FCW

Gegen YF Juventus – mit zwei Israelis?

Der FCW ist daran interessiert, die beiden israelischen Offensivspieler Muhammad «Mido» Badarna und Anas Mahamid zu verpflichten. Gar sicher ist schon, dass er im Cup Mitte August auf YF Juventus trifft.

Torgefährliche Israelis: Anas Mahamid beim Kopfball, beobachtet von seinem Landsmann 
Muhammad «Mido» Badarna.

Torgefährliche Israelis: Anas Mahamid beim Kopfball, beobachtet von seinem Landsmann Muhammad «Mido» Badarna. Bild: Urs Kindhauser

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Muhammad, genannt Mido, Badarna (knapp 24) und Anas Mahamid (21) fliegen am Samstag nach zwei Trainingswochen und zwei Testspielen mit dem FCW zurück nach Tel Aviv, in die Heimat. Aber geht es nach den beiden und geht es auch nach dem FCW, kehren sie bald zurück – nicht mehr als Testspieler, sondern als vertraglich gebundene Fussballer. Noch ist von Oliver Kaiser, dem Leiter Sport des FCW, nichts Verbindliches zu vernehmen. Aber klar ist: Die beiden haben in Trainings wie Spielen den Eindruck erweckt, für die Winterthurer Offensive ein Gewinn zu sein. Mahamid als Sturmspitze, Badarna als Mann dahinter. Deshalb besteht, das sagt auch Kaiser, «Interesse an den beiden», nicht nur an einem. Und es ist offensichtlich, dass die beiden gerne zum FCW kämen. Allein, es sind noch Verhandlungen zu führen. Noch sind Fragen abzuklären. Denn es handelt sich bei ihnen ja nicht um Fussballer, die hierzulande ausgebildet wurden oder aus einem EU- oder Efta-Land stammen.

Erinnerung an Ohayon

Gespielt haben beide in der vergangenen Saison in der Liga Leumit, gleichsam der Challenge League Israels. Mahamid belegte mit Beitar Tel Aviv Ramla einen Mittelfeldplatz, Badarna allerdings stieg mit Hapoel Ikhsal ab. Die beiden wären übrigens nicht die ersten Israelis, die für den FCW spielen. Der erste war Moshe Ohayon, der ab Sommer 2006 anderthalb Jahre erfolgreich auf der Schützenwiese spielte und in 50 Pflichtspielen immerhin 13 Tore schoss. Als FCW-Spieler brachte er es in die israelische Nationalmannschaft, für die er dann zwölfmal spielte, auch gegen die Schweiz. In den späteren Jahren seiner Karriere, in der Saison 2015/16, wirkte er für Hapoel Tel Aviv in Israels oberster Liga ein paar Matches an der Seite des Teenagers Anas Mahamid … Heute übrigens ist Ohayon mit 36 Jahren Assistenztrainer beim FC Ashdod, seinem Stammklub.

Mahamid brachte es übrigens nicht nur früh, allerdings nicht auf Dauer, in die oberste Liga Israels, er spielte von der U16 bis zur U19 in allen Auswahlteams. Mit der U19 trat er auch in der EM-Ausscheidung gegen die Schweiz an.

FCW-Sportchef Kaiser ist in den nächsten Tagen also damit beschäftigt, seine Offensive mit den Israelis zu ergänzen. Danach könnte man sagen, sie sei komplett, im Kader sei «nur» noch eine Lücke im zentralen, defensiven Mittelfeld zu stopfen. Nicht gerade als erste Wahl, aber als Ergänzung auf der «Sechs» ist weiterhin Noha Sylvestre ein Kandidat. Der 21-jährige Romand, neuerdings bei Neuchâtel Xamax unter Vertrag, aber seit Dienstag auf der Schützenwiese, soll auch in den nächsten Tagen mit dem FCW trainieren und – am Dienstag gegen eine Auswahl arbeitsloser Profis – spielen. Sylvestre hat nach zwei Kreuzbandrissen einen Rückstand wettzumachen. Aber er liess erkennen, dass es ihm beim FCW auf jeden Fall passt.

Cup-Hauptprobe am Samstag

Das übernächste Testspiel des FCW übrigens findet am kommenden Samstag auf dem Juchhof beim Bahnhof Zürich-Altstetten statt. Der Gegner heisst YF Juventus und spielt in der Promotion League. Er hat sich nach einer schwierigen Saison, die auch zu einem Trainerwechsel führte, erst am zweitletzten Spieltag gerettet. Und im letzten Pflichtspiel der Saison hat er sich mit einem Sieg im Elfmeterschiessen in Bern gegen den FC Breitenrain für die 1. Hauptrunde des Cups qualifiziert. Der Lohn dafür: Das Testspiel gegen den FCW am Samstag wird gleichsam zu einer Cup-Hauptprobe, denn Mitte August treffen sich die beiden Klubs in der 1. Hauptrunde. Das ergab die Auslosung gestern Abend im Haus des Fussballs in Muri bei Bern.

Damit können gewiss beide Vereine gut leben. Für YF Juventus spielen ja gleich drei Winterthurer und langjährige FCW-Junioren: Nico Zuffi (27), einer der Söhne von FCW-Assistentrainer und -Denkmal Dario Zuffi, Tiziano Lanza (24) und Ramon Cecchini. Lanza wechselte erst vor einem Jahr auf den Juchhof, Cecchini vor zwei Jahren, Zuffi schon 2014. Cecchini ist einer des bekannten FCW-Jahrgangs 1990 (wie der nachmalige Captain Patrik Schuler oder der nachmalige Internationale Luca Zuffi), der 2006 in einem Final gegen den FCZ U16-Cupsieger wurde. Trainiert wird YF Juventus seit ein paar Monaten von Stefan Goll.

Erstellt: 28.06.2019, 20:49 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!