Fussball 2. Liga interregional

Grosser Kampf reicht Seuzach nicht

Der stark ersatzgeschwächte FC Seuzach schied in der 1. Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup 2020/21 mit einer 0:1-Niederlage in Freienbach aus.

Pascal Dietz (links) war einer der Vorkämpfer des FC Seuzach.

Pascal Dietz (links) war einer der Vorkämpfer des FC Seuzach. Bild: Urs Kindhauser

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ein grosses Thema beim FC Seuzach waren die, welche nicht da waren: Trainer Stéphane Lüthi musste im letzten Wettberwerbsspiel des Jahres auf eine ganze Reihe von Stammspielern verzichten. Zum Beispiel sämtliche Innenverteidiger, Mittelfeldregissseur Swen Kradolfer oder massgebliche Offensivkräfte wie Gabriel Auer oder Patrick Widmer, um nur ein paar namentlich zu erwähnen. Dafür konnten sich in der 1. Cup-Qualifikationsrunde der 2. Liga interregional auf dem Chrummen in Freienbach Spieler zeigen, die bislang noch nicht viel Einsatzzeit auf diesem Niveau hatten.

Bis das zusammenpasste, dauerte es 45 Minuten. Oder anders gesagt: Seuzach war in der ersten Halbzeit von der ersten Minute an überfordert. Freienbach, Tabellenfünfter der Gruppe 5 mit aufsteigender Formkurve, erspielte sich in regelmässigen Abständen Grosschancen. Mal wehrte sie Seuzachs Goalie Werner Popp hervorragend ab, mal wurde das Tor nicht getroffen, mal stand den Schwyzern die eigene Nonchalance im Weg.

Der herausgeholte Foulpenalty

Dass sie bei Halbzeit wenigstens 1:0 führten, verdankten sie einer weniger zwingenden Aktion. Seuzachs Fabian Schalcher berührte den ausgefuchsten Freienbach-Stürmer Almir Murati im Strafraum leicht, der tauchte sofort und der Schiedsrichter gab den Penalty, Captain Mattia Desole verwandelte ihn. Der mittlerweile 34-jährige Murati hat eine Tournee mit zahlreichen Klubwechseln hinter sich. Eine der ersten Stationen war in den frühen Nullerjahren der FC Winterthur.

So leicht Freienbach vor der Pause zu Chancen gekommen war, so schwer wurde es danach. Das lag an den Seuzachern, die deutlich mehr liefen und nun um jeden Meter, um jeden Ball hart kämpften. Leader in dieser Beziehung waren Innenverteidiger Dominic Müller und Mittelfeldspieler Pascal Dietz. Das spielstarke Freienbach verzeichnete noch einen Lattenschuss aus der Distanz und die eine oder andere Kontermöglichkeit in der Schlussphase, sonst aber unterband Seuzach fast alles. Nur: Mit den vielen Balleroberungen wusste man zu wenig anzufangen. Es gab zuviel Hast, zuviele Fehlpässe, zuviele Missverständnisse. Für Freienbach wurde es nur einmal richtig gefährlich: Nach einer Stunde spielten sich Nour Dekhili und Burak Erdal durch, doch Erdal vergab die grosse Ausgleichschance.

Trotz grossen Einsatzes reichte es Seuzach nicht, an Freienbach in der Schlussphase noch ernsthaft zu rütteln. Aber man kann festhalten: Die weitgehend junge Garde hat ihr Potenzial in einem Ernstkampf zumindest angedeutet.

Erstellt: 09.11.2019, 19:45 Uhr

Schweizer Cup, Qualifikation 2. Liga interregional

Freienbach – Seuzach 1:0 (1:0). – Tor: 27. Desole (Foulpenalty) 1:0. – Seuzach: Popp; Berisha (46. Sposato), Schiendorfer, Müller, Schalcher; Hasani; Erdal, Dietz, Celebi (76. Lötscher), Dekhili; Türkmen.

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Paid Post

Die Erfolgsgeschichte hinter den bunten Recycling-Säcken

Recycling-Abos gehören in Trendzeiten der Nachhaltigkeit und sozialen Bewusstseins für viele Schweizerinnen und Schweizer zum Alltag. Wer steckt dahinter?