FCW

Die letzte Reise mit Livio Bordoli

Es ist eine lange Reise nach Genf für ein Spiel gegen Servette von sehr beschränktem sportlichem Inhalt. Der FCW unternimmt sie heute, und es ist die letzte mit seinem Tessiner Trainer Livio Bordoli. Die Suche nach dessen Nachfolger ist wohl in der entscheidenden Phase.

FCW-Trainer Livio Bordoli wird weitestgehend die Elf aufstellen, die am letzten Mittwoch den FC Chiasso 2:1 besiegte.

FCW-Trainer Livio Bordoli wird weitestgehend die Elf aufstellen, die am letzten Mittwoch den FC Chiasso 2:1 besiegte. Bild: Johanna Bossart

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Servette und der FCW – beide Vereine sind in dieser Saison weit hinter ihren Zielen zurückgeblieben. Was die Genfer jetzt, vor dem letzten Match der drittletzten Runde, noch werden können: Tabellenzweiter, was auf den ersten Blick nicht schlecht aussieht, bei dem gewaltigen Rückstand von 23 Punkten auf Neuchâtel Xamax aber eine riesige Enttäuschung ist. Zweiter sind die Genfer wenigstens wieder, wenn sie heute gewinnen. Es wäre im 12. Spiel unter dem Trainer Bojan Dimic erst der vierte Sieg (und sogar der erste vor eigenem Publikum!). 13 Punkte aus elf Spielen, die Dimic als Nachfolger Meho Kodros gewann, sind natürlich nicht im entferntesten eine Quote, welche die Vereinsführung veranlassen könnte, ihn als Cheftrainer auf Dauer einzustellen. Die Genfer haben nach dieser Saison genauso viel aufzuräumen wie der FCW.

Platz 8 – das letzte kleine Ziel

Der FCW fährt als Zweitletzter nach Genf mit der Chance, wenigstens den FC Chiasso noch zu überholen. Denn die Tessiner haben nach der Heimniederlage gegen Rapperswil-Jona weiterhin «nur» vier Punkte Vorsprung auf die Winterthurer. Wäre der FCW am Ende Achter, hätte er sich in einer halben Saison unter Bordoli um einen Rang verbessert – auf Kosten der Tessiner. Er hat gestern die sechste und letzte Chance, einen zweiten Match in Folge zu gewinnen – was dann schon die Serie des Jahres wäre! Zuletzt ist der FCW an diesem offensichtlich sehr ambitionierten Ziel vorbeigeschrammt, als er dem fünften Dreier, einem 2:0 gegen den FC Wohlen, eine 0:3-Heimniederlage gegen den FC Wil folgen liess. Und was natürlich auch noch eine höchst bemerkenswerte Serie wäre: Verlieren die Winterthurer heute wenigstens nicht, haben sie vier Spiele hintereinander nicht verloren – Saisonrekord wäre auch das …

Bordoli wird heute weitestgehend die Elf aufstellen, die am vergangenen Mittwoch den FC Chiasso 2:1 besiegte. Die Ausnahme: Jung-Innenverteidiger Gabriel Isik hat gestern seine Vereinspflicht erfüllt, als er mit der U21 gegen den FC Kosova 2:2 spielte und einen wichtigen Punkt gewann. Also geht für ihn heute der ehemalige Servette-Spieler Ousmane Doumbia aus dem Mittelfeld ins Abwehrzentrum zurück, den freien Platz im Mittelfeld erhält Kreso Ljubicic, der gegen Chiasso gesperrt war.

Der Gast aus Dortmund

Den Match gegen die Tessiner hat übrigens auf der Tribüne einer gesehen, den kaum einer erkannt haben dürfte, der aber das Profil hätte, Bordolis Nachfolger zu werden, als FCW-Trainer auf dessen nächste Auswärtsreise zu gehen: Ralf Loose, 55 Jahre alt (wie Bordoli), aus Dortmund, ehemaliger Bundesligaspieler des BVB und hierzulande mal Trainer in St. Gallen, in der Nachbarschaft jahrelang Nationalcoach Liechtensteins.

Die Schützenwiese übrigens verliess Loose am vergangenen Mittwoch ein paar Minuten vor Schluss. So wie es prominente Trainer oder Spielbeobachter halt so machen.

Erstellt: 13.05.2018, 22:49 Uhr

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