Fussball

Nochmals ein Spitzenspiel

FCW - Servette heute Nachmittag ist das letzte Spitzenspiel der Saison auf der Schützi. Das Tagesziel der Winterthurer: gegen den Leader punkten und ein Spitzenteam bleiben.

Im letzten Treffen im November setzte sich Servette (links Boris Cespedes) gegen den FCW («Rekordspieler» Luca Radice) 3:1 durch.

Im letzten Treffen im November setzte sich Servette (links Boris Cespedes) gegen den FCW («Rekordspieler» Luca Radice) 3:1 durch. Bild: Madeleine Schoder

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Mit dem Ausgleich zum 2:2 in letzter Minute vor einer Woche in Aarau hat der FCW eines erreicht: Er hat sein Dasein als Mitglied der Spitzengruppe der Challenge League, als zumindest nomineller Anwärter auf die Barrage, um eine Woche verlängert. Damit erreichte er, dass der Anlass heute als Spitzenspiel verkauft werden kann.

So gehts allerdings nur weiter, wenn der FCW wieder punktet. Das wäre dann eine Saisonneuheit: Servette, der designierte Aufsteiger, ist nämlich die einzige Mannschaft, gegen die der FCW noch nichts erreicht hat. Er verlor zu Hause 1:3, in Genf 0:2 und kürzlich gar 2:5. Im Vergleich dazu: Lausanne hat auf der Schützi mal 1:2 verloren, mal 1:1 gespielt; Aarau mal 1:3 verloren und jüngst 1:0 gewonnen.

Im Idealfall aus Winterthurer Sicht sieht die Tabellenspitze der Challenge League nach Ostern so aus: Servette hat weiterhin 61, Lausanne 50 und der FCW 47 Punkte; dazu Aarau 45. Der FCW hätte also Aarau überholt und Lausanne vor der Reise in die Waadt am kommenden Freitag in Reichweite. Allerdings könnte die Rangliste sehr wohl auch so aussehen: Servette 64 Punkte, Lausanne 53, Aarau 48, FCW 47. So sähe sie aus nach einer Niederlage des FCW gegen den Leader, einem Sieg Aaraus in Wil und einem Dreier Lausannes in Chiasso. In den letzten fünf Runden trifft der FCW dann auf die fünf mit Sicherheit schwächer klassierten Gegner, vom Fünften aus Wil bis zum Neunten aus Schaffhausen.

Tendenz sinkend

Der FCW hat vor einer Woche in Aarau eine gute Gesamtleistung geboten, neben jener beim Heim-1:1 gegen Lausanne die ganzheitlich beste des Frühjahrs. Allein, seine Tendenz ist doch sinkend, leistungs- wie resultatmässig. Holte die Mannschaft aus den 18 Vorrundenspielen im Schnitt immerhin 1,72 Punkte, was sie auf Platz 2 überwintern liess, so sind es für die bisher elf Frühjahrsspiele durchschnittlich nur 1,18 Punkte.

Das heisst: In der Rückrundentabelle ist der FCW mit seinen 13 Punkten nur Siebter, lediglich Rapperswil-Jona (10), Wil (8) und Schaffhausen (3) waren in dieser Zeit schwächer. Kleiner Hinweis dazu: Alle drei Vereine haben seit der Winterpause den Trainer gewechselt. Der Wiler Ciri Sforza und der Schaffhauser Jürgen Seeberger warten noch auf den ersten Sieg.

Ohne Callà und Lekaj

Am vergangenen 9. November war FCW - Servette das Spitzenspiel schlechthin, der Zweite empfing den punktgleichen Leader aus Genf, fast 5000 Zuschauer kamen. Nach einem frühen 1:0 Luka Sliskovics siegte der Servette FC noch 3:1, seither hat er sich in immer grösseren Schritten von der Konkurrenz abgesetzt. Der bedeutendste Leistungsausweis war in der vorletzten Runde das 2:0 in Lausanne.

Der FCW ist, das ist ihm zuzugestehen, zäh bemüht, sich auf dem herbstlichen Niveau zu halten. In Zahlen gelingt das, wenn er aus den letzten sieben Spielen zwölf Punkte holt. Das müsste machbar sein. Was ausgeschlossen erscheint: ohne Punkte aus den letzten Begegnungen mit den beiden Westschweizer Favoriten Servette und Lausanne auch nur noch ein Aussenseiter für den Barrageplatz zu sein.

Aus dem Personalbüro ist für heute Nachmittag zu melden: Davide Callàs Knöchelverletzung lässt einen Einsatz weiterhin nicht zu, nach dem Abschlusstraining meldete sich mit Innenverteidiger Granit Lekaj ein weiterer Routinier ab, wegen muskulärer Probleme. Es bleibt also bei der Startelf von Aarau, einzig für Lekaj kehrt Nachwuchsmann Gabriel Isik zurück. Er verteidigt neben Sead Hajrovic, der heute zum 101. Pflichtspiel mit dem FCW antritt. Damit ist er die Nummer 2 im Kader, allerdings weit hinter Luca Radice mit seinen 323 Auftritten. (landbote.ch)

Erstellt: 20.04.2019, 09:16 Uhr

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