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Mini-Sieg für den ZSC, Kloten mit Heimpleite

Drei Punkte im Strichkampf: Der ZSC schlägt dank Fredrik Pettersson die SCL Tigers. Lugano und Biel sind in den Playoffs.

Erleichterung beim ZSC: Die ZSC Lions gewinnen den Strichkampf gegen die SCL Tigers knapp aber völlig verdient 1:0.
Erleichterung beim ZSC: Die ZSC Lions gewinnen den Strichkampf gegen die SCL Tigers knapp aber völlig verdient 1:0.
Walter Bieri, Keystone
Der Matchwinner: Fredrik Pertterson erlöst die ZSC-Fans in der 27. Minute. Der Topskorer zieht von hinter dem Tor in den Slot und versenkt die Scheibe mit der Rückhand.
Der Matchwinner: Fredrik Pertterson erlöst die ZSC-Fans in der 27. Minute. Der Topskorer zieht von hinter dem Tor in den Slot und versenkt die Scheibe mit der Rückhand.
Walter Bieri, Keystone
Beste Laune auf der anderen Seite: Fribourg festigt Rang 7 und hält Genf-Servette auf Abstand.
Beste Laune auf der anderen Seite: Fribourg festigt Rang 7 und hält Genf-Servette auf Abstand.
Anthony Anex, Keystone
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Fredrik Pettersson wies den Zürchern mit einer feinen Einzelleistung den Weg zum 1:0-Sieg (27.). Für den schwedischen Topskorer der Lions war es bereits das 22. Saisontor. ZSC-Goalie Lukas Flüeler benötigte 21 Paraden für seinen zweiten Shutout in der laufenden Meisterschaft. Der Langnauer Keeper Ivars Punnenovs imponierte gar mit 54 Paraden.

Die Zürcher verdienten sich den Erfolg mit ihrem deutlichen Plus an Spiel- und Chancen-Anteilen. Topchancen spielten sich aber auch die Zürcher nicht gerade reihenweise heraus. Da Pascal Pelletier im Schlussdrittel mit einem verschossenen Penalty zudem das 2:0 verpasste, brachten die Stadtzürcher zum dritten Mal in Folge bloss einen Torerfolg zu Stande.

Schlechtes Powerplay, dafür Vertragsverlängerung

Mit dem Erfolg gegen die Emmentaler beendeten die ZSC Lions eine Negativserie von drei Meisterschaftsniederlagen. Zudem konnten sie die SCL Tigers nach zuletzt drei Niederlagen in Folge in einem Direktduell erstmals wieder bezwingen. Die offensiv zu wenig in Erscheinung getretenen SCL Tigers kassierten die zweite Niederlage aus den letzten sieben Meisterschaftsspielen. Das schwächste Überzahl-Team der Liga konnte zudem zwei Powerplays nicht zu einem Torerfolg nutzen.

Trotz der ärgerlichen Niederlage in Zürich gab es heute auch erfreuliche Neuigkeiten aus Langnau. Der Klub gab bekannt, dass der Vertrag mit Trainer Heinz Ehlers um ein Jahr bis 2019 verlängert wurde. Der 52-jährige Däne übernahm Anfang Oktober 2016 das damalige National-League-Schlusslicht und führte die Emmentaler anschliessend über die Abstiegsrunde ohne Playout-Zusatzschlaufe zum Klassenerhalt.

SCB-Sieg bei Mosers Comeback

Leader Bern hat auswärts gegen das Tabellenschlusslicht Kloten 2:0 gewonnen. Zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele gab zudem SCB-Captain Simon Moser sein Comeback.

Davon, dass die beiden Klubs in der Tabelle eigentlich Welten trennen, war nicht viel zu sehen. Kloten bot dem Leader Paroli und erhielt in der Schlussphase mit einem Powerplay noch einmal die Gelegenheit zum Ausgleich. Weil Trainer Kevin Schläpfer den Torhüter zudem durch einen sechsten Feldspieler ersetzte, kam es wie so oft anders. Mark Arcobello sorgte mit dem zweiten Treffer rund eine Minute vor dem Ende für die Entscheidung und verhalf seinem Goalie Leonardo Genoni zum sechsten Shutout in dieser Saison.

