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Vom Triumph im Cup zum Dämpfer in der Liga

Kloten hat mit der 2:3-Heimniederlage nach Verlängerung gegen die SCL Tigers eine herben Rückschlag im Kampf um den Playoff-Einzug erlitten. Die ZSC Lions siegten indes 2:1 in Bern.

Klotens Vincent Praplan schirmt hier gegen SCL-Tigers-Stürmer Nils Berger den Puck erfolgreich ab. Der Stürmer der Flughafenstädter erzielte im kapitalen Strichkampf zwei Tore. Doch weil seine Mitspieler weniger treffsicher agierten, gingen sie am Ende als Verlierer vom Eis.
Klotens Vincent Praplan schirmt hier gegen SCL-Tigers-Stürmer Nils Berger den Puck erfolgreich ab. Der Stürmer der Flughafenstädter erzielte im kapitalen Strichkampf zwei Tore. Doch weil seine Mitspieler weniger treffsicher agierten, gingen sie am Ende als Verlierer vom Eis.
Keystone

Die SCL Tigers können weiter von der zweiten Playoff-Teilnahme nach 2011 träumen. Die Emmentaler siegten beim Cupsieger Kloten 3:2 nach Verlängerung. Matchwinner für Langnau war Doppeltorschütze Maxime Macenauer.

«Verlieren verboten» lautete für beide Seiten das Motto. Kloten liegt nun aber bereits drei Punkte hinter den neuntplatzierten Tigers, die den Rückstand auf den Strich (Lugano) auf fünf Punkte reduzierten. Den Siegtreffer für die Gäste erzielte Macenauer nach nur 16 Sekunden in der Overtime. Der Kanadier, der Anfang des Jahres von Bern zu Langnau gestossen war, hatte in der 39. Minute bereits das 2:1 erzielt.

Damit konnten die Klotener den Schwung vom Cupsieg nicht mitnehmen, obwohl sie bereits in der 4. Minute durch Vincent Praplan in Führung gingen. Der Walliser zeichnete in der 45. Minute auch für das 2:2 verantwortlich. Praplan unterstrich damit seine gute Form, hatte er doch am Mittwoch beim 5:2-Sieg im Cupfinal gegen Genève-Servette das 3:2 geschossen. In den Schlussminuten drückte Kloten mächtig auf den Siegtreffer, die Bemühungen blieben aber trotz 16:5 Schüssen im letzten Drittel erfolglos.

Somit kamen die Tigers zum ersten Auswärtssieg nach sieben Niederlagen in Serie auf fremdem Eis. Bereits die ersten beiden Saisonspiele in Kloten hatten sie für sich entschieden. Ohnehin sind die Zürcher Unterländer das schlechteste Heimteam der Liga - 6:17 Siege lautet die verheerende Bilanz vor heimischen Publikum.

Erfolgreiche ZSC-Standortbestimmung

Der Leader Bern hat gegen die ZSC Lions auch sein drittes Heimspiel verloren. 1:2 unterlag der Meister. Das Overtime-Tor des Abends markierte Verteidiger Patrick Geering in der 63. Minute.

Kurz vor Schluss der regulären Spielzeit sah Lukas Flüeler beim 1:1 von Gian-Andrea Randegger unvorteilhaft aus, in der Zusatzschlaufe hingegen brillierte der Zürcher Keeper unmittelbar vor dem entscheidenden Konter mit einem Big Save.

Bereits beim ersten Vorteil zu Gunsten der Lions hatte kein Künstler, sondern einer der Schwerarbeiter für den Unterschied gesorgt: Patrick Thoresen, der zähe Norweger, schob im Powerplay in der 49. Minute einen Abpraller ins Tor. Der 33-Jährige mit einem Erfahrungsschatz von über 500 Partien in der KHL und NHL pflegt einen unspektakulären, aber überaus wirkungsvollen Stil. Inzwischen ist er bei 37 Skorerpunkten angelangt - seine Hartnäckigkeit könnte im nahenden Playoff Gold wert sein.

«Ein Match gegen den ZSC ist für den SCB immer eine Standortbestimmung», hielt Martin Plüss im Vorfeld der fünften Saison-Begegnung der Rivalen in einem Interview fest. Zum dritten Mal seit der 4:0-Demütigung der Zürcher im vergangenen Playoff-Viertelfinal fiel die Bilanz im eigenen Stadion negativ aus.

Verhandlungen mit Plüss dauern an

Im Gespräch mit der «BZ» hatte sich der Captain auch zur persönlichen Ausgangslage geäussert: «Spiele ich so weiter wie bisher, dann ist es das Ziel, noch mindestens eine Saison anzuhängen.» Dass der sechsfache Meister-Center seine 24. Profi-Saison in Bern bestreiten wird, steht im Prinzip nicht zur Debatte. Noch hat der Titelträger mit Plüss, der ohne Agent verhandelt, keinen Konsens erzielt.

SDA

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