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Dominique Blanc ist der neue SFV-Präsident

Nach zehn Jahren tritt Peter Gilliéron als Präsident des Schweizer Fussballverbandes ab. Die Delegierten haben seinen Nachfolger bestimmt.

«Evolution statt Revolution»: So lautet das Motto des neu gewählten SFV-Präsidenten Dominique Blanc. (Video: sda)

Die 101 Delegierten haben gewählt: Dominique Blanc ist der Nachfolger von Peter Gilliéron und wird neuer Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV). Der 69-jährige Kandidat der Amateure setzte sich im zweiten Wahlgang gegen Kurt Zuppinger durch. Der Entscheid war deutlich. Blanc erhielt 69 von 100 gültigen Stimmen. Zuppinger, portiert von der 1. Liga, kam auf 31 Stimmen.

Im ersten Wahlgang war mit Jean-François Collet der Kandidat der Swiss Football League (SFL) mit 29 Stimmen ausgeschieden. Er lag damit eine Stimme hinter Kurt Zuppinger. Blanc hatte bereits im ersten Durchgang am meisten Unterstützung erhalten (42). Er profitierte von der Kraft der Amateure im Drei-Kammern-System des SFV. Sie bilden mit 47 Delegierten die stärkste Gruppe. Die 1. Liga (26 Stimmen) und die Swiss Football League (28 Vertreter) sind deutlich kleiner.

Entscheidend im zweiten Wahlgang war gleichwohl das Stimmverhalten der Swiss Football League. Die Vertreter der 28 Proficlubs haben sich nach dem Out von Collet offensichtlich fast ausnahmslos hinter Blanc gestellt. Einziger Abweichler könnte Christian Constantin gewesen sein. Der Präsident des FC Sion hatte sich vor der Wahl dafür ausgesprochen, im Sinne der Rotation den Kandidaten der 1. Liga zu wählen. Tatsächlich hatte früher einmal das ungeschriebene Gesetz gegolten, dass die drei Kammern im Turnus den Verbands-Präsidenten stellen. Die Regel wurde allerdings 2001 gebrochen. Und sie erhält auch jetzt keine neue Gültigkeit.

Einst als Schiedsrichter eingestiegen

Als aktueller Präsident der Amateur-Abteilung des SFV kommt Blanc als einziger Kandidat direkt aus dem Tagesgeschäft. Der Waadtländer aus Lausanne gründete in seiner beruflichen Laufbahn mehrere Bauunternehmen, die alle noch bestehen. Im Fussball war er zuerst als Schiedsrichter tätig. Später leitete er die Schiedsrichterkommission im Waadtländer Verband. In diesem wurde er 2000 in den Zentralvorstand und 2007 als Präsident gewählt. Zum Präsidenten der Amateur-Liga brachte es Blanc 2015.

Er verschrieb sich nach eigenen Worten dem Fussball, weil dieses Spiel unpolitisch sei und es im Fussball keinen Platz für Diskriminierung gebe. Dies seien zugleich die Gründe, wieso er nie in die Politik gegangen sei.

Im zweiten Wahlgang mit 69 von 100 gültigen Stimmen gewählt: Dominique Blanc wird von den Delegierten des Schweizerischen Fussballverbandes als Nachfolger von Präsident Peter Gilliéron bestimmt.
Im zweiten Wahlgang mit 69 von 100 gültigen Stimmen gewählt: Dominique Blanc wird von den Delegierten des Schweizerischen Fussballverbandes als Nachfolger von Präsident Peter Gilliéron bestimmt.
Peter Schneider, Keystone
Der Waadtländer nimmt nach seiner Wahl die ersten Gratulationen entgegen.
Der Waadtländer nimmt nach seiner Wahl die ersten Gratulationen entgegen.
Peter Schneider, Keystone
Als dritter Aspirant setzte sich schliesslich jener mit der grössten Hausmacht durch: Dominique Blanc ist der Mann der Amateur-Liga (47 Stimmen). Das Motto des 69-Jährigen: «Evolution statt ­Revolution.» Der Romand, ein ehemaliger Schiedsrichter und seit 25 Jahren in verschiedenen Fussballgremien tätig, sieht den Verband in einem guten Zustand und darum keinen Grund, alles über den Haufen zu werfen.
Als dritter Aspirant setzte sich schliesslich jener mit der grössten Hausmacht durch: Dominique Blanc ist der Mann der Amateur-Liga (47 Stimmen). Das Motto des 69-Jährigen: «Evolution statt ­Revolution.» Der Romand, ein ehemaliger Schiedsrichter und seit 25 Jahren in verschiedenen Fussballgremien tätig, sieht den Verband in einem guten Zustand und darum keinen Grund, alles über den Haufen zu werfen.
Laurent Gillieron, Keystone
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(SDA)

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