Simon Moser hatte dem SCB seit Anfang Dezember wegen eines Knochenbruchs im Mittelfuss gefehlt. Gerade rechtzeitig vor Olympia gab der Stürmer sein Comeback, was Nationaltrainer Patrick Fischer wird mit Freude zur Kenntnis genommen haben. Moser setzte sich gleich wieder positiv in Szene und gab zum 1:0 von Andrew Ebbett (32.) den entscheidenden Pass.

Corvis Treffer reichte diesmal nicht

In einem ausgeglichenen Spiel zwischen Davos und Lugano setzten sich die Tessiner mit 2:1 nach Penaltyschiessen durch. Beim HCD schoss erneut Enzo Corvi den einzigen Treffer. Seit er von Nationaltrainer Patrick Fischer für die Olympischen Spiele in Pyeongchang aufgeboten worden ist, läuft es Enzo Corvi noch besser als zuvor schon. Nachdem er am Samstag in Lausanne den Siegtreffer zum 5:4 nach Verlängerung und am Sonntag beim 2:1 gegen die ZSC Lions beide Treffer erzielt hatte, schoss er auch gegen Lugano das einzige Tor für den HCD.

Doch anders als in den letzten beiden Partien reichte Corvis Tor, erzielt im Powerplay zum 1:1 (38.), diesmal nur zu einem Punkt. Lugano, das in der 12. Minute durch Alessio Bertaggia in Führung gegangen war, sicherte sich den Zusatzpunkt dank der erfolgreichen Penalty-Versuche von Damien Brunner und Luca Fazzini - beides Stürmer notabene, die den Sprung ins Olympia-Kader nicht geschafft haben.

Zuvor war Davos dem Sieg näher gestanden. Ein Treffer von Félicien Du Bois in der 57. Minute wurde wegen einer Torhüterbehinderung (zurecht) aberkannt. In der Verlängerung scheiterte Magnus Nygren zudem am Pfosten. Lugano, das sich in Davos den Platz in den Playoffs auch rechnerisch sicherte, war nur mit einem Ausländer angetreten. Nach Linus Klasen und Jani Lajunen mussten im Vergleich zum letzten Spiel in Freiburg auch Emerson Etem und Bobby Sanguinetti verletzt passen.

Ambri-Piotta - Servette: Entscheidung binnen 11 Sekunden

Innerhalb von elf Sekunden fiel in der Partie Ambri - Servette die Vorentscheidung. Marco Müller und Dominic Zwerger brachten die Leventiner mit dem Doppelschlag in der 40. Minute 3:1 in Führung. Am Ende siegte Ambri mit 5:2. Damit kommt der Genève-Servette Hockey Club im Strichkampf weiter nicht vom Fleck. Die Genfer gewannen bloss zwei der letzten neun Spiele. Auch in Ambri gelang der «Turnaround» nicht - trotz eines gelungenen Auftakts. Juraj Simek brachte Servette nach zwölf Minuten in Führung, Daniel Rubin verpasste zwei Minuten später in aussichtsreicher Position das 2:0.

Dann übernahm Ambri das Diktat. Die Tessiner dominierten den Rest des Spiels und setzten sich hochverdient durch. Erstmals seit dem 2. Dezember (4:0 gegen die ZSC Lions) gewann Ambri-Piotta eine Partie mit mehr als einem Tor Unterschied.

Die zwei Goals innerhalb von elf Sekunden vom 1:1 zum 3:1 bedeuteten nicht Saisonrekord in der National League. Servette traf beim 6:1 gegen Lausanne am 2. November sogar zweimal in acht Sekunden; Freiburg skorte beim 6:0 gegen Zug am 13. Januar zweimal in zehn Sekunden. Der 21-jährige Österreicher Dominic Zwerger avancierte mit dem Tor zum 3:1 und drei Assists zum Matchwinner. Ambri nützte ausserdem die ersten drei Powerplay-Chancen - und benötigte für die drei Goals bloss 15, 21 und 12 Überzahlsekunden.

