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Schläpfers erste Derby-Niederlage – Zugs Misere

Die Klotener verlieren das Zürcher Derby trotz viel Kampfgeist. Der EVZ steckt gegen Leader Bern die siebte Niederlage in Folge ein.

Vierter Derby-Sieg in Serie: Die ZSC Lions gewinnen eine hochbrisante Partie gegen den EHC Kloten. Mike Künzle trifft in der 48. Minute zum 5:3-Schlussresultat.
Vierter Derby-Sieg in Serie: Die ZSC Lions gewinnen eine hochbrisante Partie gegen den EHC Kloten. Mike Künzle trifft in der 48. Minute zum 5:3-Schlussresultat.
Patrick B. Kraemer, Keystone
Erste Niederlage: Kevin Schläpfer hat sich sein erstes Zürcher Derby wohl anders vorgestellt. Dass der neue Trainer jedoch bereits positive Akzente setzten konnte, war an der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft ersichtlich.
Erste Niederlage: Kevin Schläpfer hat sich sein erstes Zürcher Derby wohl anders vorgestellt. Dass der neue Trainer jedoch bereits positive Akzente setzten konnte, war an der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft ersichtlich.
Patrick B. Kraemer, Keystone
Negativserie gebrochen: Fribourg gewinnt zum ersten Mal nach sieben erfolglosen Anläufen gegen den HC Davos.
Negativserie gebrochen: Fribourg gewinnt zum ersten Mal nach sieben erfolglosen Anläufen gegen den HC Davos.
Cyril Zingaro, Keystone
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Kloten verliert im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Kevin Schläpfer zum ersten Mal. Der Tabellenletzte unterliegt im Derby gegen die ZSC Lions 3:5. Nachdem die stark beginnenden Klotener im ersten Abschnitt zweimal in Führung gegangen waren, wendeten die Lions die Partie im Mitteldrittel mit drei Toren innert 10:36 Minuten zum 4:2 (38.). Das 3:2 erzielte der Finne Lauri Korpikoski, der im dritten Spiel für den ZSC zum ersten Mal erfolgreich war. Fabrice Herzog traf beim 4:2 zum ersten Mal seit dem 8. September, dem ersten Spiel der Saison.

Zwar verkürzte Denis Hollenstein 35 Sekunden vor der zweiten Pause im Powerplay mit seinem zweiten Tor an diesem Abend auf 3:4, in der 48. Minute stellte Mike Künzle den Zweitore-Vorsprung für die Lions aber wieder her. In der Folge brachte das Heimteam trotz einer fünfminütigen Überzahl nichts mehr Zählbares zu Stande. Dabei hatte das Powerplay der Klotener zuvor gut funktioniert; schon das 1:0 in der 5. Minute erzielte Tomi Sallinen in nummerischer Überlegenheit. Es waren erst die Powerplay-Tore 8 und 9 der Zürcher Unterländer in dieser Saison.

Hitzige Schlussphase

In der 59. Minute entluden sich die Emotionen, wobei Tim Ramholt und Phil Baltisberger aufeinander einprügelten. Der ZSC feierte nicht nur den vierten Sieg in Serie, sondern auch den vierten hintereinander gegen Kloten – den dritten in der laufenden Spielzeit.

Zugs Misere

Der souveräne Leader SC Bern wird in einer Revanche des letzten Playoff-Finals vom ersatzgeschwächten EV Zug kaum gefordert. Der 2:1-Sieg der Berner fällt zu knapp aus. Der Meister dominierte vorab in den ersten beiden Dritteln deutlich (17:6 und 17:4 Torschüsse) und feierte am Ende den vierten Erfolg in Serie. Die Gastgeber erzielten ihre beiden Treffer bereits in den ersten neun Minuten.

Eric Blum steuerte in seinem 600. Spiel in der obersten Spielklasse seinen Teil zum SCB-Erfolg bei. Zum 2:0 in Überzahl des künftigen ZSC-Stürmers Simon Bodenmann leistete er die Vorarbeit. Beim Shorthander von Mark Arcobello zum 1:0 hatte sich Blum auf der Strafbank befunden.

Siebte Niederlage in Folge

Zug spielte die Partie nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Timothy Kast (im Mitteldrittel) mit drei Sturmlinien zu Ende und kassierte die siebte Meisterschafts-Niederlage in Serie. Eine noch krassere Negativbilanz als aktuell der ehemalige Leader EVZ musste noch kein Team der aktuellen National-League-Saison hinnehmen.

