Fussball

Der nächste Sieg in letzter Minute

Wie schon gegen Fehervar aus Ungarn gewann der FCW auch den Test gegen den FC Hermannstadt aus Rumänien durch ein Tor in letzter Minute. Diesmal 2:1 durch einen Freistoss Gjelbrim Taipis.

Mit dem Trainingslager in Andalusien konnte FCW-Trainer Ralf Loose zufrieden sein.

Mit dem Trainingslager in Andalusien konnte FCW-Trainer Ralf Loose zufrieden sein. Bild: Enzo Lopardo

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Am Mittwoch reist der FCW von seinem einwöchigen Trainingslager in Andalusien heim. Dann hat er noch ein letztes Testspiel, am Samstag gegen Brühl St. Gallen, ehe es in zehn Tagen in Kriens in die Rückrunde der Meisterschaft geht.

In den Tagen in Spanien hat der Verein zwar einen (wichtigen) Spieler verloren, denn Verteidiger Sead Hajrovic ist vorzeitig abgereist, um sich dem deutschen Drittligisten Viktoria Köln anzuschliessen. Den medizinischen Test dort hat er inzwischen jedenfalls bestanden. Anderseits haben die Winterthurer gleich beide Testspiele gegen osteuropäische Erstligisten gewonnen, weshalb sie von einem durchaus gelungenen Trainingslager sprechen dürfen.

Drei Tore nach Standards

Natürlich wird ein Routinier wie FCW-Trainer Ralf Loose Resultate wie das 1:0 gegen den ungarischen Spitzenklub Mol Fehervar FC und am Dienstag das 2:1 gegen den solide verteidigenden und physisch starken rumänischen Abstiegskandidaten FC Hermannstadt nicht überschätzen. Aber er sagt, es seien doch «zwei Spiele auf Augenhöhe» gewesen, die man «am Schluss auch ein bisschen glücklich gewonnen» habe.

Gegen die Ungarn traf Luca Radice nach einem Eckball in letzter Minute, gegen Hermannstadt schoss Gjelbrim Taipi gleich zwei Tore nach Freistössen aus rund 20 Metern. Den ersten verwertete Taipi nach einer guten Stunde direkt, den zweiten in der 90. Minute im zweiten Anlauf, nachdem der Ball beim ersten abgeprallt war. Alle drei Winterthurer Tore fielen also nach Standardsituationen und nachdem Loose bei Halbzeit jeweils – mit einer Ausnahme – das gesamte Personal ausgetauscht hatte. Zumal gegen Hermannstadt war dann eher die zweite Wahl auf dem Feld, aber das galt eben – in beiden Matches – auch für den Gegner. Folge eines Standards, nämlich eines Eckballs, war auch das 1:1 der Rumänen.

Allzu weitreichende Aufschlüsse sind also nicht angebracht. Positiv ist, dass Captain Davide Callà seine Muskelverletzung im Oberschenkel offensichtlich überstanden hat und zweimal spielen konnte. Positiv ist nicht minder, «dass die Jungs gut mitzogen», wie Looses Wortwahl ist. Und dass «eigentlich alle gesund sind», wie Sportchef Oliver Kaiser beifügt.

Luka Sliskovic fehlte gegen Hermann zwar leicht verletzt, soll aber genauso am Donnerstag das Training wieder aufnehmen wie Innenverteidiger Mario Bühler, der die Matches in Spanien wegen Magen-Darm-Problemen verpasste. Gleich wieder gut eingefügt haben sich die Rückkehrer Remo Arnold und Roberto Alves; zumal menschlich wirkte es, als seien sie nie weg gewesen.

Überlegungen zur Abwehr

Natürlich muss sich das Duo Kaiser/Loose noch überlegen, wie es den Abgang Hajrovics auffängt. Ob es ohne weitere Neuverpflichtung geht, weil die Chefs – hinter dem Duo Granit Lekaj/Bühler – Nachwuchsleuten wie Julian Roth oder Valon Hamdiu vertrauen. Roth gegen Fehervar und Hamdiu gegen Hermannstadt durften als einzige einmal über 90 Minuten gehen.

Es könnte aber auch der als Testspieler zweimal eine Halbzeit eingesetzte Philippe Koch als Alternative gesehen wird. Dritte Variante wäre eine andere Lösung von «aussen». Da werden die nächsten Trainingstage und das Spiel gegen Brühl berücksichtigt. Noch halten sich Kaiser und Loose sehr bedeckt.

Erstellt: 14.01.2020, 20:44 Uhr

FCW – FC Hermannstad t 2:1 (0:0)

Estadio Jose Burgos Quintana, Coin. – Tore: 62. Taipi 1:0. 86. Plazonja 1:1. 90. Taipi 2:1. – FCW, 1. Halbzeit: Spiegel; Hamdiu, Roth, Lekaj, Schättin; Arnold, Doumbia; Callà, Roberto Alves, Nuno Da Silva; Buess. – 2. Halbzeit: Milosavljevic; von Niederhäusern, Koch, Hamdiu, Wild; Saliji, Taipi; Radice, Rama, Bdarney; Mahamid. – Bemerkungen: FCW ohne Isik (fällt nach Schulteroperation aus), Bühler (krank und vorzeitig heimgereist), Sliskovic, Costinha (verletzt), Liechti (nicht eingesetzt) und Hajrovic (für Transfer zu Viktoria Köln vorzeitig abgereist); mit Testspieler Philippe Koch (29/zuletzt St. Gallen). – Nächster Termin. Samstag, 18. Januar, 14.00, Schützenwiese: FCW – SC Brühl St. Gallen.

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