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Der grantige Jürgen und der rasende Sergio

Klopp gegen Ramos – auch fast drei Monate nach dem Champions-League-Final herrscht noch dicke Luft.

Damit fing alles an: Sergio Ramos verletzt Mohamed Salah an der Schulter. Video: SRF

Bevor wir anfangen, muss klargestellt werden: Nein, Sie lesen hier keinen alten Wisch, sondern die Fortsetzung einer Geschichte zwischen zwei Männern, die nicht so richtig miteinander auskommen.

Der eine der zwei Männer spielt Fussball, sehr erfolgreich bei Real Madrid. Der andere hat auch mal Fussball gespielt, nicht ganz so erfolgreich bei Mainz 05. Nun bringt er halt anderen Männern in Liverpool bei, wie man Fussball spielt. Die zwei Männer, der rasende Sergio und der grantige Jürgen, geben sich seit einigen Wochen aufs Dach. Die neuste Spitze stammt von Ersterem.

Der rasende Sergio also sagte am Dienstag: «Ich respektiere jede Meinung, aber es ist sehr viel darüber gesprochen worden. Klopp (der grantige Jürgen) wird damit seine Niederlage rechtfertigen wollen – es war ja nicht seine erste in einem Final.» Und weiter: «Einige von uns arbeiten seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau. Ich bin mir nicht sicher, ob er das auch von sich sagen kann.»

Da der Verteidiger sowieso gerade am Austeilen war, hatte er noch etwas für den schönen Cristiano parat, seinen ehemaligen Mitspieler. Dieser sagte nämlich kürzlich, dass er sich bei seinem neuen Verein Juventus wie in einer Familie fühle. Der rasende Sergio dazu: «Hier waren wir immer eine Familie. Ich weiss also nicht, wovon er redet.»

Wie du mir, so ich dir

Item, zurück zu der ursprünglichen Geschichte: Der grantige Jürgen hat in seiner Trainerkarriere so einige Finals bestritten – und fast alle verloren. Der rasende Sergio hat eine ähnlich grosse Menge an Finals – nur hat er sie meist gewonnen. Da ist er stolz drauf. Doch was ist passiert, dass der Spanier das dem Deutschen nun so unter die Nase reiben muss?

Wer denkt, der rasende Sergio würde den grantigen Jürgen grundlos runterputzen, der irrt. Denn der Liverpool-Trainer seinerseits griff den Real-Verteidiger im Juli an. «Ich habe mir es noch einmal angesehen, natürlich. Wenn du es dir ansiehst und du nicht für Real Madrid bist, dann hältst du es für brutal», sagte er. Er sei aber kein schlechter Verlierer, merkte er an.

Um Klarheit zu schaffen, müssen hier zwei neue Protagonisten dieser Geschichte vorgestellt werden. Da ist der schnelle Mohamed, ein Ägypter, der viel rennt und noch mehr Tore schiesst. Und da ist der träumende Loris, ein Deutscher, dessen Aufgabe es eigentlich ist, Bälle zu fangen. Sie beide werden vom grantigen Jürgen trainiert und trafen sich zuletzt im Mai in Kiew mit dem rasenden Sergio.

Fortsetzung folgt

Der rasende Sergio knöpfte sich die beiden, Salah und Karius, im Champions-League-Final vor. Dem träumenden Loris haute er den Ellbogen an den Kopf, was vor allem vom grantigen Jürgen als Grund ausgemacht wurde, warum dieser eben seiner Aufgabe, dem Fangen von Bällen, nicht nachkam. Und als wäre das nicht genug, ringte der rasende Sergio auch noch den schnellen Mohamed zu Boden (Video oben). So fest, dass dieser einige Tränchen verdrückte und den Platz verliess.

Video: Hier kommen sich der rasende Sergio und der träumende Loris in die Quere

Sergio Ramos trifft Loris Karius am Kopf, dieser floppt dann gleich doppelt. Video: SRF

In England waren sie so erbost über das Verhalten des Spaniers, dass ihm, und ganz allein ihm, die Schuld für den verlorenen Final gegeben wurde. Was der rasende Sergio davon hält, lesen sie hier.

Ob der grantige Jürgen zurückschlagen wird? Das erfahren wir sicher bald.

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