Der VAR hilft dem FCZ

Eine frühe rote Karte gibt dem FC Zürich gegen Thun Vorteile. Die Zürcher gewinnen 2:0, Lugano und Luzern trennen sich 1:1.

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Es ist die 21. Minute, die dem Spiel eine Wende gibt und den FCZ erst ärgert und dann beglückt. Mimoun Mahi kann alleine auf das Tor ziehen. Castroman stört. Mahi fällt. Trainer Ludovic Magnin tobt - und fasst sich an den Kopf. Denn Schiedsrichter Klossner pfeift nicht. Eine Minute später aber, nach einem Unterbruch, geht Klossner zum Bildschirm an der Seitenlinie und guckt sich die Szene noch einmal an. Dann der Pfiff - und die rote Karte.

Nun ist das Spiel ein anderes. Der FCZ hat plötzlich mehr Zeit, mehr Raum und mehr den Ball. Trotzdem geschieht wenig. Bis Popovic in der 41. Minute einen Eckball schiesst, Thun-Goalie Hirzel im Strafraum irrlichtert, Pa Modou den Ball touchiert und Simon Sohm zum 1:0 einschiesst. Es ist der Start zu einer Phase, in der Thun dem FCZ wenig entgegenzusetzen hat. Das setzt sich auch nach der Pause fort, als Neuzugang Aiyegun Tosin aus 17 Metern Vollspann abzieht und via Lattenunterkante zum 2:0 trifft. Mit dem Sieg steht der FCZ nun bei acht Punkten und kann sich in der Tabelle als sechster nach oben orientieren.

Lugano und Luzern kommen nicht voran

Die Verunsicherung war dem FC Lugano im Cornaredo von Beginn weg anzusehen. Nach 20 Sekunden hätten die Gäste aus Luzern bereits in Führung gehen können – Kecskés spielte auf Höhe des Strafraums einen katastrophalen Fehlpass. Margiotta schaffte es jedoch nicht, aus sieben Metern den Ball im Tor unterzubringen. Der frühe Schockmoment schien für die Luganesi ein Weckruf zu sein. Nach einem Eckball kam Carlinhos freistehend zum Abschluss und liess Luzerns Goalie Müller keine Abwehrchance. In der Folge übernahmen die Luzerner das Spieldikdat und schnürten die Luganesi, welche sich nun gänzlich auf das Verteidigen beschränkten, in deren Platzhälfte ein. Immer wieder versuchten es die Gäste über die Flügel – doch den Hereingaben fehlte die nötige Präzision.

Ein erneut desaströser Ballverlust der Heimmannschaft nutzte Margiotta in der 28. Minute eiskalt aus. Sein strammer Schuss erwischte Lugano-Goalie Baumann in der nahen Ecke. Die zweite Halbzeit blieb weitgehend ereignisarm. Die Luganesi fanden zwar etwas besser ins Spiel, doch aussichtsreiche Offensivaktionen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Die besten Möglichkeiten vergaben Ndiaye und Schürpf in der Schlussphase der Partie. Mit dem Unentschieden dürften beide Mannschaften nicht wirklich glücklich sein. Lugano bleibt in dieser Saison zu Hause weiter sieglos und der FC Luzern ist nun schon seit fünf Spielen ohne einen Vollerfolg.

Zürich - Thun 2:0 (1:0)
8550 Zuschauer. - SR Klossner.

Tore: 41. Sohm (Pa Modou) 1:0. 52. Tosin (Marchesano) 2:0.

Zürich: Brecher; Britto, Bangura, Mirlind Kryeziu, Pa Modou (46. Charabadse); Sohm, Popovic; Tosin, Marchesano, Schönbächler (84. Rüegg); Mahi.

Thun: Hirzel; Glarner, Sutter, Gelmi, Kablan; Stillhart, Roth (57. Fatkic); Salanovic (78. Vasic), Castroman, Hefti (70. Tosetti); Rapp

Bemerkungen: Zürich ohne Winter, Kololli, Omeragic, Hekuran Kryeziu und Ceesay (alle verletzt). Thun ohne Hediger, Karlen, Bigler, Munsy, Ziswiler (alle verletzt), Righetti und Wanner (beide krank). Super-League-Debüt von Tosin und Roth. 23. Rote Karte gegen Castroman (Notbremse). Verwarnungen: 19. Marchesano (Foul). 79. Charabadse (Foul).

Lugano - Luzern 1:1 (1:1)
3112 Zuschauer. - SR San.

Tore: 4. Carlinhos (Daprelà) 1:0. 28. Margiotta 1:1.

Lugano: Baumann; Lavanchy, Kecskes, Maric, Daprelà; Vecsei (69. Lovric), Sabbatini, Custodio, Aratore (62. Dalmonte); Carlinhos, Holender (86. Gerndt).

Luzern: Müller; Kakabadse, Lucas, Knezevic, Sidler; Ndiaye, Schulz, Voca, Schürpf; Margiotta (79. Eleke), Demhasaj (69. Matos).

Bemerkungen: Lugano ohne Covilo, Crnigoj, Rodriguez, Bottani und Sulmoni (alle verletzt). Luzern ohne Schwegler (gesperrt/verletzt), Grether, Ndenge und Arnold (alle verletzt). Verwarnungen: 22. Vecsei (Foul), 36. Sidler (Foul), 71. Kakabadse (Foul), 72. Carlinhos (Unsportlichkeit).

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Erstellt: 22.09.2019, 19:12 Uhr

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