FCW

Ein ganz schwacher Abgang

Es war das letzte Spiel einer völlig missratenen Saison, und es bestätigte diesen Eindruck noch einmal: Der FCW bot vor allem eine ganz schwache erste Halbzeit. Er geriet 0:3 in Rückstand und hatte keine Chance auf einen Punktgewinn. Die Schaffhauser aber sicherten sich mit diesem 3:1 Platz 2.

Denis Markaj (links) erzielte das einzige Tor des FCW.

Denis Markaj (links) erzielte das einzige Tor des FCW. Bild: Madeleine Schoder

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Es war Livio Bordolis letztes Spiel als FCW-Trainer. Sein Nachfolger Ralf Loose sass auf der Tribüne. Bordoli überraschte, als er bei letzter Gelegenheit erstmals mit einer Fünferabwehr agierte. Der Grund: Der eigentlich für einen Einsatz vorgesehene defensive Mittelfeldspieler Tiziano Lanza war kurzfristig nicht spielbereit. Aber wie sich dann die drei Innenverteidiger Gabriel Isik, Guillaume Katz und Jordi Lopez zwischen den Aussenläufern Denis Markaj und Kofi Schulz kollektiv taktisch und individuell spielerisch gebärdeten, ebnete den Schaffhausern den einfachen Weg zu einem sicheren Sieg. Obwohl die auf ihren – angeschlagenen – Topskorer Tunahan Cicek verzichten mussten.

Sessolo Doppeltorschütze

Gute Offensivspieler wie Helios Sessolo und Miguel Castroman reichten, den Unterschied geradezu locker sichtbar zu machen. Sessolo war zweimal der Torschütze und einmal der entscheidende Vorbereiter. Da war den Winterthurern ein schwacher Trost, dass ihr einziges Tor speziell schön war. Es war, in seinem 30. Ligaspiel für den FCW, Denis Markajs erstes. Ein Zuspiel Silvios nutzte er zu einem fulminanten Schuss in die weitere hohe Ecke.

Sonst aber gabs kaum positiv Erwähnenswertes. Die Schaffhauser waren in ihrem Spiel nach vorne eindeutig direkter und in der Defensive eindeutig weniger fehlerhaft. Das 3:1 war jedenfalls keineswegs zu hoch. Mancher Winterthurer schloss seine Saison mit einer schwachen Vorstellung ab, vor allem Isik, Lopez oder Ousmane Doumbia. Und gewiss auch Schulz als linker Aussenläufer, der sich jedenfalls nicht für einen neuen Vertrag empfahl. Für Silvio galt das weniger. Er bereitete immerhin das Tor vor. Aber natürlich wars grundsätzlich auch von ihm zu wenig. Genau genommen: Nach einem solchen Auftritt hätte eigentlich keiner einen neuen Vertrag verdient …

Der Fan-Aussetzer auf dem Heimweg

Oliver Kaiser, der Leiter Sport, und sein neuer Trainer haben in den nächsten Tagen einiges zu bereden. Als nächstes dürfte bekannt werden, dass Raphael Spiegel der neue Torhüter sein wird. Vorgesehen ist, dass Assistenztrainer Dario Zuffi und Goalietrainer Paolo Cesari auch unter dem neuen Chef im Amt bleiben.

Und was auch noch war: Über 500 FCW-Fans drängten sich in den Gästesektor und unterstützten ihre Mannschaft auch an diesem schwachen Tag unaufhörlich, ungeachtet des begreiflichen Ärgers über das wieder mal ungenügende Catering im Schaffhauser Park. Auf dem Heimweg allerdings leisteten sie sich den Aussetzer, den Extrazug ausgangs des Bahnhofs Schaffhausen mit der Notbremse zu stoppen. Und mit ihm andere.

Erstellt: 21.05.2018, 22:49 Uhr

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