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Es wird immer enger in der Abstiegszone

Mit dem 3:1-Heimsieg über die SV Schaffhausen 2 entfernt sich der SC Veltheim von der Zweitliga-Abstiegszone. Dort aber wird es immer enger.

Klar das Nachsehen hatte der Zweitliga-Absteiger FC Töss bei seiner 0:6-Niederlage in Stäfa.
Klar das Nachsehen hatte der Zweitliga-Absteiger FC Töss bei seiner 0:6-Niederlage in Stäfa.
Michael Trost

Nach dem schwachen Auftritt vor einer Woche in Wiesendangen war vom SC Veltheim im Kampf um den Klassenerhalt eine Reaktion gefordert. Im Heimspiel gegen die SV Schaffhausen war er sogleich darum bemüht. «Anders als gegen Wiesendangen haben wir von Anfang an das Zepter in die Hand genommen und uns nicht versteckt», meinte SCV-Captain Raffael Gemperli nach dem 3:1-Sieg und fügte an, dass es eine «super Teamleistung» gewesen sei. Jeder sei für jeden gelaufen und habe gekämpft.

Der solidarische und gut geordnete Auftritt sowie das frühe Pressing Veltheims bereitete den Gästen Mühe im Spielaufbau. Nach einer Viertelstunde erzielte Xeno Fresneda das 1:0. Veltheim startete sehr konzentriert in die zweite Halbzeit und hätte innert fünf Minuten auf 2:0 erhöhen müssen. Weil die Einheimischen jedoch am Unvermögen beziehungsweise am Torhüter scheiterten, blieb es bei der knappen Führung. Die Schaffhauser tauchten ein paarmal ansatzweise gefährlich vor dem Tor auf. Der eingewechselte Roger Banhegyi konnte mit einem Doppelpack (73. und 75.) aber die Führung ausbauen. Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken wurde der Gastgeber etwas nachlässiger und kassierte das 3:1. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr, womit der SCV in der Tabelle mit den Schaffhausern gleichzog und nun bereits sechs Punkte Reserve auf einen Abstiegsplatz aufweist.

Veltheim: Zingg; Huwiler, Gemperli, Z. Fresneda; Sutilovic (66. Bajrami), L. Spänni; Buchmann, P. Spänni, X. Fresneda; Michienzi (88. Gfeller), Tapia (62. Banhegyi).

Töss kassiert halbes Dutzend

Keine Chance hatte der FC Töss in Stäfa. Die Winterthurer, die als Absteiger feststehen, bezogen eine 0:6-Niederlage gegen eine Mannschaft, die noch auf jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt angewiesen ist. Zu Beginn widerspiegelte sich diese Zielsetzung allerdings nicht. Die Mannschaften neutralisierten sich und es war offensichtlich, dass sie mit wenig Selbstvertrauen in die Partie gegangen waren. Bis zur 25. Minute begegneten die Tössemer ihrem Gegner auf Augenhöhe, ehe Stäfa die Führung erzielte. Danach hatten die Hausherren leicht mehr vom Spiel und nutzten noch vor dem Pausenpfiff eine Penaltychance zum 2:0.

«Dass wir danach so einbrechen, ist natürlich unnötig und enttäuschend», meinte Töss-Trainer Remo Todesco. Tatsächlich zeigte Töss nach dem Seitenwechsel einen ähnlichen Auftritt wie schon vor einer Woche. Die Mannschaft zeigte sich in ihrer Gesamtheit nicht zweitligareif, war spielerisch und konditionell überfordert und kassierte vier weitere Gegentore.

Durch Stäfas Sieg und den 4:1-Erfolg von Bülach über das mit­gefährdete Küsnacht sind die Mannschaften im Abstiegsbereich näher gerückt. Knapp über dem Strich liegt der am Wochenende spielfreie FC Wiesendangen.

Töss: Baumgartner; Gallina, Asani, Ivanovic, Huber; P. Grob (46. Tanner), Pereira (65. Nitershan), B. Sutter, Ukaj; Aliji (65. Türkmen), Selimi.