Fribourg-Gottéron - Lausanne: Fehlstart ins Verderben

Rechnerisch kann Lausanne (10.) die Playoffs noch erreichen. Nach der 1:4-Niederlage im Strich-Duell gegen Freiburg (7.) sieht es aber alles andere als gut aus. Der Lausanne Hockey Club startete mit einer himmeltraurigen Leistung in die kapitale Auswärtspartie: Das frühe Powerplaytor zum 1:0 durch Freiburgs Yannick Rathgeb ermöglichte Benjamin Antonietti mit einem Stockfoul. Vier Minuten später führte ein abgefälschter Weitschuss zum 2:0. Und nach 17 Minuten gelang Roman Cervenka bei einer angezeigten Strafe bereits das 3:0. Lausanne kämpfte am Anfang nicht und wehrte sich nicht.

Lausanne bemühte sich danach immerhin, den Fehlstart zu korrigieren. 39:21 lautete am Ende das Schussverhältnis zu Gunsten der Waadtländer. Aber Gottérons Goalie Barry Brust (38 Paraden) zeigte eine weitere überragende Leistung, ausserdem fehlte es Lausannes Angreifern an Effizienz und Überzeugung.

Fünf Runden vor Schluss beträgt Lausannes Rückstand auf Platz 8 zwar nur sechs Punkte. Gegen die Waadtländer spricht aber, dass sie noch zwei Teams - nämlich Langnau und Servette - überholen müssen. Zum ersten Mal seit dem Aufstieg vor fünf Jahren droht Lausanne die Playoffs zu verpassen. In den letzten vier Jahren beendete der LHC die Qualifikation auf den Plätzen 8 (2014), 7 (2015), 8 (2016) und 4 (2017).

ZSC Lions - SCL Tigers 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)

8191 Zuschauer. SR Koch/Müller, Abegglen/Gurtner. – Tor: 27. Pettersson (Suter, Seger) 1:0. – Strafen: je 2 mal Minuten. – ZSC Lions: Flüeler; Phil Baltisberger, Klein; Sutter, Geering; Marti, Seger; Karrer; Wick, Vey, Kenins; Pettersson, Suter, Pestoni; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Bachofner, Prassl, Hinterkircher; Pelletier. – SCL Tigers: Punnenovs; Zryd, Seydoux; Huguenin, Blaser; Lardi, Erni; Randegger; Thuresson, Gagnon, Dostoinow; Elo, Gustafsson, Nils Berger; Himelfarb, Albrecht, Pascal Berger; Kuonen, Peter, Neukom; Gerber. – Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Korpikoski, Nilsson, Sjögren und Shore (alle verletzt) sowie Künzle und Guerra (beide überzählig), SCL Tigers ohne Stettler, Erkinjuntti, Nüssli (alle verletzt) sowie Barker (überzähliger Ausländer). - 42. Punnenovs hält Penalty von Pelletier. - 58:32 Timeout SCL Tigers, anschliessend ohne Torhüter.

Kloten - Bern 0:2 (0:0, 0:1, 0:1)

5231 Zuschauer. - SR Erard/Wiegand, Gnemmi/Küng. – Tore: 32. Ebbett (Moser, Hischier) 0:1. 39. Arcobello (Ausschluss Gerber!) 0:2 (ins leere Tor). – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kloten, 3mal 2 plus 10 Minuten (Rüfenacht) gegen Bern. – Kloten: Boltshauser; Kellenberger, Bieber; Egli, Bäckman; Stoop, Ramholt; Harlacher, Kparghai; Praplan, Santala, Hollenstein; Leone, Sallinen, Abbott; Obrist, Trachsler, Marchon; Grassi, Schlagenhauf, Bader. – Bern: Genoni; Untersander, Blum; Noreau, Gerber; Andersson, Krueger; Kamerzin; Bodenmann, Arcobello, Rüfenacht; Raymond, Haas, Scherwey; Hischier, Ebbett, Moser; Berger, Heim, Meyer; Kämpf. – Bemerkungen: Kloten ohne Back, Bircher, Bozon, Lemm, Weber (alle verletzt) und Poulin, Bern ohne Pyörälä (beide überzählige Ausländer). Kloten von 57:55 bis 58:59 und ab 59:35 ohne Torhüter.

Davos - Lugano 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:0) n.P.

