Zürich

Und der nächste Derby-Held heisst …

Derby Nr. 203 ist angesagt zwischen den ZSC Lions und dem EHC Kloten. Gemeinsam ist den beiden Teams: Sie haben je 89 Treffer erzielt, sind die offensiv besten. Was noch lange keine Garantie für ein Torfestival ist.

Roman Wick, ein ehemaliger Klotener, war am 29. Oktober in Kloten für den letzten Derbysieg der ZSC Lions besorgt.

Roman Wick, ein ehemaliger Klotener, war am 29. Oktober in Kloten für den letzten Derbysieg der ZSC Lions besorgt. Bild: Keystone

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Im Hallenstadion steht bereits das vierte Zürcher Derby der Saison an. Es ist das letzte des Jahres und das letzte in dieser Qualifi­kationssaison in der Arena der ZSC Lions. Somit haben die Lions die letzte Möglichkeit, in dieser Saison doch noch einen Heimsieg gegen die Rivalen zu realisieren.Denn am 9. September, dem Tag des 200. Derbys, setzten sich in einem dramatischen Match die Klotener nach einem 0:2-Rückstand und einem Goaliewechsel wegen eines Krampfes noch 3:2 nach Penaltyschiessen durch. Entscheidende Figur beim Sieger war Vincent Praplan. Er schoss 3 Tore im Spiel (1 wurde ihm aberkannt) und verwertete den einzigen Penalty.

25 Tage später hiess der Sieger im Hallenstadion wieder Kloten. Das Siegtor zum 2:1 in doppelter Überzahl schoss Denis Hollenstein. Er hatte schon das 1:0 durch Bobby Sanguinetti vorbereitet. Roman Wick war Autor des 1:1 für die ZSC Lions.

Die Breite

Am 29. Oktober in der Swiss-Arena wurde Wick zum Derby-Helden. Denn er verwertete den ­Penalty, der den Unterschied zwischen Sieger und Verlierer ausmachte. Die Lions gewannen 3:2 nach Penaltys.

Die Goalies der Siegermannschaften spielten immer herausragende Rollen. Aber bei solchen knappen Ausgängen wird natürlich der Mann, der den Treffer ins Glück erzwang, zur gefeierten ­Figur. Also darf man sich getrost fragen, wer der Held des 203. Derbys wird (110-mal gewann Kloten, 79-mal der ZSC, 13 Remis). Der Mann des letzten Heimsiegs kann es für die ZSC Lions nicht sein: Am 12. Januar 2016 siegten sie 2:1, den entscheidenden Treffer schoss der Nummer-1-Draft Auston Matthews.

Ein genaueres Hinschauen zeigt bei den Derby-Skorern dieser Saison das gleiche Bild wie die jeweils gesamte Mannschaft. Die ZSC Lions trafen bisher aus dem Spiel heraus fünfmal. Nicht weniger als 12 Spieler waren an diesen Toren beteiligt, noch keiner war zweimal erfolgreich. Das steht für die Breite im Kader der Lions. Der EHC Kloten schoss bisher sechs Tore, an denen sind «nur» acht Spieler beteiligt. Alle gehören zum ersten und zweiten Block, die im bescheideneren Kader Klotens die offensiven Aufgaben mit Toren lösen sollen.

Nur vier Spieler holten in den bisherigen vier Derbys mehr als einen Skorerpunkt: Robert Nilsson für die Lions mit zwei Assists; Tommi Santala (3 Assists), Denis Hollenstein (1/2) und Vincent Praplan (2/0) für Kloten.

In der NLA hat kein Team mehr Treffer erzielt als die ZSC Lions und Kloten (je 89). Doch ein Torfestival dürfte es auch heute nicht geben. Und die Chance, dass der Sieger schon früh bekannt ist, ist nicht sehr gross. Die letzten 13 Derbys gingen entweder mit einem oder zwei Toren Differenz aus. Das letzte klare Resultat war das 4:1 vom 20. Oktober 2014 im Hallenstadion für die Lions. Aber selbst in diesem Match hatte es nach 50 Minuten noch 1:1 gestanden.

Wer Favorit ist, ist klar: Die ZSC Lions haben zuletzt neunmal in Folge gepunktet (total 21 Punkte). Der letzte Nuller war das 3:5 gegen Langnau Ende Oktober. Kloten zeigte einen eher dünnen November. Nur 11 Punkte gab es aus den letzten neun Partien.

Die Geduld

Neben der Torproduktion weisen die Teams weitere Gemeinsamkeiten auf: Nach den kanadischen Jahren stehen Geduld und Kontinuität hoch im Kurs. Beide Trainer halten sehr lange an ihren Formationen fest, vorher waren fast von Spiel zu Spiel Positionen getauscht worden.

Klotens Pekka Tirkkonen allerdings griff im Match gegen Lugano am Dienstag radikal ein. Nach dem 0:3 im ersten Drittel stellte er völlig neue Linien zusammen. Und denen gibt er auch heute wieder eine Chance. Noch einen zweiten Match gesperrt ist Alain Bircher. Bei den ZSC Lions ist nur Patrik Bärtschi nicht fit.

Klotens Melvin Nyffeler übrigens, der laut Pressemitteilung ab 1. Dezember nach Davos ausgeliehen ist, wird erst nach diesem Wochenende ins Bündnerland dislozieren.

Erstellt: 01.12.2016, 22:01 Uhr

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