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Der Abwehrchef – die wichtigste Pendenz

Zwei komplette Elfer-Teams standen auf dem Feld, als Trainer Umberto Romano, sein Partner Dario Zuffi und der neue Konditionstrainer Thomas Breitenmoser die ersten zwei Trainings des FCW anleiteten.

Neue Gesichter auf der Schützenwiese: Jordi Lopez, Kwadwo Duah und Robin Huser (von links).
Neue Gesichter auf der Schützenwiese: Jordi Lopez, Kwadwo Duah und Robin Huser (von links).
Heinz Diener

Zwei Torhüter, Matthias Minder (24) als neue Nummer 1 und Yannick Bünzli (23) als sein neuer Stellvertreter, dazu zweimal zehn Feldspieler – es war also ein professionelles Arbeiten in diesen ersten zwei Trainings des FCW in der Saison 2017/18. Aber es gab natürlich verschiedene Kategorien an Fussballern, die da auf dem Hauptplatz der Schützi standen – vom bisherigen und künftigen Stammspieler über bereits definitiv verpflichtete Neue bis hin zu Testspielern oder Ergänzungen aus der U21 (wie Gianluca Calbucci und Rijad Saliji, aber auch Jan Brechbühl von GC). Erschienen war aber auch Marco Mangold, der einen Kreuzbandriss auskuriert und der, trotz auslaufendem Vertrag, wieder ein Thema werden soll, wenn er wieder fit ist.

Noch ein «Achter»

Vom fixen Kader fehlten zwei: Tiziano Lanza, weil er im Zivilschutz beschäftigt war, und Nicolas Stettler (21), der neue Aussenläufer vom FC Zürich, der nach einem Einsatz in der nationalen U21-Auswahl noch eine Woche Ferien hat. Der Leihvertrag Stettlers ist aber von allen Parteien unterzeichnet. Er ist also definitiv der dritte Neue, nach dem Basler Mittelfeldspieler Robin Huser (19) und dem Berner Offensivmann Kwadwo Duah (20).

Der Blick der FCW-Verantwortlichen wird sich in den nächsten Tagen vor allem auf Jordi Lopez (25) richten, dem Spanier, der im Idealfall zum vordringlich gesuchten Abwehrchef wird. Es ist die wichtigste Pendenz. Die ersten Eindrücke, schon aus den Trainings Ende Mai, sind jedenfalls nicht schlecht. «Noch ein junger Verteidiger» soll hinzukommen, sagt Romano. «Und was wir dann noch brauchen: einen ‘ Achter’.» Der «junge Verteidiger» stand vielleicht schon auf dem Platz, denn es trainiert – wie angekündigt – Albin Sadrijaj (20) aus der U21 des FCZ mit.

Der gesuchte «Achter» soll im Mittelfeld das Pendant zu Karim Gazzetta werden, wie es in den besten Spielen des Frühjahrs Robin Kamber war, der nun wieder in Vaduz spielt. So oder so ists, anders als vor einem Jahr, kein «Umbruch», der das Kader des FCW erfasst. Es verliessen zwar einige den Verein oder mussten ihn verlassen, aber sie stammten vorwiegend aus der zweiten Reihe. Wichtig wird einfach sein, dass einer wie Stettler die rechte Flanke gut besetzt, dass der Spanier Lopez die Hoffnungen in einen Abwehrchef erfüllt (oder dann eine andere gute Lösung gefunden wird). Und im Falle des Offensivmanns Luka Sliskovic, der es in der vergangenen Saison vorwiegend als Joker immerhin auf fünf Tore und vier Assists brachte, ist noch offen, wie es weitergeht: Er hat ein Angebot des FCW und muss sich nun bis Ende Woche entscheiden, ob er es annimmt oder nicht.

Der prominente Zuschauer

Begutachtet wurde die Arbeit des also nicht ganz so neuen FCW am Nachmittag übrigens von einem sehr prominenten ehemaligen Junior: Admir Mehmedi, Bundesligaprofi und Nationalspieler, schaute zu. Er ist Feriengast in seiner Heimatstadt. Am 3. Juli muss er wieder bei Bayer Leverkusen einrücken. «Und am Ende meiner Karriere,» sagte er noch (und nicht zum ersten Mal), «werde ich nochmals hier spielen.» Für den FCW eben.

In die Zeit des nachmittäglichen Trainings fiel auch die Kunde, gegen wen der FCW die Saison beginnt: Es wird, am 22. Juli, einem Samstag, das Heimspiel gegen den FC Wohlen sein. Die FCW-Gemeinde wird sich an neue Termine gewöhnen müssen: Samstagsspiele wie dieses finden nicht mehr um 17.45, sondern um 19 Uhr statt; am Sonntag wird um 16.00 statt 15.00 Uhr gespielt, und zum Fernsehspiel am Montag gibts künftig auch eines am Freitag. Im ersten Meisterschaftsviertel wird der FCW zwar zweimal an einem Montag spielen, daheim gegen Aarau und Servette, nie aber an einem Freitag. hjs

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