5245 Zuschauer. - SR Eichmann/Hebeisen, Kovacs/Obwegeser. – Tore: 12. Bertaggia (Cunti, Furrer) 0:1. 38. Corvi (Buck/Ausschluss Cunti) 1:1. - Penaltyschiessen: Buck -, Brunner 0:1; Little -, Fazzini 0:2; Corvi -, Furrer -; Schneeberger -. – Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Corvi) gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Lugano. – Davos: Senn; Du Bois, Jung; Nygren, Aeschlimann; Schneeberger, Paschoud; Forrer, Heldner; Simion, Corvi, Little; Marc Wieser, Buck, Kousal; Kessler, Ambühl, Eggenberger; Sciaroni, Walser, Jörg. – Lugano: Merzlikins; Ronchetti, Vauclair; Chiesa, Riva; Wellinger, Furrer; Ulmer, Sartori; Brunner, Lapierre, Hofmann; Bürgler, Cunti, Romanenghi; Fazzini, Reuille, Bertaggia; Walker, Morini, Vedova. – Bemerkungen: Davos ohne Johansson (überzähliger Ausländer), Lindgren, Dino Wieser, Rödin und Egli, Lugano ohne Etem, Lajunen, Sannitz, Klasen und Sanguinetti (alle verletzt). NL-Debüt von Loïc Vedova (20). Timeout Lugano (51.). Pfostenschuss Nygren (64.).

Ambri-Piotta - Genève-Servette 5:2 (1:1, 2:0, 2:1)

3427 Zuschauer. - SR Massy/Mollard, Altmann/Castelli. – Tore: 12. Simek (Romy) 0:1. 16. Kubalik (Zwerger/Ausschluss Guebey) 1:1. 40. (39:27) Müller (Fora, Zwerger/Ausschluss Wick) 2:1. 40. (39:38) Zwerger 3:1. 44. Lhotak (Müller, Zwerger/Ausschluss Loeffel) 4:1. 55. Kubalik (Fora) 5:1. 58. Holdener (Simek, Romy) 5:2. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. – Ambri-Piotta: Karhunen; Ngoy, Pinana; Fora, Gautschi; Plastino, Zgraggen; Jelovac; Lhotak, Emmerton, Zwerger; Guggisberg, Müller, Kubalik; Trisconi, Kostner, Bianchi; Incir, Berthon, Lauper; Mazzolini. – Genève-Servette: Mayer; Petschenig, Tömmernes; Wick, Loeffel; Guebey, Grossniklaus; Maillard; Riat, Almond, Rod; Douay, Rubin, Heinimann; Da Costa, Richard, Spaling; Holdener, Romy, Simek; Traber. – Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Collenberg, D'Agostini, Stucki (alle verletzt) und Taffe (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Antonietti, Bays, Bezina, Descloux, Fransson, Hasani, Jacquemet, Mercier, Schweri und Vukovic (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 16. Kubalik, 52. Gautschi.

Fribourg-Gottéron - Lausanne 4:1 (3:0, 0:0, 1:1)

5688 Zuschauer. SR Dipietro/Stricker, Fluri/Kaderli. – Tore: 5. Rathgeb (Cervenka, Birner/Ausschluss Antonietti) 1:0. 9. Marchon (Maret, Abplanalp) 2:0. 18. Cervenka (Kühni/Strafe angezeigt) 3:0. 47. Frick (Schelling) 3:1. 50. Chavaillaz (Cervenka, Bykow/Ausschlüsse Miéville; Rathgeb) 4:1. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen Lausanne. – Fribourg-Gottéron: Brust; Maret, Abplanalp; Glauser, Stalder; Rathgeb, Chavaillaz; Kühni; Fritsche, Schmutz, Marchon; Mottet, Slater, Birner; Rossi, Bykow, Cervenka; Neuenschwander, Meunier, Chiquet. – Lausanne: Huet; Junland, Borlat; Genazzi, Fischer; Schelling, Frick; Gobbi; Antonietti, Froidevaux, Conz; Zangger, Jeffrey, Danielsson; Pesonen, Miéville, Herren; Nodari, Kneubuehler, In-Albon; Simic. – Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Kienzle, Rivera, Schilt, Sprunger, Vauclair (alle verletzt) und Holos (überzähliger Ausländer), Lausanne ohne Ryser, Trutmann, Vermin, Walsky (alle verletzt), Frattin und Gernat (beide überzählige Ausländer). - Pfostenschüsse: 57. Glauser; 21. Danielsson.

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