Fussball 1. Liga

FC Seuzach mit eigenen Mitteln geschlagen

Ein effizientes Kosova lässt dem FC Seuzach im letzten Spiel des Jahres keine Chance und gewinnt auf dem Rolli dank einer starken ersten Halbzeit 5:2 (4:0).

Vergebens bemüht haben sich die Seuzacher (Patrick Widmer, beobachtet von Daniel Tavares) im letzten Spiel des Jahres.

Vergebens bemüht haben sich die Seuzacher (Patrick Widmer, beobachtet von Daniel Tavares) im letzten Spiel des Jahres. Bild: Urs Kindhauser

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Erstaunlich oft hat der FC Seuzach mit seinem schmalen Kader trotz wesentlicher Absenzen gepunktet oder gar gewonnen. Doch am Samstag wirkten sich die fehlenden Automatismen dann doch entscheidend aus. Nach einer ersten Halbzeit, in der bei Seuzach rein gar nichts, bei Kosova aber alles perfekt zusammen passte, stand es 4:0 für die Stadtzürcher. Es hätte schon viel passieren müssen, damit sich danach am Ausgang des Spiels noch etwas geändert hätte. Das tat es aber nicht.

Gegentore im Doppelpack

Noch ehe Seuzach ins Spiel fand, lag es durch ein Tor Rexhep Thaqis (7.) 0:1 zurück. Als es dem Heimteam etwas besser zu laufen schien, erhöhte Kosova mit einem Doppelschlag in der 25. und 26. Minute auf 3:0. Alimir Murati, einer von mehreren ehemaligen FCW-Spielern im Team des ehemaligen FCW-Trainers Jürgen Seeberger, und Ernes Paden waren die Torschützen. Und als hätte das den Seuzachern noch nicht gereicht, erzielte Thaqi mit seinem zweiten Tor des Tages noch vor der Pause das 4:0.

Auf dem durch den Dauerregen schnellen, aber gut bespielbaren Rasen liess Kosova den Ball sehr gut laufen und schloss seine Angriffe konsequent ab. «Sie machten aus fünf Chancen vier Tore», stellte Seuzachs Trainer Markus Wanner fest. «Mit seiner Laufbereitschaft hat uns Kosova sozusagen mit unseren eigenen Tugenden geschlagen.» Was er auch sah und kritisierte: Die Spieler Kosovas waren bei der Wahl des Schuhwerks klüger als seine eigenen Leute und damit standfester. Für ein Heimteam ist das natürlich ärgerlich.

Zu viele Fehlpässe

Bei Seuzach blieb lange Zeit fast jeder Angriff hängen. Kurze Pässe waren viel zu oft zu ungenau, lange eine sichere Beute der routinierten Kosova Abwehr vor Torhüter Christian Leite, der nie geprüft wurde. Kosova nutzte die Fehler der Seuzacher rigoros aus. Immerhin: Nach der Pause steigerte sich das Heimteam. «Wir liessen uns nicht hängen und können wenigstens sagen, dass wir mit einer gewonnenen zweiten Halbzeit in die Winterpause gehen», meinte Wanner. Marc Müller mit einem herrlichen Weitschuss und Nico Weibel mit einem wuchtigen Kopfball verschönerten das Resultat. Dieses wäre noch besser gewesen, hätte nicht ein weiterer ziemlich unnötiger Fehlpass an der Mittellinie zum 1:5 durch Paden geführt.

«Fussballerisch waren wir heute nicht gut, dazu fehlte uns auch die Luft», fasste Wanner zusammen. «Wir haben uns viel vorgenommen, doch die Gegentore zum 0:2 und zum 0:3 waren schon Nackenschläge.»

Insgesamt aber ist Seuzachs Trainer mit dem Herbst zufrieden. «Wir haben 17 Punkte auf dem Konto, das ist mehr als vor einem Jahr. Und wir wissen ja: Im Frühjahr sind wir immer stärker als im Herbst, weil wir uns im Januar besser vorbereiten können als im Sommer.» Fürs neue Jahr hofft er auch, sein Kader mit dem einen oder anderen Wechsel noch verstärken und verbreitern zu können. (Der Landbote)

Erstellt: 12.11.2017, 18:15 Uhr

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