Zudem egalisierte Zug seinen eigenen Negativrekord aus der Saison 2005/2006, als man ebenfalls sieben Pleiten in Serie kassierte. Bern kam derweil zum 14. Sieg aus den letzten 15 Meisterschaftsspielen.

Lugano siegt einmal mehr gegen die Tigers

Der HC Lugano feiert den 14. Sieg in den letzten 15 Direktduellen gegen die SCL Tigers. Die Bianconeri gewinnen auswärts 4:2. Obwohl die Tigers in den ersten zwei Dritteln keineswegs die schlechtere Mannschaft waren, lagen sie nach 40 Minuten 0:2 in Rückstand. Luganos zweites Tor erzielte Luca Fazzini zehn Sekunden vor der zweiten Pause im Powerplay mit einem unerwarteten Schuss von der blauen Linie.Nach 69 Sekunden im Schlussabschnitt doppelte der 22-jährige Flügelstürmer nach. Fazzini hat nun sechsmal in den letzten vier Partien getroffen. Linus Klasen punktete mit einem Assist zum 2:0 in der fünften Partie in Serie.

Trotz des 3:0 wurde es nochmals spannend. Die Emmentaler verkürzten in der 55. Minute mit einem Doppelschlag innert 17 Sekunden von Aaron Gagnon und Yannick-Lennart Albrecht auf 2:3. Dem 3:3 wirklich nahe kamen die Langnauer aber nicht. 32 Sekunden vor dem Ende machte Julian Walker mit einem Schuss ins leere Gehäuse alles klar für die effizienteren Luganesi. Während die Tessiner zum vierten Sieg in Folge kamem, erlitten die SCL Tigers die dritte Niederlage hintereinander.

Ambri gibt gegen Biel ein 3:1 aus der Hand

Biel schafft bei Ambri-Piotta nach einem 1:3-Rückstand nach 42 Minuten dank einem starken Finish noch einen 4:3-Sieg nach Verlängerung. Der Kanadier Jacob Micfikier sorgte dabei für die Wende. Er bereitete 56 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit das 3:3 von Valentin Nussbaumer bei sechs Bieler Feldspielern vor. Und sorgte 46 Sekunden vor Ende der Verlängerung mit seinem Treffer zum 4:3 für die Entscheidung zu Gunsten der Seeländer. Die Basis zum Umschwung hatte Julian Schmutz mit seinem Anschlusstor zum 2:3 (48.) eingeleitet.

Das glücklose Ambri traf dreimal die Torumrandung, gleich zweimal war Topskorer Matt D'Agostini der Unglücksrabe. Besonders ärgerlich dabei war, dass nach D'Agostinis Pfostenschuss in der Overtime die Gäste im Gegenzug die Partie entschieden. Mit einem zweiten Punktgewinn wären die Leventiner auf dem achten und letzten Playoff-Rang in die Länderspiel-Pause gegangen. Sieger Biel verschaffte sich mit dem zweiten Sieg in Folge wieder etwas Luft, nachdem man vorher fünf Meisterschaftsspiele in Serie verloren hatte.

Fribourg punktet endlich wieder gegen Davos

Fribourg-Gottéron beendet mit einem 3:1-Sieg eine Negativserie von sieben Spielen gegen den HC Davos. Gottérons Ersatzgoalie Ludovic Waeber zeigte eine starke Partie und legte mit 26 Paraden die Basis für den ersten Freiburger Sieg über die Bündner seit dem 16. Oktober 2015.

Gottéron verdiente sich den dritten Sieg aus den letzten zehn Spielen mit grosser Kampfbereitschaft. Michal Birner in Überzahl und Andrej Bykow mit seinem sechsten Saisontor erzielten bereits im Startdrittel wegweisende Tore für die Romands. Birner machte mit seinem zweiten Powerplay-Tor (55.) dann alles klar. Bei den Gastgebern schied im Mitteldrittel der Schweizer Nationalverteidiger Yannick Rathgeb nach einem Ellbogen-Check gegen den Kopf von Mauro Jörg verletzt aus. Jörg wurde mit einem Restausschluss belegt.

Bestes Boxplay

Gottéron ist aktuell zwar die Nummer 1 in Unterzahl der National League. Umgekehrt hapert es aber im Powerplay. Während des fünfminütigen Überzahlspiels nach dem Restausschluss gegen Mauro Jörg blieb Gottéron auch in einer doppelten Überzahl ohne Torerfolg.

