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«Wir waren wirklich schlechte Verlierer»

Einer der sechs Titel: Reto von Arx bei der Meisterfeier 2011 in Davos.
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Wegen des Coronavirus müssen die Spieler zweieinhalb Wochen warten, bis das Playoff losgeht. Was löst das in einem Team aus, wenn diese Nachricht es mitten in diesem Gefühl von Anspannung, Kribbeln und Vorfreude erreicht?

Der Titel nach dem Final gegen den Lieblingsgegner Bern: Reto von Arx mit dem Pokal 2007 (Bild Arno Balzarini/Keystone)

Geisterspiele bleiben eine Option. Sie haben früher zumindest Testspiele erlebt, die praktisch ohne Zuschauer stattfanden. Wie war das?

Sie erlebten beide Extreme: In Davos waren Sie meist der Spieler mit dem meisten Support. Auswärts, gerade in Bern, wurden nur wenige derart beschimpft und ausgepfiffen. Da wünschten Sie sich nicht hin und wieder Spiele ohne Fans?

Ich spielte am liebsten in Bern. Bei Bern - Davos war das Stadion immer voll, die Halle bebte. Ich nahm die Beschimpfungen nie persönlich. Auch wenn 16'000 gegen dich sind, kann das einer Mannschaft Kraft geben.

Reto von Arx

Ein Titel ohne Playoff. Das ist für den ZSC als Qualifikationssieger immer noch möglich …

Immer häufiger kommen auch Mentaltrainer zum Einsatz, gerade im Playoff. Sie selbst hatten nie einen. An wen wandten Sie sich bei Zweifeln?

Der letzte Titel: Reto von Arx mit Dino Wieser nach dem Finalsieg 2015 gegen die ZSC Lions. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Sie erlebten mit Davos innert zwei Jahren zwei Extreme eines Meister-Runs. 2009 ging es über die maximale Länge von 21 Spielen mit Spielen im 2-Tages-Rhythmus während rund sieben Wochen. 2011 qualifizierten Sie sich mit zwei 4:0-Siegen für den Final und mussten zwei Mal zwischen den Serien zehn Tage pausieren. Welches war mental die grössere Herausforderung?

Der Meistertitel 2009 ist auch eng mit einem Lied verbunden. Während sieben Wochen dröhnte «Human» der US-Band The Killers fast ununterbrochen aus der Davoser Garderobe. Welche Bedeutung hat ein Playoff-Lied für ein Team?

Wählt man das Lied demokratisch aus oder entscheidet der DJ? Der heutige Lausanner Robin Grossmann war damals für die Musik zuständig.

Tristan Scherwey oder Simon Moser sind typische Playoff-Spieler, die ich bewundere. Ich finde es schade, sind sie diesmal nicht dabei.

Reto von Arx

Für Playoff-Erfolge braucht es diverse Faktoren. Davos war in der Phase mit den sechs Titeln bekannt als Team mit dem Kern von Führungsspielern sowie als Ansammlung schlechter Verlierer, das ein Image als böse und unbeliebt hatte und pflegte.

Gewinnt im Playoff also oft der Böse? Das war zum Beispiel schon 1998 mit Zug so und traf nachher auch auf Berner Champion-Teams zu …

Der Tamedia-Hockey-Podcast «Eisbrecher»