FCW

Die Offensive justieren

Sechs Wochen Zeit nimmt sich der FCW, die Saison 2018/19 vorzubereiten – die so ganz anders werden soll, ja muss als die vergangene. Zum ersten Training unter Ralf Loose standen 23 Mann auf dem Platz, zwei mehr als erwartet.

Ein Neuer, drei Rückkehrer: Raphael Spiegel, Sead Hajrovic, Granit Lekaj und Davide Callà (von links).

Ein Neuer, drei Rückkehrer: Raphael Spiegel, Sead Hajrovic, Granit Lekaj und Davide Callà (von links). Bild: Heinz Diener

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Einer war Jordi Lopez, der spanische Verteidiger, mit dem der FCW für die neue Saison nicht mehr plant – denn auch der spanische Verteidiger zog die Option für eine weitere Saison nicht. Aber er darf natürlich, gemäss gültigem Vertrag, bis Ende Monat mittrainieren. Der andere war ein 19-jähriger Österreich-Kameruner namens Randy Montie, als Stürmer in der Akademie von Red Bull Salzburg ausgebildet, zuletzt im «Zwei» von 1860 München in der (fünftklassigen) Bayernliga Süd.Montie war damit einer von vier Jung-Fussballern des Jahrgangs 1999, die sich dieser Tage zum Test auf der Schützenwiese vorstellen. Die drei andern waren angekündigt gewesen: Nicolas Eberle und Ajet Sejdija aus der U21 des FC St. Gallen und Danilo Maenza aus der U19 des Bundesligisten SC Freiburg. Sie haben nun mal bis Ende Woche Zeit, sich zu empfehlen. Gestern war vor allem ein ziemlich ausführliches internes Testspiel erste Gelegenheit dazu.

Drei Rückkehrer und der neue Torhüter

Zu sehen waren da auch die drei Rückkehrer und der neue Torhüter. Rückkehrer ist Davide Callà (im Herbst 34), der vor 16 Jahren aus der U18 des FCW nach Frauenfeld und dann weiter bis nach Basel gewandert war; er wird in sechs Wochen also sein erstes Ligaspiel fürs «Eins» des FCW machen. Rückkehrer sind auch Granit Lekaj (28) und Sead Hajrovic (25), gedacht als neues Duo erster Wahl im Abwehrzentrum. Lekaj spielte immerhin ein paar Mal für den FCW in der Challenge League, ehe er sieben Jahre Stammkraft in Wil und Schaffhausen war; Hajrovic war von 2014 bis 2016 «gesetzter» Innenverteidiger auf der Schützenwiese, genauso lang spielte er dann in Wohlen. Und der neue Torhüter ist Raphael Spiegel (25), den mit Hajrovic eines verbindet: Beide sind U17-Weltmeister 2009 in Nigeria. Hajrovic spielte damals regelmässig, Spiegel war die Nummer 2 hinter Benjamin Siegrist.

Nicht mit der Mannschaft trainieren konnte Tobias Schättin, dessen Abstecher zum FC Zürich schneller endete als er sich vorgestellt hatte. Von ihm heisst es, er sei in einer Woche wieder fit, ins Mannschaftstraining einzusteigen. Viel gesprochen wurde an diesem ersten Tag nicht, weder vom Trainer noch von Oliver Kaiser, dem Leiter Sport. Der fasste hinterher so zusammen, was er vor der Mannschaft gesagt habe: «Die Meisterschaft beginnt schon heute.» Das soll deutlich machen, wie ernst es dem FCW vom ersten Tag an sein soll, die völlig verpatzte vergangene Saison zu korrigieren.

Romanos neuer Job

Zeichen für die negative Entwicklung ist ja auch dies: Von 2004 bis 2014 hatte der FCW zwei Trainer, je fünf Jahre lang Matthias Walther und Boro Kuzmanovic. Seither waren Jürgen Seeberger (anderthalb Jahre), Sven Christ und Umberto Romano (je ein Jahr) sowie Livio Bordoli (ein halbes Jahr) nur kurz im Amt, zu Beginn des fünften Jahres ist Ralf Loose also schon der fünfte Trainer auf der Schützenwiese. «Als erstes Mal wieder am Mittelfeld andocken», hat er formuliert, als er vor ein paar Wochen seinen Vertrag unterschrieb. Jetzt geht es zuerst darum, sein Kader noch zu justieren – und das vor allem in der Offensive. Zu ersetzen ist immerhin der mit Abstand beste Skorer der beiden letzten Jahre, Silvio.

Looses letzter Vorgänger, Livio Bordoli, sitzt derweil im Tessin und bereitet sich dort auf seine neue Aufgabe als Technischer Leiter des Kantonalverbandes vor. Umberto Romano, Bordolis Vorgänger auf der Schützenwiese, hat auch wieder einen neuen Job. Er soll in Lausanne Assistent des neuen Cheftrainers Giorgio Contini werden, Winterthurer auch er. (Der Landbote)

Erstellt: 11.06.2018, 21:32 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.