Trainingsstart

Der FCW arbeitet wieder

Mit vier Neuen und vier Testspielern begann der FCW am Montag seine Vorbereitung auf die Saison 2019/20. Aber beendet ist die Transferkampagne natürlich noch nicht.

Vier Neue schwitzten im ersten Training mit dem FCW. Einer von ihnen war Nuno Da Silva, eine Leihgabe des FC Thun.
Video: Madeleine Schoder / Martin Steinegger

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Zuerst wurde in der Kabine gesprochen, vom Vizepräsidenten Mike Keller und vom Leiter Sport Oliver Kaiser. Trainer Ralf Loose sagte später, er habe dann gar nicht mehr gross reden müssen. «Wir müssen jetzt einfach beginnen zu arbeiten», fügte er in seiner typischen Diktion bei. Er ist zufrieden, «dass wir nach all den Abgängen rechtzeitig zum Trainingsstart schon mal vier neue Spieler erhielten.» Er wird in den nächsten Tagen auch eine Handvoll Testspieler zu begutachten haben.

Die verletzten Verteidiger

Gestört hat ihn an diesem ersten Arbeitstag in der neuen Saison allerdings, dass zwei Defensivspieler noch immer verletzt sind. Im einen Fall war das zu erwarten: Nachwuchs-Verteidiger Valon Hamdiu wird nach seinem im zweitletzten Spiel in Rapperswil-Jona erlittenen Wadenbeinbruch erst im August wieder bereit sein. Dagegen war man mit der Hoffnung in die Sommerpause gegangen, die Bauchmuskelverletzung, die den routinierten Verteidiger Granit Lekaj seit Mitte April am Spielen hinderte, sei rechtzeitig ausgeheilt. Das ist sie nicht: «Es wird noch zwei, drei Wochen dauern», sagt Lekaj, der sich mit individuellem Lauftraining begnügen musste. Verteidiger-Talent Julian Roth (21) sah derweil von der Ersatzbank aus zu. Im September 2017 hat er zuletzt gespielt, seither warf ihn ein Kreuzbandriss mit langwierigen Folgeproblemen zurück. Er rechne, sagt Kaiser, auch jetzt noch mit rund sechs Wochen, bis sich Roth der Mannschaft wieder annähern könne. Der selbst tönt etwas optimistischer.

Als Neue schwitzten, wie angekündigt, Stürmer Remo Buess (bald 27/zuletzt bei Lausanne), der schnelle Flügelmann Nuno Da Silva (25/Leihgabe des FC Thun), der Rechtsverteidiger Nils von Niederhäusern (23/aus Vaduz) und Martin Liechti (21) mit. Liechti ist ein Mann für die offensive rechte Flanke, ein Genfer, der weitgehend beim FC Basel ausgebildet wurde und in der vergangenen Saison nach Aarau ausgeliehen wurde. In seinem Fall sind noch administrative Details zu regeln.

Spieler erster Wahl gesucht

Zwei Spieler zumindest nominell erster Wahl fürs offensive und fürs zentrale Mittelfeld sind noch zu verpflichten, um sagen zu können, die Transferpläne seien aufgegangen. Das müssten dann schon Spieler sein, die in der Liga einen Namen haben. Aber vielleicht findet sich auch noch die eine oder andere Trouvaille. Gestern standen vier Testspieler auf dem Platz, zwei weitere sollen heute hinzukommen. Aus dem Ausland waren ein Spanier aus der «Segunda B» und drei Israelis angekündigt. Der Spanier fehlte dann gemäss kurzfristiger Abmachung, von den Israelis waren zwei da, kommt der dritte heute. Die beiden von gestern sind Offensivspieler aus der «Liga Leumit», gleichsam der Challenge League Israels. Sie spielen dort für Klubs wie Beitar Tel Aviv Ramla und Hapoel Marmorek. Geläufiger sind da schon diese Namen: Die Grasshoppers, für deren U21 zuletzt der Rechtsverteidiger Marcin Dickenmann (19) spielte; der FC Luzern, für dessen U21 der zentrale Aufbauer Stefan Wolf (21) zuletzt spielte. Beide sind also (noch) Erstliga-Fussballer. Sollte es Dickenmann zu einer Verpflichtung reichen, wäre dieses Detail zu beachten: Er ist für die ersten beiden Pflichtspiele der Saison gesperrt. Denn er wurde in der letzten Minute seines (bisher) letzten Matches für GC vom Platz gestellt.

Ein prominenter Name

Heute wird noch einer erscheinen mit zumindest mal prominentem Nachnamen: Er heisst Juran mit Vornamen Artem. Er ist ein 22-jähriger Rechtsverteidiger und Captain von Zorky Krasnogorsk. Das ist ein Klub aus der Nähe Moskaus, der in der dritthöchsten Liga Russlands auftritt. Und der trainiert wird von Artems Vater Sergej Juran (50), einem Fussballer mit – auch wegen diverser Eskapaden – illustrer Vergangenheit. Juran senior spielte für die Sowjetunion und später Russland, im Ausland beim FC Porto oder Benfica Lissabon, in der Bundesliga für den VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf. Als er für die Fortuna auflief, wurde Sohn Artem in Düsseldorf geboren.

Erstellt: 17.06.2019, 20:59 Uhr

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