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Ein blitzsauberer Auftritt

Lausanne-Sport mag seine Aufstiegsfeier im Kopf gehabt haben, der FCW aber konzentrierte sich auf den Fussball. Er siegte auch in der Höhe gerechtfertigt 4:1.

Christian Fassnacht, zweifacher Torschütze für den FCW.
Christian Fassnacht, zweifacher Torschütze für den FCW.
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Der «Druckabfall» sei schon nicht zu übersehen, seit seine Mannschaft den Aufstieg geschafft habe. Das hat Lausannes Trainer Fabio Celestin schon beim 0:1 gegen den FC Schaffhausen und beim 1:3 in Neuenburg festgestellt – und jetzt wieder, als der FCW kam und die Aufstiegsfeier der Waadtländer mit einem 4:1 störte. Aber er könne, fügte Celestini bei, seinen Spielern keinen Vorwurf machen, «die vorher 30 Matches um ihr Leben gerannt» seien. Dennoch, verlieren wollten die Lausanner vor über 5500 Zuschauern nicht. Das war nicht zu übersehen. Sie haben auch besser gespielt als manche Mannschaft, gegen die der FCW in diesem Frühjahr nicht gewonnen hat. Aber an diesem frühsommerlichen Samstagabend fanden sich die Winterthurer zu einer Leistung, die beispielsweise nicht zu vergleichen war mit dem belanglosen Auftritt zwei Wochen zuvor in Wil, als sie 0:2 verloren. Auf der Pontaise kämpfte der FCW wesentlich engagierter als ehedem auf dem Wiler Bergholz. Er spielte auch gut. Man ist geneigt zu sagen: so gut wie noch nie in diesen ersten Monaten unter Trainer Sven Christ. Zuerst die Konter... Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, defensiv gut, offensiv ausreichend effizient – und sehr wohl auch attraktiv. Die Tore waren nämlich durchgehend sauber herausgespielt. Auf dem Weg zum 1:0 nach einer knappen Viertelstunde brauchte der FCW nur zwei Züge, um das gesamte Feld zu durchmessen – von Dennis Iapichino über Christian Fassnacht zu Tunahan Cicek, der den Ball nach kurzem Dribbling mit gediegenem Schlenzer in die weitere Torecke sandte. Das 2:0 war von vergleichbarem Zuschnitt, als Fassnacht nach einem Zuspiel Gianluca D'Angelos mit dem Ball am Fuss so weit Richtung Tor lief, bis er die Zeit gekommen sah für einen präzisen, wenn auch nicht wirklich unhaltbaren 22-m-Flachschuss. Nach diesem zweiten Tor kurz nach der Pause wolllte Celestini reagieren: Innert kürzester Zeit wechselte er dreimal, um seine Offensive – zumindest nominell – zu verstärken. Fortan griff Lausanne praktisch in einem 4-2-4 an. Aber es vergingen keine zwei Minuten zwischen den Wechseln Nummer 2 und 3 und dem Tor Nummer 3 des FCW: Cicek nutzte den Raum zu einem Zuspiel auf Marco Trachsel, der erstmals seit Oktober wieder in der Startelf stand. Trachsel setzte sich gegen zwei Gegner durch, schien dann aber schon gescheitert – und lenkte den Ball dann doch noch am überraschten Goalie Thomas Castella vorbei ins Tor, im Fallen und aus spitzestem Winkel.

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