FCW

Ralf Loose – der Neue auf der Schützi?

Bestätigungen gibts nicht, aber die Indizien legen den Schluss nahe: Der 55-jährige Deutsche Ralf Loose, ehedem Dortmunder Bundesligaprofi und Liechtensteiner Nationalcoach, könnte der neue Trainer des FCW werden.

Die Trainerkarriere Ralf Looses war nicht durchgehend erfolgreich. Gefeiert aber wurde der Aufstieg mit Dynamo Dresden in die 2. Bundesliga.

Die Trainerkarriere Ralf Looses war nicht durchgehend erfolgreich. Gefeiert aber wurde der Aufstieg mit Dynamo Dresden in die 2. Bundesliga. Bild: Keystone

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Für Oliver Kaiser, den Leiter Sport auf der Schützenwiese, hat die Trainersuche Priorität, nachdem der Tessiner Livio Bordoli die Rückkehr in die Heimat einem neuen Vertrag beim FCW vorzog. Bordoli wird, nahe bei der Familie, Technischer Leiter des Tessiner Fussballverbandes. Kontakte zu Loose bestätigt Kaiser immerhin, mehr allerdings auch (noch) nicht.Der Dortmunder Loose war in jungen Jahren Nachwuchs-Nationalspieler, als Captain mit der ­U-18 Europa-, mit der U-20 gar Weltmeister. Seine namhaftesten Teamkollegen waren Roland Wohlfahrt, später Torschützen­kö­nig bei Bayern München, und Michael Zorc, mit dem er jahrelang auch in Dortmund zusammenspielte. Mit dem BVB und Fortuna Düsseldorf, mit der er in die Bundesliga aufstieg, machte er über 200 Matches in Deutschlands Eliteliga. An der U-20-WM 1981 war er auch bester Torschütze.

Gastspiel in St. Gallen

Seine Trainerkarriere war nicht durchgehend erfolgreich, aber sie hatte doch Höhepunkte wie den Aufstieg mit den Sportfreunden Siegen 2005 und Dynamo Dresden 2011 in die 2. Bundes­liga. Vor allem die Promotion mit Dresden war eine gefeierte Sache. Kurz war, vom Sommer 2005 bis April 2006, das Gastspiel als Super-League-Trainer in St. Gallen. Der FCSG war Sechster, als Loose nach 29 Runden gehen musste; er war es – unter Rolf Frin­ger – auch noch am Ende der Saison. Sein Spieler damals: ­Davide Callà, den Loose auf der Schützi wieder träfe.

Looses letztes Engagement ­waren die zweieinviertel Jahre bis Dezember 2015 bei Preussen Münster in der 3. Liga. Sein Vertrag dort lief 2016 aus. Die längste Zeit wirkte er allerdings beim Verband Liechtensteins, zuerst als Junioren-, dann als A-Nationaltrainer. Das war er von 1998 bis 2003, durchaus nicht erfolglos, am Ende aber vom Verband mit einem zwiespältigen Communiqué verabschiedet.

Loose ist denn auch seit Jahren im «Ländle» sess­haft. Er hat von dort aus den Schweizer Fussball und durchaus auch die Challenge League im Blick. Den FCW hat er zuletzt, wohl im Wissen um dessen Interesse, im Heimspiel gegen den FC Chiasso gesehen. Aber auch zuvor im Auswärtsspiel in … Vaduz. Es waren zwei Spiele ohne Niederlage.

Kaderpolitik vorantreiben

Hat der FCW seinen neuen Trainer, kann er die Kaderpolitik weiter voran­treiben. Klar ist bisher die Verpflichtung der Rückkehrer Callà (fürs Mittelfeld) und Sead­ Hajrovic (für die Abwehr) als Führungsspieler. Im zentralen Mittelfeld hat Ousmane Doumbia einen weiter laufenden Vertrag, Captain Luca Radice hat seinen verlängert. Bei aktuellem Stand ist auch von einer Weiterarbeit mit dem spanischen Innenverteidiger Jordi Lopez auszugehen. Denis Markaj und Luka Sliskovic sind welche mit weiterhin gültigen Verträgen. Eines der bedeutenden Fragezeichen ist die Zukunft des Stürmers Silvio. Und natürlich braucht der FCW einen neuen Torhüter Nummer 1.

Erstellt: 14.05.2018, 22:03 Uhr

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