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PSG als Gegner und alle flippen aus

US Orléans aus der Ligue 2 erwischt mit Paris Saint-Germain im Achtelfinal das grosse Ligapokal-Los. Die Vorfreude der Spieler auf das Duell ist «énorme».

Kollektiver Freudentaumel: Die Spieler der US Orléans dürfen sich im Ligapokal mit PSG messen. <i>(Video: Tamedia/Twitter)</i>

In Frankreich wurden am Mittwoch die Paarungen der Achtelfinals des Ligapokals gezogen. Das ist eigentlich nichts Aussergewöhnliches, wäre da nicht die US Orléans. Der kleine Club aus der Hauptstadt (115'000 Einwohner) in der Mitte des Landes gelegenen Departements Loiret sorgt mit einem emotionalen Video für Aufsehen. Die Spieler des in der Ligue 2 engagierten Teams verfolgen die Ziehung auf ihren Smartphones mit. Und als ihr Gegner bekannt wird, können sie ihr Losglück kaum fassen. Orléans trifft mit Paris Saint-Germain auf den französischen Meister und aktuellen Leader der höchsten Spielklasse.

Der Mannschaft steht ein Duell mit Stars wie Neymar, Kylian Mbappé, Edison Cavani, Angel Di Maria, Dani Alves, Thiago Silva und Goalie-Legende Gianluigi Buffon. Die Vorfreude darauf, sich nächsten Monat mit diesen Fussball-Grössen messen zu dürfen, kennt kaum Grenzen. Die Orléans-Spieler lassen ihren Emotionen freien Lauf und fallen sich gegenseitig in die Arme.

Nicht nur für die Union Sportive Orléanaise, sondern für die ganze Stadt, die 130 km südwestlich von Paris und an der Loire liegt, wird der 18. Dezember ein ganz besonderer Tag. Denn der 1976 aus der Fusion zweier Fussballsektionen (Arago Sport Orléanais und US Orléans) neu entstandene Verein hat in seiner über 42-jährigen Geschichte noch nie gegen PSG gespielt. Besonders wird die Affiche auch für Orléans-Mittelfeldspieler Yohan Demoncy, der in der vergangenen Saison sechs Monate von Paris ausgeliehen worden war und im Sommer fix zum Ligue-2-Club wechselte.

Doppeltes Glück

US-Sportmanager Anthar Yahia betonte nach der Ligapokal-Auslosung gegenüber Medien, wie bedeutsam das Spiel gegen PSG für Orléans, die Spieler, den Club, die Stadt und die ganze umliegende Region sei. Da das Stade de la Source für nur maximal 7600 Zuschauer (rund 6800 Sitzplätze) Platz bietet, ist gut möglich, dass in ein anderes Stadion ausgewichen wird. In einem Pokalspiel gegen die AS Monaco zwängten sich zwar einmal 11'700 Zuschauer in die kleine Arena, doch das war 1989 und ist bei den heutigen Sicherheitsvorschriften nicht mehr denkbar.

Bis zum Duell zwischen David und Goliath muss sich der Unterklassige sportlich aber noch steigern. Denn das Team von Coach Didier Olle-Nicolle ist durchzogen in die Saison 2018/19 gestartet. In der zweithöchsten Liga belegt der Tabellenzwölfte der vergangenen Spielzeit Rang 8 und musste zuletzt in der Meisterschaft zwei 0:3-Niederlagen einstecken. Und um im Ligapokal auf PSG zu treffen, nahm die Equipe gleich zweimal das Glück in Anspruch. Zuerst, weil sie sich im 1/16-Final erst im Penaltyschiessen 3:2 (1:1 nach 120 Minuten) gegen das oberklassige Stade Reims durchgesetzt hat – und dann bei der Auslosung.

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