Fussball

Ein Sieg und eine offene Frage

Mit einem zweiten Sieg, einem 1:0 gegen Concordia Chiajna aus Rumäniens Liga 1, beendete der FCW sein Trainingscamp an der Costa del Sol. Es wird als Erfolg gewertet. Jetzt folgen noch zwei Auftritte daheim, zuerst am Donnerstag gegen den estnischen Spitzenklub Flora Tallinn.

Alles in allem zufrieden war Ralf Loose mit seiner Mannschaft und den Bedingungen in Spanien.

Alles in allem zufrieden war Ralf Loose mit seiner Mannschaft und den Bedingungen in Spanien. Bild: Heinz Diener

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Gegen den Karlsruher SC hatte der FCW nach schlechter Startviertelstunde 1:3 verloren, Chinas U-25-Auswahl dann 2:1 geschlagen. Und am Tag vor der Heimreise liess er gegen den 13. der Liga 1 Rumäniens, Concordia Chiajna, ein 1:0 folgen. Obwohl – beispielsweise ohne Davide Callà und Luca Radice – mit einer sehr jungen Mannschaft angetreten, wehrten sich die Winterthurer gegen die teilweise sehr hart spielenden Rumänen so, dass am Ende doch ein knapper Sieg herausschaute. Luka Sliskovic und Gabriel Isik mussten schon bei Halbzeit angeschlagen ausgewechselt werden, später auch noch Remo Arnold. Rijad Saliji, einer der Jungen, erzielte in der 84. Minute mit einem bemerkenswerten Weitschuss das entscheidende Tor.

Gestern Sonntagnachmittag war die Winterthurer Delegation zurück – zufrieden mit der Arbeit, die sie zwischen Malaga und Gibraltar hatte leisten können. Denn die Bedingungen – Unterkunft, Plätze, Wetter – waren gut. «Die ganze Organisation war gut», sagt Trainer Ralf Loose, auch jene der Spiele mit stets vier Schiedsrichtern. Loose lobte auch, «dass die Jungs Spass hatten – auch neben dem Platz.» Oliver Kaiser, der Leiter Sport, fasste es so zusammen: «Es hat alles gepasst.» Vielleicht hätte man sich wünschen können, die Chinesen und die Rumänen wären etwas stärkere Gegner gewesen. Zum Team um Kaiser gehörte übrigens für ein paar Tage auch Roland Gnägi, der künftig im Vorstand des FCW mitarbeiten wird. Er war einst Nationalliga-Schiedsrichter und Präsident des FC Gossau.

Fragezeichen Doumbia

Loose war jedenfalls zufrieden, wie sein Team grundsätzlich aufgetreten war. Er gab allen etwa gleich viel Einsatzzeit – mit Ausnahmen allerdings, weil es Sead Hajrovic an den Adduktoren zwickte, Enrique Wild in seiner Aufbauarbeit noch keine Mannschaftstrainings erlaubt waren und das Duo Liridon Mulaj/Ousmane Doumbia aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig für die ganze Woche ausgefallen war. Neuerwerbung Mulaj wird nach seinen Magen-Darm-Problemen ab morgen wieder mittrainieren, im Falle Doumbias soll heute medizinisch abschliessend ermittelt werden, wie lange er noch ausfällt.

Zu sehen war, «dass die Jungen mitspielen können», wie es Kaiser formulierte. Beispielsweise auch die Nachwuchs-Verteidiger Marin Cavar und Valon Hamdiu. Eine gute Woche hatte Tobias Schättin, der als Linksverteidiger erste Wahl war, weil Wild nicht spielen konnte. Und auf der rechten Seite lieferte Nicolas Stettler gute Hinweise, zumindest wieder eine Alternative werden zu können. Von den Neuen wird Eris Abedini schon im ersten Match spielen, denn Remo Arnold, der eine Stammsechser, ist gesperrt. Und womöglich fällt ja auch Doumbia, der andere, aus. Abedinis Anlagen sind unbestritten, an der Physis wird er noch arbeiten müssen.

Noch keine Antwort zu Gele

Das grösste Fragezeichen vor der Abreise war der Fitnessstand des Stürmers Jordan Gele – und er ist es auch danach. «Wir haben noch keine Antwort», sagt Kaiser. Gele, der seit Anfang September wegen einer Knieoperation nicht mehr spielte und dessen Vertrag Ende Jahr eigentlich auslief, konnte in den ersten Tagen in Spanien wegen Problemen mit einer Ferse nicht mit der Mannschaft trainieren und dann plagten ihn Magen-Darm-Probleme. Also ist weiterhin «offen, wie wir entscheiden», sagt Kaiser. Kann der FCW dem Franzosen, der mit seiner physischen Präsenz bei gutem Fitnessstand ein Gewinn sein könnte, nicht «guten Gewissens» einen Vertrag geben, muss der Verein seine Suche nach einer Alternative intensivieren. Die «Augen sind immer offen», hat Kaiser ja gesagt. Klar sei, fügt er bei, «machen wir personell noch etwas, dann im Sturm.»

Bis zum Rückrundenstart in zwei Wochen gegen den FC Rapperswil-Jona spielt der FCW noch zweimal auf der Schützenwiese, am Donnerstag gegen den estnischen Spitzenklub Flora Tallinn, am Sonntag gegen YF Juventus aus der Promotion League. Und Dario Zuffi, Looses Assistent, hat sich am Samstagnachmittag nach dem Schlusspfiff in Sotogrande auch noch mit dem neuen Trainer des Gegners unterhalten. Denn Adrian Falub stand 1996/97 neben Zuffi, damals Linksverteidiger, in der Abwehr des FC Basel. Jetzt soll Falub die «Vulturii», die Adler, aus Chiajnai bei Bukarest vor dem Abstieg bewahren.

Erstellt: 20.01.2019, 21:13 Uhr

Testsspiel

FC Winterthur – Concordia Chiajna 1:0 (0:0)
Sotogrande. – Tor: 84. Saliji 1:0. – FCW: Milosavljevic; Markaj, Isik (46. Cavar), Lekaj, Schmid (85. Schättin); Arnold (70. Hamdiu), Abedini; Saliji, Roberto Alves (70. Radice), Sutter; Sliskovic (46. Gazzetta). – Bemerkungen: FCW ohne Doumbia, Mulaj (aus gesundheitlichen Gründen nicht im Trainingslager), Gele (im Aufbau) und Spiegel (nicht im Aufgebot des Tages); Hajrovic schonungshalber auf der Bank; Callà, Radice, Gazzetta und Seferi Ersatz. – Nächster Termin. Donnerstag, 24. Januar: FCW – Flora Tallinn, 15.00, Schützenwiese.

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