Eishockey

«Wieder frisch von der Leber weg spielen»

Mit einem Heimspiel gegen Olten nimmt der EHC Winterthur den Betrieb in der Swiss League nach zehn Tagen Pause wieder auf. Für einen Sieg gegen den Tabellenzweiten muss freilich viel zusammenpassen.

Reto Kobach fehlt dem EHCW diese Woche verletzt.

Reto Kobach fehlt dem EHCW diese Woche verletzt. Bild: Heinz Diener

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Am Ende der vorletzten Woche waren sie gar nicht zufrieden beim EHCW: Zu viele Fehler führten zu einer klaren 1:5-Niederlage, der vierten im vierten Spiel innert acht Tagen. «Wir haben dieses harte Programm zu spüren bekommen», analysierte Trainer Michel Zeiter. Der EHCW rutschte unter den Playoff-Strich und muss jetzt schauen, wie er sich von da wieder hochkämpfen kann.

Grund zur Aufregung besteht aber keineswegs. Es sind erst 17 Spiele absolviert, knapp zwei Drittel des Qualifikationsprogramms stehen noch bevor. Bei dem hohen Rhythmus der Swiss League hat eine Mannschaft schnell mal ein paar Punkte und Ränge gutgemacht oder eben verloren. Ein Vergleich mit der letzten Saison zeigt: Im November 2016 ging der EHCW zwar auf Rang 8 in die Länderspielpause. Aber er hatte mit 21 Punkten nur zwei mehr auf dem Konto als jetzt. Grund dafür war vor allem eine auch etwas glückhaft zustande gekommene Serie von sechs Siegen im Oktober.

Eine derart ungewöhnliche Serie gab es in dieser Saison nicht. Vielleicht kann man sagen: In den Spielen gegen die GCK Lions (Ausgleich der Küsnachter fünf Sekunden vor Schluss) oder gleich danach gegen La Chaux-de-Fonds (4:1-Führung in den letzten drei Minuten vergeben) hätte mehr herausschauen müssen. Also hat der EHCW gemessen an seinen Leistungen im Moment eher weniger Punkte geholt, als möglich gewesen wären. Vor einem Jahr dagegen hat er über seinen Verhältnissen gelebt und war punktemässig trotzdem nur unwesentlich besser.

Potenzial regelmässig abrufen

Das bedeutet: Das Potenzial, um einen Playoff-Platz zu kämpfen oder ihn gar zu erreichen, ist beim EHCW durchaus vorhanden. Nur muss es regelmässiger abgerufen werden. «Die Mannschaft hat sich nach den Siegen gegen die EVZ Academy und die Ticino Rockets selber zu sehr unter Druck gesetzt und sich dann verkrampft», glaubt Zeiter. «Wir müssen wieder frisch von der Leber weg aufspielen, befreiter, lockerer.»

Zu bedenken ist auch: Im Sport verläuft eine Entwicklung selten gradlinig. In den vier Partien vor der Länderspielpause, alle gegen höher eingestufte Teams, machte der EHCW halt nicht den erhofften Schritt nach vorne, sondern wurde jedes Mal geschlagen. Schlecht wäre nur, wenn daraus nicht die richtigen Lehren gezogen würden.

Dass nach der Pause mit dem EHC Olten eine ziemlich grosse Nummer der Swiss League zu Gast ist, macht Zeiter keine Sorgen: «Da können wir befreit aufspielen und wissen gleich, wo wir stehen.» Ein «Aufbaugegner» ist Olten aber wirklich nicht. Die Mannschaft von Bengt-Ake Gustafsson hat zehn der letzten elf Spiele gewonnen, darunter auch den ersten Vergleich mit dem EHCW, wenn auch erst nach Verlängerung mit 5:4. Seither sind die Oltener immer besser in Fahrt gekommen.

Oltens Drang nach oben

Sie haben ja auch den Anspruch, über kurz oder lang in die National League aufzusteigen. Dafür haben sie einen erheblichen Teil der letztjährigen Mannschaft ausgewechselt und mit Ryan Vesce und Tim Stapleton (ehemals Biel und Lugano) zwei starke Amerikaner verpflichtet. Und als Vesce sich verletzte, wurde rasch der Kanadier Jay McClement (34) engagiert. Ein Mann mit 906 Spielen in der NHL. Man muss anerkennen: So handelt ein Klub, der weiss, was er will.

Allerdings hat Olten im Moment eine beträchtlich lange Liste an verletzten Spielern. Beim EHCW fällt für diese Woche Reto Kobach aus, der ehemalige Oltener. Wieder dabei ist Adi Wichser. (Landbote)

Erstellt: 14.11.2017, 09:22 Uhr

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