Kloten - ZSC Lions 3:5 (2:1, 1:3, 0:1)

6323 Zuschauer. - SR Koch/Prugger, Castelli/Obwegeser Tore: 5. Sallinen (Ausschluss Herzog) 1:0. 11. Klein (Herzog) 1:1. 17. Hollenstein (Santala) 2:1. 27. Suter (Büsser) 2:2. 34. Korpikoski (Wick, Kenins) 2:3. 38. Herzog (Shore) 2:4. 40. (39:25) Hollenstein (Santala, von Gunten/Ausschluss Pettersson) 3:4. 48. Künzle (Shore, Herzog) 3:5. Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Ramholt) gegen Kloten, 4mal 2 plus 2mal 5 Minuten (Herzog, Phil Baltisberger) plus zweimal Spieldauer (Herzog, Phil Baltisberger) gegen die ZSC Lions. PostFinance-Topskorer: Praplan; Pettersson. Kloten: Boltshauser; Egli, von Gunten; Weber, Back; Harlacher, Kellenberger; Praplan, Santala, Hollenstein; Grassi, Trachsler, Bader; Sallinen, Schlagenhauf, Bieber; Leone, Obrist, Bozon. ZSC Lions: Flüeler; Karrer, Marti; Klein, Berni; Guerra, Phil Baltisberger; Büsser; Kenins, Korpikoski, Wick; Pettersson, Suter, Nilsson; Chris Baltisberger, Schäppi, Pestoni; Künzle, Shore, Herzog; Prassl. Bemerkungen: Kloten ohne Andersen (krank), Bäckman, Stoop und Lemm. ZSC Lions ohne Geering, Blindenbacher, Sjögren, Seger und Sutter (alle verletzt). - 1. National-League-Spiel von Berni. - Time-Out Kloten (58:11), ab 58:15 ohne Goalie

Bern - Zug 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)

17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Oggier/Vinnerborg, Kaderli/Progin. Tore: 5. Arcobello (Moser/Ausschluss Blum!) 1:0. 9. Bodenmann (Blum/Ausschluss Geisser) 2:0. 29. Stalberg 2:1. - Strafen: je 1mal 2 Minuten. PostFinance-Topskorer: Ebbett; Roe. Bern: Genoni; Untersander, Blum; Burren, Noreau; Kamerzin, Krueger; Wolf; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Bodenmann, Ebbett, Pyörälä; Meyer, Haas, Scherwey; Hischier, Heim, Randegger. Zug: Stephan; Diaz, Geisser; Schlumpf, Thiry; Morant, Oejdemark; Fohrler; Martschini, Roe, Stalberg; Schnyder, McIntyre, Suri; Kast, Holden, Haberstich; Zehnder, Senteler, Forrer. Bemerkungen: Bern ohne Beat Gerber, Alain Berger, Kämpf und Andersson (alle verletzt) sowie Raymond (überzähliger Ausländer), Zug ohne Diem, Lammer, Alatalo, Klingberg, Helbling und Grossmann (alle verletzt). - 38. Kast verletzt ausgeschieden. - Zug ab 59:07 ohne Torhüter.SCL Tigers - Lugano 2:4 (0:1, 0:1, 2:2) 6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Urban, Gurtner/Küng. Tore: 17. Lapierre (Sanguinetti) 0:1. 40. (39:50) Fazzini (Lapierre, Klasen/Ausschluss Dostoinow) 0:2. 42. Fazzini (Lajunen, Chiesa) 0:3. 55. (54:24) Gagnon (Erkinjuntti, Koistinen/Ausschluss Cunti) 1:3. 55. (54:41) Albrecht 2:3. 60. (59:28) Walker (Lapierre) 2:4 (ins leere Tor) 2:4. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 5mal 2 Minuten gegen Lugano.

PostFinance-Topskorer: Erkinjuntti; Klasen.

SCL Tigers: Punnenovs; Zryd, Koistinen; Blaser, Erni; Randegger, Huguenin; Riva; Elo, Gagnon, Erkinjuntti; Dostoinow, Albrecht, Nüssli; Kuonen, Gustafsson, Neukom; Gerber, Peter, Lardi. Lugano: Manzato; Sanguinetti, Furrer; Ulmer, Vauclair; Chiesa, Wellinger; Riva; Fazzini, Lajunen, Klasen; Walker, Lapierre, Sannitz; Bertaggia, Cunti, Hofmann; Reuille, Romanenghi, Morini; Zorin. Bemerkungen: SCL Tigers ohne Nils Berger, Pascal Berger, Haas, Rüegsegger, Seydoux und Stettler. Lugano ohne Merzlikins, Bürgler, Kparghai, Ronchetti und Brunner (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 10. Fazzini, 34. Cunti, 46. Peter, 46. Koistinen. - SCL Tigers von 58:53 bis 59:28 ohne Goalie.

