FCW

Einer will kommen, einer gehen

Der FCW verlor den Final des Freiämter Cups in Muri gegen den FC Aarau im Elfmeterschiessen. Klar ist danach die Tendenz, dass der Spanier Jordi Lopez sein Abwehrchef werden soll. Und unklar ist die Zukunft des bisherigen Topskorers Silvio.

Will zu Wil:  Silvio, der Topskorer des FCW in der letzten Saison.

Will zu Wil: Silvio, der Topskorer des FCW in der letzten Saison.

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Der Winterthurer Trainer Umberto Romano war insgesamt zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft an diesen zwei Tagen im Freiamt, nach zwei Spielen am Ende einer kräfteraubenden Woche. Gewiss, die erste Halbzeit des Halbfinals gegen den in die 2. Liga interregional abgestiegenen Gastgeber FC Muri war mässig, manche werden sich gar gedacht haben, sie sei sehr mässig. Aber nachher sei doch schon, wie Ro-mano feststellte, «fliessender gespielt worden.» Es waren nun zehn andere Feldspieler auf dem Platz als vorher, und Manuel Sutter schoss die Tore zum 2:0-Sieg des Favoriten.

Stettler – schon das erste Tor

Ein Match anderen Zuschnitts – nicht zuletzt wegen der gehobeneren Qualität des Gegners aus Aarau – war dann am späteren Sonntagnachmittag der Final. Die Aargauer gingen in Führung, sie hatten kurz nach der Halbzeit die Chance zum 2:0. Aber dann scheiterte ihre Neuerwerbung Léo Itaperuna aus Sion mit einem Foulpenalty an Torhüter Matthias Minder. Und kurz danach traf der rechte Aussenläufer Nicolas Stettler, der an diesem Wochenende erstmals für den FCW auftrat, zum 1:1. Es war ein sehr clever erzieltes Tor.

Nach 90 Minuten konnte sich Minder wieder als Elfmetertöter bewähren, doch diesmal gelang es ihm nicht. Die ersten vier Aarauer, die anliefen, trafen allesamt, einen fünften brauchten sie nicht. Denn der dritte FCW-Schütze, Tiziano Lanza, schoss den Ball übers Tor, der vierte,Luka Sliskovic, scheiterte am 18-jährigen Nachwuchs-Nationalgoalie Lars Hunn. Der durfteanstelle der Nummer 1, Steven Deana, spielen.

Lopez erhält ein Angebot

Natürlich konnten die Winterthurer diese Niederlage verschmerzen. Für sie standen ohnehin einzelne Personalien im Vordergrund. Vor allem die Frage, wer als künftiger Abwehrchef gesehen wird – der Spanier Jordi Lopez, der schon im Mai zwei Tage mitarbeitete und nun seit dem Trainingsstart dabei ist. Oder doch der Serbe Nemanja Lakic-Pesic (26), der am Donnerstag eingeflogen war. Das Urteil überraschte wenig: Die Thematik Lakic-Pesic hat sich erledigt, obwohl er nicht schlecht spielte. Es erhält der 25-jährige Lopez ein Angebot; er machte in seinen Tagen in Winterthur in jeder Beziehung einen guten Eindruck und liess auch deutlich erkennen, wie gerne er kommen würde. Doch die (finanziellen) Zahlen dazu sind noch nicht geklärt.

Zu einem komplizierteren Fall werden könnte jener des Brasilianers Silvio (32), der mit seinen 16 Ligatoren bester Skorer seines ersten Jahres beim FCW war. Der Verein zog auch die Option auf eine Verlängerung des Vertrags, in dieser Beziehung ist die Sache eigentlich klar. Aber Silvio lässt nun erkennen, lieber zum FC Wil zu wechseln, für den er vor ein paar Jahren schon rund drei Saisons spielte und der ihm offensichtlich ein langfristiges Angebot unterbreitete. Romano nahm Silvio deshalb gestern nicht ins Aufgebot. Der Trainer möchte ihn natürlich behalten, aber auch, dass die Sache möglichst schnell geklärt wird.

Sonst ist noch zu sagen: Der Armenier Artem Simonjan kehrt nach knapp zwei Trainingswochen auf der Schützenwiese heute zum FCZ zurück. Karim Gazzetta schied nach einem Schlag aufs Bein am Samstag noch in der ersten Halbzeit aus, soll aber bis Ende Woche wieder fit sein.

Erstellt: 03.07.2017, 10:40 Uhr

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