoni; Herzog, Prassl, Künzle. Davos: van Pottelberghe; Schneeberger, Paschoud; Jung, Du Bois; Aeschlimann, Nygren; Kindschi, Grossniklaus; Marc Wieser, Corvi, Ambühl; Eggenberger, Kousal, Little; Simion, Walser, Jörg; Egli, Frehner, Dino Wieser. Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Seger, Shore, Sjögren, Suter und Sutter, Davos ohne Heldner, Kessler, Lindgren und Sciaroni (alle verletzt). Nilsson verletzt ausgeschieden (nach erstem Drittel). - Pfostenschüsse: Marti (8.), Korpikoski (9./41.); Little (16.), Corvi (36.). - Timeout ZSC Lions (59:44).

Kloten - Bern 1:2 (1:0, 0:0, 0:2) 5365 Zuschauer. - SR Erard/Vinnerborg, Bürgi/Progin. Tore: 15. Egli 1:0. 44. Haas (Ausschluss Boltshauser) 1:1. 49. Andersson (Haas) 1:2. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Kloten, 4mal 2 Minuten gegen Bern. PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Ebbett. Kloten: Boltshauser; von Gunten, Harlacher; Ramholt, Egli; Weber, Bircher; Bader, Obrist; Praplan, Santala, Hollenstein; Marchon, Trachsler, Leone; Bozon, Schlagenhauf, Sallinen; Grassi, Kellenberger, Bieber. Bern: Genoni; Untersander, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin, Krueger; Burren; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Bodenmann, Ebbett, Pjörälä; Scherwey, Haas, Raymond; Berger, Hischier, Kämpf; Randegger. Bemerkungen: Kloten ohne Bäckman, Back, Lemm und Stoop, Bern ohne Noreau (alle verletzt). - Lattenschüsse: Marchon (41.); Moser (8.). - Timeout Kloten (59.).

SDA

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