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«Mourinhos Entlassung wird Teil meiner Geschichte bleiben»

Xherdan Shaqiri spricht über die Folgen seiner Tore gegen ManUnited: Er wurde als Legende gefeiert – und als «Schuldiger» bezeichnet.

Shaqiris Doppelpack gegen Manchester United. Video: NBC, BeiN

Es war sein ganz grosser Abend. Unerwartet. Denn als Helden der Partie Liverpool gegen Manchester United waren andere vorgesehen. Mohamed Salah beispielsweise. Oder Sadio Mané. Vielleicht der zuletzt viel kritisierte ManUnited-Stürmer Romelu Lukaku. Oder sein Teamkollege Jesse Lingard. Nun, es wurde Xherdan Shaqiri. Und das, obwohl er erst ab der 70. Minute spielen durfte.

Doch die Einwechslung des Schweizers entschied die Partie. Er entschied die Partie. Mit einem Tor in der 73. Minute und einem weiteren in der 80. Minute – wenn auch mit etwas Glück: Beide Schüsse wurden von Gegenspielern abgelenkt.

Hochverdient gewann Liverpool dank den Saisontreffern vier und fünf Shaqiris das Prestigeduell 3:1. «Die Rückmeldungen waren überwältigend», erzählt der 27-Jährige dem «Guardian». An der vereinsinternen Weihnachtsfeier sei er einer der meistgefragten Spieler gewesen: «Alle sagen zu mir: Danke, danke. Du bist jetzt eine Legende! Das war schön zu hören.»

«Einige schrieben: Das ist deine Schuld!»

Auch aus seinem Umfeld habe er viele Nachrichten erhalten. «Zuerst wegen des Spiels und dann nach der Entlassung von Mourinho», so Shaqiri weiter. Und: «Einige schrieben: Das ist deine Schuld! Aber so ist der Fussball halt manchmal.» Dass der portugiesische Startrainer nur wegen ihm gehen musste, glaubt der Linksfuss allerdings nicht: «Es gab andere Gründe, aber es bedeutet trotzdem, dass das Spiel jetzt ein Teil der Geschichte ist. Und es wird immer Teil meiner Geschichte bleiben.» Klar, dass er diese Partie nie vergessen wird.

Shaqiri ist also momentan die grosse Nummer beim englischen Tabellenführer. Ein perfekter Zeitpunkt, um mal nebenbei Ambitionen anzumelden: «Jeder Spieler ist unglücklich, wenn er auf die Bank muss, das ist normal.» Unzufrieden sei er mit seiner Situation aber nicht. In dieser Saison kommt Shaqiri bisher auf 13 Einsätze in der Liga, einen im Ligacup und drei in der Champions League.

Reiseverbot nach Belgrad die richtige Entscheidung

Apropos Champions League. Es hätten locker auch vier Spiele sein können, in denen er zum Einsatz kam. Doch Trainer Jürgen Klopp verzichtete darauf, den Offensivspieler mit auf die Dienstreise nach Belgrad zu nehmen. «Er wollte, dass die Konzentration auf das Spiel nicht beeinträchtigt wird», erklärt Shaqiri und schiebt nach: «Das war die richtige Entscheidung, denn sogar in Liverpool galt die Aufmerksamkeit vor der Partie vor allem mir.» Es nützte jedoch herzlich wenig: Ein kaum inspiriertes Liverpool verlor gegen Roter Stern Belgrad 0:2 – und musste deswegen um den Achtelfinal-Einzug bangen.

Kurz vor Weihnachten spricht Shaqiri ausserdem den grossen Wunsch der Reds aus: Endlich wieder einen wichtigen Titel gewinnen. Sein Vorteil: «Ich weiss, wie man Pokale in die Höhe stemmt.»

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