Ambri-Piotta - Biel 3:4 (1:0, 1:1, 1:2, 0:1) n.V.

5315 Zuschauer. - SR Mollard/Pichaczek, Fluri/Kovacs. Tore: 3. Lhotak (Collenberg) 1:0. 34. Emmerton (Ausschluss Lofquist) 2:0. 37. Earl (Kreis) 2:1. 42. Fora (Ausschluss Ngoy; Earl) 3:1. 48. Schmutz (Wetzel) 3:2. 60. (59:04) Nussbaumer (Micflikier) 3:3 (Biel ohne Torhüter). 65. (64:14) Micflikier 3:4. Strafen: 3mal 2 plus 5 (Mazzolini) Minuten plus Spieldauer Mazzolini) gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 plus 5 (Dufner) Minuten plus Spieldauer (Dufner) gegen Biel. PostFinance-Topskorer: D'Agostini; Earl. Ambri-Piotta: Descloux; Plastino, Zgraggen; Fora, Gautschi; Ngoy, Jelovac; Collenberg; Lohotak, Ngoy, Lauper; Trisconi, Kostner, Bianchi; A'Agostini, Emmerton, Zwerger; Berthon, Taffe, Müller; Mazzolini. Biel: Hiller; Fey, Kreis; Forster, Lofquist; Maurer, Jecker; Dufner; Nussbaumer, Earl, Micflikier; Pedretti, Fuchs, Rajala; Schmutz, Neuenschwander, Lüthi; Tschantré, Sutter, Wetzel. Bemerkungen: Ambri ohne Hrabec, Stucki und Pinana (alle verletzt) sowie Guggisberg, Monnet und Trunz (alle überzählig), Biel ohne Steiner, Diem und Joggi (alle verletzt) sowie Pouliot (überzähliger Ausländer). - Latte: 7. D'Agostini. 12. Gautschi. - Pfosten: 35. Suter, 64. D'Agostini. - Biel von 58:42 bis 59:04 ohne Torhüter. - 56. Timeout Ambri.

Fribourg-Gottéron - Davos 3:1 (2:0, 0:1, 1:0)

6120 Zuschauer. - SR Wehrli/Wiegand, Altmann/Borga. Tore: 6. Birner (Slater, Rathgeb/Ausschluss Egli) 1:0. 13. Bykow (Cervenka) 2:0. 24. Little 2:1. 55. Birner (Cervenka, Slater/Ausschluss Walser) 3:1. Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 6mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer (Jörg) gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Birner; Wieser. Fribourg-Gottéron: Waeber; Kienzle, Stalder; Holos, Chavaillaz; Rathgeb, Schilt; Glauser, Abplanalp; Meunier, Slater, Birner; Rossi, Bykow, Cervenka; Fritsche, Rivera, Vauclair; Neuenschwander, Schmutz, Mottet. Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Nygren, Aeschlimann; Schneeberger, Paschoud; Grossniklaus; Sciaroni, Corvi, Ambühl; Marc Wieser, Kousal, Little; Kessler, Egli, Dino Wieser; Simion, Walser, Jörg; Eggenberger. Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Brust, Sprunger, Marchon (alle verletzt), Davos ohne Lindgren und Heldner (beide verletzt). - Timeouts: 6. Timeout Davos, 31. Gottéron. - 27. Rathgeb verletzt ausgeschieden. - Davos von 58:41 bis 59:30 und bis am Ende ohne Torhüter. - Pfosten: 58. Mottet.

Rangliste: 1. Bern 19/46 (71:34). 2. Lugano 19/41 (65:42). 3. ZSC Lions 19/35 (68:51). 4. Fribourg-Gottéron 20/35 (52:53). 5. Davos 20/32 (57:60). 6. Zug 19/28 (53:52). 7. Biel 20/27 (57:62). 8. Genève-Servette 19/23 (45:55). 9. Ambri-Piotta 20/23 (48:62). 10. SCL Tigers 20/22 (49:62). 11. Lausanne 18/21 (51:62). 12. Kloten 19/15 (37:58).

SDA/fal/spi

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