Phönix trifft das Tor nicht

Eine unnötige 2:3-Niederlage musste der FC Phönix Seen in Regensdorf hinnehmen. Hätten die Winterthurer nur die Hälfte ihrer Chancen genutzt, wäre die Partie nach der ersten Hälfte bereits entschieden gewesen. «Es war Wahnsinn. Dass wir ein solches Spiel noch aus der Hand geben und am Ende ohne Punkte dastehen, darf einfach nicht passieren», zeigte sich Phönix-Trainer Abramo D’Aversa fassungslos.

Dabei hatte die Partie aus Sicht der Gäste optimal begonnen. Sie gingen bereits nach einer Viertelstunde durch Malek Hadjadi in Führung. Danach hatten sie alles im Griff und spielten Regensdorf an die Wand, liessen allerdings auch etliche hochkarätige Chancen ungenutzt. Das rächte sich in der zweiten Hälfte. Regensdorf egalisierte nach 53 Minuten und schöpfte Mut. Trotz Phönix’ erneuter Führung durch Hadjadi gaben die Gastgeber nicht auf und erzielten mit der Effizienz, die Phönix so sehr vermissen liess, zwei weitere Treffer. In den abschliessenden 20 Minuten versuchten die Gäste alles, drückten aufs Tor und wollten mit allen Mitteln einen weiteren Treffer erzwingen – ohne Erfolg. «Die Mannschaft hat wirklich enorm Gas gegeben. Mein einziger Vorwurf: Wir müssen einfach diese Tore machen», betonte D’Aversa.

Phönix Seen: Arlotta; Cirillo, Petronijevic (73. Cecco), Dobler, Galasso (81. Murati); Nuhiji, Malis, Aydin, Petrovic; Hadjadi (78. U. Yildiz), M. Yildiz.

Unverhoffte Aufstiegschancen?

Der Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) hat bei der Amateurliga einen Antrag gestellt, dass Ende Saison drei statt der üblichen zwei Teams aus seinem Gebiet in die interregionale 2. Liga aufsteigen können. Dies, weil sich der FC Seefeld als Absteiger aus der 1. Liga in die regionale 2. Liga zurückziehen möchte – und daraus den FVRZ-Vereinen kein Nachteil entstehen dürfe, wie der Verband in einem Infomail an alle Zweitligisten schreibt. Noch ist offen, ob der Antrag durchkommt. Gemäss FVRZ soll der beste Zweitplatzierte der beiden Zweitligagruppen aufsteigen können. Derzeit ist dies der FC Phönix Seen (42 Punkte), der seine Lage als Tabellenzweiter der Gruppe 2 mit der 2:3-Niederlage in Regensdorf nicht gerade verbessert hat. Drei Punkte dahinter liegt Bassersdorf. In der Gruppe 1 liegen Oerlikon/Polizei und Srbija Zürich gleichauf mit je 41 Punkten auf den Rängen 2 und 3.pew

Bezüglich möglicher Aufstiegschancen gebe es «zu vieles, was wir nicht in unseren eigenen Händen haben», erklärte Bassersdorfs Trainer Marco Tanner. «Also können wir nur eines tun: Spiel für Spiel unseren Job erledigen und eine gute Leistung abrufen.» Das gelang seinen Bassersdorfern mit dem 2:0-Sieg in Greifensee sehr gut. «Nachdem Christoph Stähli in der 5. Minute einen Handspenalty abgewehrt hatte, waren wir über 85 Minuten die bessere Mannschaft», berichtete Tanner. Schon in der ersten Hälfte habe sich sein Team gute Chancen herausgespielt, ohne sie zu nutzen. Die Tore zum Sieg schossen Stefan Keller und Severino Zambelli in der 72. und 76. Minute.

Bassersdorf: Stähli; Barbey, Meier, Baumgartner; Russheim; G. Zambelli, Keller (91. Keller), Copat; S. Zambelli; Tinner (89. Braunsch­weiler), Kumbuesa (83. Schmid).

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