FC Seuzach

Mal eine ruhige Saison haben

In der zweiten Saison nach dem Abstieg in die 2. Liga interregional will Seuzach den Turnaround schaffen. Hin zu mehr Erfolg.

Seuzach will wieder in die Gegenrichtung steuern: Swen Kradolfer (rechts) im Spiel gegen Uster.

Seuzach will wieder in die Gegenrichtung steuern: Swen Kradolfer (rechts) im Spiel gegen Uster. Bild: Urs Kindhauser

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Rang 9 – das ist die Prognose des traditionsreichen Kreuzlinger Fan- und Fussballkultur-Portals Hafetschutter.ch für den FC Seuzach in der bevorstehenden Saison. Das ist besser als der 11. Platz, den die Seuzacher letzte Saison belegten, und es ist kein Abstiegsrang, nachdem sie vor etwas mehr als einem Jahr aus der 1. Liga relegiert und vor ein paar Monaten fast noch einmal eine Liga weiter gereicht worden sind. Aber Rang 9 ist weniger, als man sich in Seuzach erhofft. Trainer Stéphane Lüthi formuliert die Ziele so: «Wir wollen erst einmal gut starten, im vorderen Mittelfeld mithalten und den Anschluss an die Spitzenteams möglichst lange halten.» Das bedeutet auch: Nach zwei Saisons in Abstiegsgefahr möchten die Seuzacher auch einfach mal ruhig arbeiten können.

Gemeinsam etwas leisten

In der Vorbereitung war das der Fall. Zwar fehlten wegen der Ferien wie überall immer wieder Spieler, aber Lüthi konnte das durchziehen, was er wollte. Angesichts der relativ knappen Vorbereitungszeit gabs seit dem Saisonende nur eine Woche lang einen vollständigen Unterbruch des Trainings. Andererseits standen nicht weniger als sechs Testspiele auf dem Programm. «Ich sehe Testspiele vor allem als gute Trainings», erklärt Lüthi. «Vor allem wollte ich unsere neuen Spieler anschauen. Dieser Zweck wurde erfüllt.» Über die üblichen taktischen und konditionellen Inhalte hinaus setzte Lüthi vor allem zwei Schwerpunkte: «Nach der schwierigen letzten Saison musste die Freude am Fussball zurückkommen. Wir wollten auch eine gewisse Harmonie finden, gemeinsam etwas zu leisten, gewinnen zu wollen. In dieser Beziehung haben wir gut gearbeitet.»

Zusammenhalt, Teamgeist: In dieser Hinsicht scheint es bei Seuzach zu stimmen. Nur so ist zu erklären, dass es auch nach der zweiten schwierigen Spielzeit nur wenige Abgänge gab. Nach dem letzten Saisonspiel auf dem Rolli wurden Amel Kijametovic und Felix Gröbli verabschiedet, wobei Kijametovic verletzungsbedingt überhaupt kein Faktor mehr war und Gröbli aus beruflichen Gründen in der Rückrunde nur noch wenig Spielzeit hatte. Nicht zur Verfügung stehen wird vorderhand auch Kevin Honegger. Er unternimmt nach seinem Lehrabschluss eine Reise in die USA. Wie lange das dauert, ist noch offen.

Aber das ist auch schon alles punkto Abgänge. Lüthi glaubt, sie gut kompensiert zu haben. Im Mittelfeld kommt Dominik Schiendorfer dazu, der Bruder von Cyril, der bereits bei «Seuzi» spielt. Er wechselt vom FC Uster und ist gleichzeitig als Assistenztrainer vorgesehen. Dominik Schiendorfer ersetze Kijametovic, erklärt Lüthi. Denn ein Mann wie Kijametovic habe im Mittelfeld gefehlt. Der zweite wesentliche Zuzug ist Stürmer Sven Düring aus Bazenheid. Wie Schiendorfer ist auch der 26-jährige Düring ein gestandener Spieler für die 2. Liga interregional.

Das Kader verbreitert

Für alle anderen Zugänge gilt das nicht. Sie sind 20 Jahre alt oder noch jünger. Das sagt zwei Dinge aus. Zum einen hat Seuzach seinen Plan umgesetzt, das Kader zu verbreitern. Der Konkurrenzkampf wird, wie von Lüthi gewünscht, gefördert. Zum anderen: «Wir wollen auch ein Ausbildungsclub sein», betont der Trainer. Das ist in dem Sinne neu, dass der FC Seuzach auch eine Durchgangsstation sein kann für Spieler auf dem Weg in höhere Ligen, die dem Team etwas nützen, solange sie da sind. Deshalb wurde auch das Angebot an Trainings erhöht.

Auch wenn die Zuzüge diesmal allesamt von auswärts kommen, will Seuzach weiterhin clubinterne Nachwuchsförderung betreiben. Ein Bekenntnis dazu ist die neue Aufgabe des bisherigen Assistenztrainers Giuseppe Bruzzese, der das Reserveteam in der 3. Liga übernommen hat. Da soll die Zusammenarbeit noch enger werden als bisher. Nicht mehr dabei ist mit Christian Badertscher ein zweiter Trainerassistent. Er ist zum FCW zurückgekehrt und hat dort die U-14 übernommen.

Start erst am Dienstag

Insgesamt sieht es danach aus, als sei Seuzach gut genug aufgestellt, um sich in der 2. Liga interregional zu konsolidieren. Wie das konkret aussieht, wird sich erst am Dienstag zeigen. Denn im Gegensatz zum Rest der 2. Liga interregional startet Seuzach erst dann in die neue Saison. Mit einem Heimspiel gegen Uzwil.

Erstellt: 08.08.2019, 21:58 Uhr

FC Seuzach 2019/20

Tor: Davide Migliaccio (97), Werner Popp (82)

Verteidigung: Cedric Ullmann (95), Besart Berisha (00), Mirco Di Nucci (98), Fabian Schalcher (89), Daniel Tavares (93), David Lötscher (97), Christopher Süsstrunk (94), Marc Vögeli (97), Antonio Montalbano (98), Nico Weibel (94)

Mittelfeld: Arbnor Hasani (02), Cyril Schiendorfer (87), Pascal Dietz (00), Swen Kradolfer (93), Azarel Banao (02), Jasko Sipkar (00), Dominik Schiendorfer (90), Dominik Kuhn (93), Alex Lamanna (02), Nouri Dekhili (00), Umut Celebi (98), Dominik Müller (97)

Sturm: Caner Türkmen (00), Gabriel Auer (96), Sven Düring (92), Noah Kumbuesa (97), Patrick Widmer (90), Erdal Burak (99), Raul Sposato (02)

Abgänge: Felix Gröbli und Amel Kijametovic (Rücktritt), Kevin Honegger (Ausland)

Zuzüge: Arbnor Hasani (FCW U-18), Jasko Sipkar (Frauenfeld), Sven Düring (Bazenheid), Dominik Schiendorfer (Uster), Alex Lamanna (FCW U-18), Antonio Montalbano (Wil U-20), Umut Celebi (Veltheim), Erdal Burak (Frauenfeld/FCW), Raul Sposato (Oberwinterthur/FCW)

Staff: Stéphane Lüthi (Cheftrainer). Dominik Schiendorfer, José Kägi (Assistenztrainer), Christian Egli (Torhütertrainer), Dominique Gonzenbach, Annina Haas Wismer (Physio), Thomas Wismer (Teammanager)

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