Ein Enfant terrible soll GC im Abstiegskampf helfen

Nun ist die versprochene Verstärkung für die Offensive da. Stürmer Caiuby kommt aus der Bundesliga.

Der GC-Neuzugang grüsst: Vom FC Augsburg kommt der dort ausgemusterte Caiuby. <i>(Bild: Stefan Puchner)</i>

Der GC-Neuzugang grüsst: Vom FC Augsburg kommt der dort ausgemusterte Caiuby. (Bild: Stefan Puchner)

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Fünf Siege stehen nach 20 Spieltagen für die Grasshopper zu Buche. Ein Punkt Vorsprung auf Tabellenschlusslicht Xamax. Mit 22 Toren ist die GC-Offensive die mit Abstand schlechteste der Super League. Und anstatt in der Winterpause die Offensive zu verstärken, wurde Nabil Bahoui (3 Saisontore, 2 Assists) aussortiert und Jeffrén (1 Assist) nach Zypern abgegeben. Bisher wurde mit Yoric Ravet nur ein Offensivspieler verpflichtet, der sofort helfen kann – auf einen weiteren erfahrenen Stürmer wartete man auf dem GC-Campus vergebens. Bis jetzt.

Nun ist er da, der Retter des Rekordmeisters – zumindest soll er es werden. Sein Name: Caiuby. Der 30-jährige Brasilianer kommt leihweise bis Saisonende aus der Bundesliga vom FC Augsburg. Nach einer starken Saison 2017/18 mit fünf Toren und acht Vorlagen in 33 Einsätzen, kam der Flügelstürmer in dieser Saison bei Augsburg nicht recht auf Touren – ein Tor und ein Assist in 14 Spielen sind seine eher magere Ausbeute.

In Augsburg suspendiert

Für Caiuby lief es aber nicht nur auf dem Platz nicht wie erhofft. Der Brasilianer wurde beim FCA Ende Januar suspendiert, nachdem er mit 22 (zweiundzwanzig!) Tagen Verspätung aus dem Heimaturlaub zurückgekommen war und sich in Augsburg als erstes nicht im Training sondern in der Disco blicken liess.

Dies waren nicht die ersten Skandale des Brasilianers. Unter anderem ist auch noch eine Anzeige wegen Körperverletzung hängig. Augsburgs Manager Stefan Reuter resümiert: «Wir können das Gesamtverhalten von Caiuby nicht mehr tolerieren.» Und so bekam GC nun die Möglichkeit den Spieler aus der Bundesliga zu verpflichten. Er ist der zweite Winterzugang aus Deutschland: Vom SC Freiburg kam Yoric Ravet zur Rückrunde.

Mit einem Marktwert von rund 5 Millionen Euro ist der Brasilianer – vor Heinz Lindner und Nedim Bajrami – der wertvollste Spieler in den Reihen der Zürcher. Wie viel Kampfgeist Caiuby mit zu GC bringt und ob er die dringend benötigte Verstärkung ist, wird sich zeigen. Am Sonntag könnte er bereits zum Einsatz kommen. Gegner ist Schlusslicht Xamax. Ein Sieg würde GC ein bisschen Luft nach unten geben. Ein Tor von Caiuby würde GC, ihm selbst und GC-Sportchef Matthias Walther gut tun. (tzi)

Erstellt: 14.02.2019, 12:34 Uhr

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