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Rückschlag beim Cunti-Debüt

Der EHC Kloten unterlag seinem Angstgegner Lausanne 4:6. Matchwinner für die Gäste war der frühere Klotener Yannick Herren mit drei Treffern. EHC-Neuzugang Luca Cunti schoss bei seinem ansprechenden Einstand ein Tor.

Klotens neuer Stürmer Luca Cunti (links) bezwingt den Lausanner Goalie Cristobal Huet zum 2:2-Ausgleich, muss dann mit seinem Team als Verlierer vom Eis.
Klotens neuer Stürmer Luca Cunti (links) bezwingt den Lausanner Goalie Cristobal Huet zum 2:2-Ausgleich, muss dann mit seinem Team als Verlierer vom Eis.

Klotens Elite-A-Junioren waren ein schlechtes Vorbild für die Profis und kassierten am vergangenen Mittwoch gegen Lausanne eine 1:4-Heimniederlage. Doch auch die NLA-Mannschaft des EHC hat keine guten Erinnerungen an die Waadtländer. Seit diese 2015 in die höchste Spielklasse zurückgekehrt sind, gewannen die Zürcher Unterländer von 15 Meisterschaftsspielen nur deren vier. Gestern kam für den EHC eine weitere Niederlage dazu.Immerhin konnte Kloten kürzlich den Cup-Halbfinal gegen Lausanne mit 3:2 für sich entscheiden. Die Personalsituation hat sich beim EHC etwas entspannt. Mit Daniele Grassi und Tim Ramholt kehrten gestern zwei Langzeitverletzte zurück.

Im Fokus stand aber ein anderer: Der neue Hoffnungsträger Luca Cunti, den Kloten von den ZSC Lions bis zum Saisonende übernehmen konnte, gab seinen Einstand im EHC-Dress. Der 27-jährige Nationalspieler trug die Rückennummer 11 und kam wie erwartet an der Seite von Robin Leone sowie Grassi zum Einsatz. Zudem verstärkte er als vierter Stürmer im Powerplay den ersten Block. Es war Cuntis erster Ernstkampf seit dem 11. Dezember 2016, als er mit den ZSC Lions gegen den HC Davos mit 3:1 gewann. Danach war er beim Stadtklub entweder verletzt, rekonvaleszent oder überzählig.

Hoffnung wieder erstickt

Nach 46 Sekunden kam Cunti erstmals aufs Eis, nach 57 Sekunden hatte er den ersten Puckkontakt und in der 16. Minute gelang ihm im Powerplay die Torpremiere für Kloten. Dies war der Ausgleich zum 2:2. Zuvor hatte sich Kloten einen 0:2-Rückstand eingehandelt, Kevin Hecquefeuille markierte dann mit seinem ersten Treffer für den EHC ebenfalls in Überzahl das 1:2 (10.). Der Vertrag mit dem Franzosen wurde um eine weitere Woche verlängert. Romano Lemm hatte im ersten Drittel nur den Pfosten getroffen.

Der Ex-Klotener Yannick Herren hatte gestern seinen grossen Auftritt. Der Walliser schoss bereits das 1:0 im ersten Drittel, im zweiten Abschnitt erzielte er zwei weitere Treffer. Und Harri Pesonen erhöhte in der 37. Minute gar auf 5:2 für Lausanne. Kloten wies im zweiten Drittel vor allem in der Defensive eine viel zu hohe Fehlerquote auf, das nützten die Romands konsequent aus.

Grassi brachte im letzten Abschnitt nach nur 28 Sekunden mit dem 3:5 die Hoffnung zurück. Aber danach kam nicht mehr viel. Obwohl die Zürcher Unterländer noch während 62 Sekunden in doppelter Überzahl agieren konnten. Nicklas Danielsson machte in der 58. Minute mit dem 6:3 alles klar, der vierte Klotener Treffer durch Drew Shore war nur noch Resultatkosmetik. Für die Zürcher Unterländer ist die Nieder­lage ein herber Rückschlag, sie konnten nicht an die guten Leistungen vom letzten Wochenende anknüpfen. Lausanne war ausgeglichener, am verdienten Sieg der Gäste gab es keine Zweifel.

In Langnau muss ein Sieg her

Und Luca Cunti? Er schoss einen Treffer, hatte sehr viel Eiszeit und zeigte, dass er für Kloten ein Gewinn sein kann. Aber entscheidende Impulse konnte er gestern noch nicht setzen. Doch das war nach seiner langen Pause auch nicht zu erwarten, er zeigte eine ansprechende Leistung. «Wer verliert, kann nie zufrieden sein. Wir haben im Mitteldrittel beim Stande von 2:2 mit vielen Strafen die Niederlage eingeleitet», meinte Cunti. Für ihn schien es schon eine Erleichterung zu sein, dass er wieder einmal spielen konnte.

Weil die Konkurrenten unmittelbar über dem Strich alle gewannen, hat sich die Lage in Sachen Playoff-Qualifikation gestern für Kloten stark verschlechtert. Doch Cunti bleibt optimistisch: «Wir dürfen nun nicht den Teufel an die Wand malen. Entscheidend ist nicht, wer jetzt über dem Strich steht, sondern am Ende der Qualifikation.» Der EHC Kloten steht heute in Langnau enorm unter Erfolgsdruck.

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