Fussball

Offene Fragen an der Spitze und im Abstiegskampf

Während sich Phönix Seen und Bassersdorf am Wochenende gleich zum Zweitliga-Rückrundenstart einen Spitzenkampf liefern, werden Wiesendangen, Veltheim und Oberwinterthur weiterhin um den Klassenerhalt spielen.

Um Punkte für den Ligaerhalt kämpfen am Sonntag Wiesendangen (vorne Fabian Meli) und Veltheim (Celebi Umutcan).

Um Punkte für den Ligaerhalt kämpfen am Sonntag Wiesendangen (vorne Fabian Meli) und Veltheim (Celebi Umutcan). Bild: Enzo Lopardo

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Der FC Phönix startet als Leader der Zweitliga-Gruppe 2 in die Rückrunde. Lange sah es so aus, als würden die Seemer mit weisser Weste überwintern, jedoch gingen ausgerechnet die letzten beiden Partien verloren. Trotzdem sind sie voller Tatendrang, auch in der zweiten Saisonhälfte eine gewichtige Rolle zu spielen. «Wir müssen alle unsere Kräfte bündeln, um Gas zu geben», blickt Trainer Abramo D’Aversa voraus. Er fordert von seiner Mannschaft eine Steigerung im mentalen Bereich, damit eine gewisse Konstanz entstehen kann. Mit den Neuzugängen Isni Zekiri und Stefan Smiljanic – Letzterer ist aus Slowenien neu in die Schweiz gezogen – «wollen wir eine Schippe drauflegen», so D’Aversa. Die mit Spannung erwartete Affiche zwischen Verfolger Bassersdorf und Tabellenführer Phönix Seen findet gleich am ersten Spieltag statt und könnte wegweisend für den weiteren Verlauf der Saison sein. «Wir wollen optimal vorbereitet in diese Partie gehen und freuen uns darauf.» (tst)

Zuzüge: Isni Zekiri (FC Schaffhausen 2), Stefan Smiljanic (Slowenien).

Abgänge: Sedat Nuhiji (Töss), Raul Sposato (Oberwinterthur).

Bassersdorf lauerthinter dem Leader

Gewinnen die Bassersdorfer am Samstag zu Hause das Spitzenspiel, stossen sie Phönix vom Leaderthron, falls sie sich nicht mehr als vier Strafpunkte mehr einhandeln als die Winterthurer. Transfermässig ist in der Winterpause nichts Entscheidendes passiert. Der wichtigste Wechsel betrifft den Posten des Assistenztrainers. Giuseppe Gatto nimmt eine Auszeit. Zogaj Shpresim, der in Horgen Marcello Stellato assistierte, ersetzt ihn. Trainer Gianni Lavigna umschreibt seine Ziele wie folgt: «Wir wollen an unseren Stärken festhalten und mit unseren Schwächen vorsichtiger umgehen.» (mw)

Zuzüge: David Csanadi, Simon Bühler (beide eigener Nachwuchs), Leandro Teixeira, Loris Da Silva (beide Schwamendingen).

Abgänge: Sandro Santos, Davide Sciullo (beide Bassersdorf 2), Arad Saqipi (Bülach).

Wiesendangen baut aufvorhandenes Personal

Der FC Wiesendangen befindet sich nach der ersten Saisonhälfte auf dem guten 6. Platz, doch die potenziellen Abstiegsränge liegen nicht weit entfernt. Trainer Dogan Isik zeigt sich «grundsätzlich zufrieden mit der Vorrunde», er warnt aber zugleich vor der engen Tabellensituation. Über die Winterpause gab es nur eine Änderung: Dario Quattrocchi wechselt, wie Anfang Saison angekündigt, zum Ligakonkurrenten Brüttisellen-Dietlikon. Zuzüge gab es keine. Wie in den Jahren zuvor durften Junioren die Vorbereitung im Fanionteam mitmachen, diese sollen aber langsam herangeführt werden. Mit demselben Personal soll das Ziel Ligaerhalt so rasch wie möglich gesichert werden. Dieses Unterfangen nehmen die Wiesendanger am Sonntag mit dem Derby gegen Veltheim in Angriff. «Die ersten drei Spiele gegen direkte Konkurrenten sind extrem wichtig», sagt Isik. Ende März will man zudem im Achtelfinal des Regionalcups Schwamendingen bezwingen. (ym)

Zuzüge: keine.

Abgänge: Dario Quattrocchi (Brüttisellen-Dietlikon).

Veltheim hat eine guteVorbereitung hinter sich

Der SC Veltheim überwinterte über dem Strich und wird alles daransetzen, dass dies bis Ende Saison so bleibt. «Wir wollen den Klassenerhalt so schnell wie möglich in trockene Tücher bringen», sagt Trainer Richard Oswald zur Zielsetzung für die Rückrunde. Die Trainingspräsenz während der Vorbereitung war hoch, und seine Spieler hätten ordentlich mitgemacht. Der SCV bestritt gleich neun Testpartien und muss nun in den Pflichtspielmodus wechseln. «Ich bin gespannt, ob uns diese Umstellung gelingt», blickt Oswald voraus. Am Kader wurden nur minime Mutationen vorgenommen. Josué Kita-Silu, Neuzugang mit Erstliga-Erfahrung, soll mehr Stabilität ins Mittelfeld bringen. «Er ist vor allem aufgrund seiner Physis sicher eine Verstärkung für uns», so Oswald. «Ich bin mit der Vorbereitung zufrieden, jedoch ist einzig und allein das erste Spiel entscheidend.» Da tritt der SCV in Wiesendangen an. (tst)

Zuzüge: Josué Kita-Silu (Horgen, Uster).

Abgänge: Philipp Gfeller (2. Mannschaft), Luca Spänni (Rücktritt), Kevin Klossner (Rücktritt).

Oberwinterthur mitdem Rücken zur Wand

Nach einer verkorksten Vorrunde startet der FC Oberwinterthur mit seinem neuen Coach Goran Kirov in die Rückrunde. Während der Vorbereitung konnte sich der Zweitletzte ideal auf die Ernstkämpfe vorbereiten und sich die Ideen des neuen Coachs aneignen, der für gepflegten Fussball steht. Auch wenn die Testspiele jeweils knapp verloren gingen, zeigte sich gemäss Assistenztrainer Sasa Rakic ein Fortschritt im eigenen Spiel, was Hoffnung auf die Ernstkämpfe macht. Trotz der prekären Tabellensituation blieb die Mannschaft mehrheitlich zusammen und verstärkte sich mit jungen Spielern, die sich weiterentwickeln sollen. Obwohl vor allem die Abgänge von Arber Jusufi und Ruan de Matos schwer wiegen werden, möchte Oberi die Flinte längst nicht ins Korn werfen. «Aufgeben ist keine Option», so das Trainerteam. Zudem fügt Rakic an, dass die Partie am Sonntag in Diessenhofen ein Schlüsselspiel sein wird. Wenn die Oberwinterthurer das Wunder schaffen wollen, muss da wohl ein Sieg her. (fam)

Zuzüge: Raul Sposato (Junioren Phönix Seen), Eros Henrique De Araujo Sousa, Besmir Kasami (beide 2. Mannschaft).

Abgänge: Bruce Ess, Jasmin Sipkar (beide Frauenfeld), Arber Jusufi (Eisenbahner), Berat Üzmez (Hegi), Hami Aygün (Wülflingen), Ruan de Matos (Rücktritt).

(Der Landbote)

Erstellt: 15.03.2019, 01:02 Uhr

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