FC Seuzach

«... dann haben wir einen guten Job gemacht»

Der FC Seuzach hat die Vorrunde besser gemeistert, als viele erwartet haben. Der Chef Sport Andy Rohner und der Trainer Stéphane Lüthi ziehen eine Zwischenbilanz.

Trainer Stéphane Lüthi setzt auch auf Junge: Arbnor Hasani (rechts) ist als 17-Jähriger bereits Stammspieler.

Trainer Stéphane Lüthi setzt auch auf Junge: Arbnor Hasani (rechts) ist als 17-Jähriger bereits Stammspieler. Bild: Urs Kindhauser

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Grösser könnte der Gegensatz fast nicht sein: Vor einem Jahr hatte der FCW Seuzach einen Abstieg und die Trennung von Trainer Markus Wanner hinter sich und einen weiteren Abstiegskampf vor sich. Jetzt ist Stéphane Lüthi, der neue Mann an der Seitenlinie, ein Kalenderjahr im Amt. Und Seuzach liegt nach der Hinrunde auf Rang 2 der Gruppe 6, sechs Punkte hinter Leader Chur. «Das Ziel war, einen Rang im vorderen Drittel der Tabelle anzupeilen. Das haben wir erreicht», sagt Andy Rohner, der Chef Sport bei Seuzach.

«Meiner Meinung nach stehen wir in der Tabelle nicht zu Unrecht da, wo wir sind.»Stéphane Lüthi, Trainer FC Seuzach

Rohner ist lange genug im Amt, um schlüssig beurteilen zu können, was sich verändert hat: «Wir haben mehr Breite und mehr Talent im Kader. Das führt zu Konkurrenzkampf und das ist der grosse Unterschied zu früheren Jahren. Die Mischung stimmt», wozu Trainer Lüthi präzisiert: «Der Mix eben zwischen erfahrenen Spielern, die voll mitziehen, und jungen, die den FC Seuzach als Sprungbrett nutzen wollen.»

Hohe Trainingspräsenz

Lüthi hat das Trainingsangebot ausgebaut: Vier Trainings pro Woche stehen auf dem Programm, drei davon müssen die Spieler besuchen. Diese Flexibilität wird von den ihnen geschätzt. Der Trainingsbesuch ist hoch, obwohl sich bei Seuzach etwas nicht geändert hat: «Wir bleiben der FC Seuzach», erklärt Rohner. «Das heisst: Wir zahlen nichts, dafür dürfen die Spieler auch während der Saison in die Ferien.» Mit dem feinen Unterschied eben zu früher: Wer zurückkommt, muss sich seinen Platz erst wieder erkämpfen. Dieser leichte Schwenker hat sich ausgezahlt. Rund 25 Spieler sind im «Eins» von Seuzach in der Hinrunde eingesetzt worden, «und fast alle Absenzen konnten wir 1:1 ersetzen», blickt Lüthi zurück.

Wer öfter im Training ist, kann sich auf dem Spielfeld besser präsentieren, das hat auch Rohner festgestellt: «Die Mannschaft ist agiler geworden. Die Spieler sind leichtfüssiger, sie bringen mehr Dynamik ins Spiel und sie sind auch im Kopf flexibler. Da wiederspiegelt sich die Arbeit des Trainers.» Lüthi selber sieht die Entwicklung so: «Wir haben uns zwei Ziele gesetzt: Wir wollen im Raum Winterthur hinter dem FCW die am besten positionierte Mannschaft sein, und wir wollen für junge Spieler ein Sprungbrett für höhere Aufgaben sein. Aufgrund der Entwicklung sind wir hier auf einem guten Weg.»

Attraktiven Fussball bieten

Angesichts des guten Zwischenresultats als Tabellenzweiter fragt sich selbstredend auch, ob Seuzach schon wieder nach oben schielen, ob es Erster werden kann und will. «Wir stehen meiner Meinung nach durchaus nicht zu Unrecht da, wo wir jetzt sind», antwortet Trainer Lüthi. «Aber wir dürfen nicht vergessen, woher wir kommen. Die Rückkehr in die 1. Liga als Ziel würde die Spieler zu sehr unter Druck setzen.» Auch Rohner, der Chef Sport, bleibt bescheiden: «Wir wollen im vorderen Drittel dabei bleiben.»

Wichtiger ist den Verantwortlichen die Entwicklung der Mannschaft. Lüthi will den eingeschlagenen Weg weitergehen: Weg vom Konterspiel, das Seuzach in der Zeit als Underdog in der 1. Liga gezwungenermassen prägte. «Ich will eine Mannschaft sehen, die gepflegten, attraktiven Fussball spielt. Wir wollen uns mit konstruktivem Aufbau Chancen erspielen. Das Potenzial und die Spieler dazu haben wir.» Manchmal ist diese Handschrift Lüthis in der Hinrunde gut sichtbar gewesen, in anderen Momenten noch nicht. Deshalb sagt der Trainer, wenn von der Rückrunde die Rede ist: «Wenn wir das festigen können, was wir schon haben, dann haben wir einen guten Job gemacht.»

Erstellt: 14.11.2019, 15:36 Uhr

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