Eishockey

Misko Antisin wird Cheftrainer des EHCW

Nach der Entlassung von Michel Zeiter leitete Assistenztrainer Misko Antisin die Trainings des EHC Winterthur. Jetzt bleibt er Cheftrainer bis Ende Saison, er wurde aus 40 Bewerbern ausgewählt.

Misko Antisin steigt vom Assistenten zum Cheftrainer des EHC Winterthur auf.

Misko Antisin steigt vom Assistenten zum Cheftrainer des EHC Winterthur auf. Bild: PD

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Seit sich der EHC Winterthur um eine Nachfolge-Lösung in der Trainerfrage bemüht - und das ist nicht erst seit Sonntag der Fall - haben sich so einige Interessenten gemeldet. 40 seien es gewesen, die gerne anstelle des entlassenen Michel Zeiter als Cheftrainer eingestiegen wären, sagt VR-Präsident Rolf Löhrer. Festgelegt hat sich die Kommission aber auf die naheliegendste Lösung.

Auch nach Rücksprache mit Schlüsselspielern wurde Misko Antisin vom Assistenten zum Cheftrainer befördert - bis Saisonende. Der 55-jährige Schweiz-Kanadier führt den EHCW zum ersten Mal am Dienstag in La Chaux-de-Fonds, das erste Heimspiel wird am 20. Dezember jenes gegen Kloten sein. Antisins Vertrag erhielt in Sachen Zeitaufwand und finanzielle Entschädigung eine Anpassung. Noch offen ist, wer den neuen Mann als Assistent unterstützt.

Der Strafenkönig

Misko Antisin hat in der Schweiz eine bewegte Spielerkarriere hinter sich. Als Kanadier mit Schweizer Vergangenheit fand er Platz in der NLA, ohne das Ausländerkontingent zu belasten. Er stieg 1985 beim ZSC ein, wechselte dann nach Ambri und zum EV Zug (mit dem er 1998 Meister wurde), nachher zu Lugano (erneut Meister). 2002 gehörte er zum Aufsteigerteam Genf-Servettes. In Lausanne beendete eine schwere Knieverletzung Antisins Karriere. 1360 Strafminuten sammelte er in der NLA, der heutigen National League. Diese Zahl belegt auch, dass der kräftige Flügel in seinen Mitteln nicht gerade immer wählerisch war. Bei Gegenspielern auf jeden Fall hielt sich der Beliebtheitsgrad Antisins enorm in Grenzen.

Dennoch war er auch im Nationalteam ein Thema. Er gehörte zu jener Mannschaft, die 1992 in Prag WM-Vierte wurde. Und auch 1998, als die Schweiz das erste Turnier unter Ralph Krueger bestritt, war Antisin dabei; wieder gab es Platz 4.

Antisin ist ein leidenschaftlicher Golfspieler. Doch das ist für ihn ein Freizeitvergnügen auf Vancouver Island, wo er lange Zeit wohnte. Er widmete sich nach der Karriere dem Coaching in verschiedenen Juniorenteams. Zuerst in British Columbia. 2017 lehnte er ein Angebot auf Vertragsverlängerung ab, stattdessen zog er mit seiner Partnerin nach Las Vegas. Dort arbeitete er als Assistenzcoach des Universitätsteams in Nevada. In Winterthur hat Antisin nun die Chance, seine zweite Karriere in der Schweiz zu lancieren.

Erstellt: 11.12.2019, 14:43 Uhr

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