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Am Schluss doch noch eine Enttäuschung

Der FCW spielte wie in Schaffhausen gut. Am Ende aber stand er wieder ohne Punkt und Tor da. Das 1:0 von Neuchâtel Xamax war zwar keineswegs gestohlen, aber aus Sicht des FCW war der ­ Zeitpunkt ärgerlich: Raphaël Nuzzolos Direktabnahme fiel in die 89. Minute.

Nach dem Schlusspfiff schritt Michel Decastel, mit seinen 62 Jahren ein wahrhaft altgedienter Trainer, auf Umberto Romano zu, den Coach des FCW, der einst sein Spieler war, als er vor bald20 Jahren die SR Delémont in die Nationalliga A führte. Und De­castel sagte seinem Schützling: «Wenn ihr so weiterspielt, kommt ihr sicher von hinten weg.» Romano nahm es zur Kenntnis, wie er die gut und wohl auch ehrlich gemeinten Worte seines alten Mentors schon im Frühjahr vernommen hatte, als der ebenfalls mit einem – damals glückhaften – 1:0 von der Schützi heimgefahren war. Das war er auch schon im Herbst 2016, als noch Sven Christ sein Gegner war. Zusammengefasst war das nun schon der sechste Sieg von Xamax gegen den FCW in Folge.Aber Romano weiss natürlich, dass ihm gegnerisches Lob nichts hilft, in einer Situation, in der er mit seiner Mannschaft gar ans Tabellenende abrutschen kann. Wenn der FC Wil heute daheim gegen den FC Schaffhausen nicht verliert, ist es so weit. Romano wäre ein Punkt sehr viel mehr wert gewesen als Decastels warme Worte, und einen Punkt hatte sein FCW in der Tasche, bis sich die individuelle Klasse des Aufstiegsfavoriten aus Neuenburg doch noch in einem, dem entscheidenden, Tor auszahlte. Charles-André Doudin (31) flankte, Raphaël Nuzzolo (34) nahm den Ball auf der Höhe des hinteren Pfostens direkt ab und drosch ihn, gegen den Lauf des Torhüters Matthias Minder, in die weitere Ecke.

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