Fussball

FCW: «Nur» ein Kreuzbandriss

Nach dem Match gegen den VfB fällt Innenverteidiger Marin Cavar (20) monatelang aus. Am Freitag testet der FCW gegen den SC Brühl aus der Promotion League.

Fällt mit einem Kreuzbandriss länger aus: Marin Cavar (rechts)

Fällt mit einem Kreuzbandriss länger aus: Marin Cavar (rechts) Bild: Madeleine Schoder

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Nur» ein Kreuzband gerissen und zwei leichtere Verletzungen – die Folgen des sportlich mit dem 3:1-Sieg und der guten Leistung eigentlich erfreulichen Testspiels des FCW gegen den VfB Stuttgart sind zwar schwerwiegend, aber nicht ganz so arg wie befürchtet. Der Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie betrifft den Nachwuchs-Innenverteidiger Marin Cavar, der sich bei einem Zusammenstoss mit dem Stuttgarter David Grözinger nach einer Stunde verletzte und vom Platz getragen werden musste. Der 20-Jährige, der nach einer ersten Halbzeit im Abwehrzentrum eine zweite im defensiven Mittelfeld getestet werden sollte, fällt vorderhand einmal für die ganze Vorrunde der neuen Saison aus. Er war gestern, vor der genauen Untersuchung, als einziger auch nicht dabei, als die offiziellen Mannschaftsfotos geschossen wurden.

Nicht bestätigt haben sich dagegen die ersten Befürchtungen, auch Luca Radice habe einen Kreuzbandriss erlitten. Der Routinier war schon kurz vor der Pause ausgefallen, nachdem er – ohne gegnerische Einwirkung – auf den Ball getreten war. In seinem Fall handelt es sich um ein Knöchenodem im linken Knie. Wie lange er pausieren muss, lässt sich genau noch nicht terminieren. Allzu lange soll es in seinem Fall aber nicht dauern.

Noch zwei Innenverteidiger

Das gilt auch für den jungen Linksverteidiger Enrique Wild, der knapp zehn Minuten vor Schluss als vierter Winterthurer vom Platz humpelte. Bei ihm wurde gestern eine Subluxation eines Mittelfussknochens im linken Fuss diagnostiziert. Der dritte Winterthurer, der den Platz nicht mehr spielfähig verlassen hatte, gab ja schon gleich nach dem Schlusspfiff Entwarnung. Ousmane Doumbia ging eine Viertelstunde vor Schluss nur deshalb ab, weil ihn Krämpfe plagten.

Ein langfristiger Ausfall des schon wieder sehr formstarken Doumbia hätte den FCW besonders hart getroffen. Aber auch das Fehlen Cavars wird er spüren, denn nun hat Trainer Ralf Loose nur noch zwei Innenverteidiger im engeren Kader, Sead Hajrovic und Gabriel Isik. Granit Lekaj ist ja erst dabei, sich von einer Schambeinentzündung zu befreien; mit Valon Hamdius Rückkehr ist erst im August zu rechnen; und Julian Roth, der wegen Knieproblemen seit bald zwei Jahren fehlt, ist weiterhin im Aufbau. Es dürfte also zuerst mal Etnik Nezaj (20) ins Kader aufrücken. Der U21-Verteidiger trainierte schon am Dienstag erstmals mit dem «Ein».

Der letzte Test

Immerhin trifft es sich nach Wilds Ausfall gut, dass Tobias Schättin, der Linksverteidiger erster Wahl, nach muskulären Problemen im Oberschenkel heute zurückkehrt. Er kann den letzten Vorbereitungsmatch des FCW vor dem Meisterschaftsstart gegen den FC Aarau in einer Woche spielen. Zu Gast ist auf der Schützenwiese St. Gallens Nummer 2, der SC Brühl aus der Promotion League. Schättin übrigens wäre im Notfall auch eine Alternative als linker Mann im Abwehrzentrum, aber natürlich nur, wenn er fit ist und auch Wild (oder allenfalls Radice) als Aussenverteidiger verfügbar sind.

Für die St. Galler spielt neuerdings auch Patrick Sutter (20), der im Frühjahr als Leihgabe des FC St. Gallen einen Anlauf beim FCW machte, es aber nicht über Trainings mit dem «Eins» und (gute) Spiele mit der U21 hinausbrachte. Von früheren FCW-Fussballern ist übrigens noch dies zu berichten: Verteidiger Denis Markaj (28), dem Ende vergangener Saison das Angebot des FCW für einen neuen Vertrag zu bescheiden war, wurde von Absteiger FC Rapperswil-Jona am Mittwoch im Match gegen Sporting Lissabon geprüft. «Rappi» gewann übrigens 2:1, auch dank eines Tores von Jordan Gele, dem französischen Stürmer, der vor einem Jahr ein Gastspiel beim FCW gab und jetzt ein Rapperswiler ist. Goalie war Christian Leite, ehedem eine gefeierte Nummer 1 auf der Schützi, mittlerweile fast 34-jährig und Ende vergangener Saison vom FC Köniz verabschiedet. Leite überzeugte die Rapperswiler Oberen offensichtlich, auf jeden Fall gaben sie ihm gestern einen Vertrag für ein Jahr. Der Brasilianer spielte schon 2016/17 auf dem Grünfeld.

Erstellt: 11.07.2019, 21:20 Uhr

Testspiel

FCW - Brühl St. Gallen. Schützenwiese, Freitag, 19 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles