Fussball

Diesmal ist es nur ein «Punkt» für den FCW

Nach zwei klaren Heimsiegen gegen den FC United of Manchester musste der FCW im ersten Auswärtsspiel gegen die englischen Amateure mit einem 1:1 zufrieden sein. Und je ernster man dieses Spiel nimmt, umso weniger ist man mit dem Auftritt der Winterthurer zufrieden.

Unter den FCW-Fans im Broadhurst-Park war die Stimmung schon vor dem Match bestens.

Unter den FCW-Fans im Broadhurst-Park war die Stimmung schon vor dem Match bestens. Bild: Andi Gentsch

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4:1 2014 und 4:2 2016 jeweils auf der Schützenwiese – das waren die Ziffern zu den Siegen des FCW gegen den englischen Romantikerklub FC United of Manchester. Beim ersten Tref­fen spielte der noch in der siebthöchs­ten Klasse Englands, beim zweiten schon in der sechsten. Und dort wirkt er auch jetzt noch. Es kann also nicht an seiner Entwicklung liegen, dass er dem FCW diesmal ein Unentschieden abtrotzen konnte, das auch noch den Leistungen absolut entsprach.

Und das heisst nichts anderes als dies: Der FCW brachte es in diesem Kampfspiel nicht fertig, eine spielerische Überlegenheit zu erkennen zu geben. Dafür passierten ihm einfach zu viele Fehlzuspiele, brachte er so gut wie nie Ruhe und klare Linie in sein Vorhaben. Natürlich, er hätte noch knapp gewonnen, wenn Luca Radice in der 84. Minute mit einem für einmal fulminanten Schuss nicht nur den Pfosten getroffen hätte. Radice war, nach 35 Minuten, auch der Torschütze des FCW gewesen. Es war allerdings ein wesentlich weniger fulminanter Ball – und der hätte den Weg ins Tor auch nicht gefunden, wäre er nicht vom Innenverteidiger Chris Lynch abgelenkt worden. Immerhin, Lynch wurde schon ein paar Minuten später von dieser «Sünde» erlöst: Er war es, der nach einem Freistoss erstaunlich freistehend zum Kopfball kam, präzis und unerreichbar für Raphael Spiegel die weitere Torecke traf.

Nimmt man das dritte Romantikertreffen zwischen Engländern und Winterthurern also zum spielerischen Nennwert (und das doch nur eine Woche vor dem Meisterschaftsstart), dann ist dem FCW kein gutes Zeugnis auszustellen. Das hinderte die etwa 100 FCW-Fans mitten auf der Haupttribüne aber natürlich nicht daran, den Anlass und – nicht zuletzt – sich selber zu feiern. Mitten unter ihnen gar, wie üblich, ein Stadtrat.

Härte bis zur Rudelbildung

Die Engländer durften mit dem ersten Unentschieden gegen den «grossen» Gegner sportlich natürlich weit eher zufrieden sein. Auch sie taten einiges für die Tradition. Sie pflegen beispielsweise ihre Spieler immer mit den Nummern 1 bis 11 aufzustellen, wie in alten Zeiten. Und der englischen Fussballgeschichte angemessen ist dann, dass der Mann mit der Nummer 6 kein (moderner) «Sechser» ist, sondern ein Innenverteidiger. Und die Nummer 4 ein defensiver Mittelfeldspieler. Entsprechend sind, zumal für Innenverteidiger und den Mittelstürmer auch die Staturen. Weil dem FCUM das Spiel aber auch wichtig war, um das Kader für die Anfang August beginnende neue Saison zu verfeinern, stand Spieler-Manager Tom Greaves bis 20 Minuten vor Schluss als Beobachter an der Seitenlinie. Erst dann wechselte er sich ein.

Das war übrigens ein paar Minuten, nachdem der Kampf gar in eine Rudelbildung ausgeartet war. Sead Hajrovic, der FCW-Verteidiger mit Vergangenheit bei Arsenal, empfand es als angezeigt, gegen die Härten der Engländer mal ein Zeichen zu setzen. Er übertrieb allerdings mit der Art seines Fouls etwas, weshalb der Schiedsrichter die Winterthurer aufforderte Hajrovic auszuwechseln…

Seferi – der letzte Neue

Noch vor dem letzten Testspiel war übrigens so gut wie klar geworden, wen der FCW als einstweilen letzten neuen Spieler verpflichtet. Es ist, wie dem Personalstand angemessen, einer für die Offensive: Mit einem Leihvertrag für ein Jahr soll von den Young Boys der Mazedonier Taulant Seferi (21) kommen. Der hat schon neun Einsätze im «Eins» der Berner hinter sich, allerdings nicht in deren Meistersaison. Im vergangenen Frühjahr liehen die Young Boys an den FC Wohlen aus, für den er in 15 Spielen zwei Tore schoss. Es ist vorgesehen, dass Seferi morgen Sonntag den Dienst auf der Schützenwiese antritt, in einem internen Testspiel.

(Der Landbote)

Erstellt: 13.07.2018, 23:37 Uhr

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