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Sanogos schlagartiger Sinneswandel

Sékou Sanogo wechselt trotz langfristigem Vertrag bei YB nach Saudiarabien zu al-Ittihad.

Die Transfers der Winterpause:Michy Batshuayi wechselt leihweise von Chelsea zu Crystal Palace. Die Londoner hatten den belgischen Stürmer für die laufende Saison an Valencia ausgeliehen, wo er aber kaum spielte und traf. Seit der 25-Jährige im Sommer 2014 sein Heimatland Richtung Marseille verliess, spielte er für vier verschiedene Vereine (Marseille, Chelsea, Dortmund, Valencia), da er immer wieder verliehen wurde.
Die Transfers der Winterpause:Michy Batshuayi wechselt leihweise von Chelsea zu Crystal Palace. Die Londoner hatten den belgischen Stürmer für die laufende Saison an Valencia ausgeliehen, wo er aber kaum spielte und traf. Seit der 25-Jährige im Sommer 2014 sein Heimatland Richtung Marseille verliess, spielte er für vier verschiedene Vereine (Marseille, Chelsea, Dortmund, Valencia), da er immer wieder verliehen wurde.
Peter Klaunzer, Keystone
Bundesliga-Leader Borussia Dortmund leiht bis Saisonende den Japaner Shinji Kagawa an den türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul aus. Der 29-jährige Mittelfeldspieler kam unter Trainer Lucien Favre kaum zum Einsatz. Kagawa hatte auch ein Angebot von Hannover 96, lehnte dieses aber ab.
Bundesliga-Leader Borussia Dortmund leiht bis Saisonende den Japaner Shinji Kagawa an den türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul aus. Der 29-jährige Mittelfeldspieler kam unter Trainer Lucien Favre kaum zum Einsatz. Kagawa hatte auch ein Angebot von Hannover 96, lehnte dieses aber ab.
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Auch Bayern München bedient sich in Nordamerika. Von den Vancouver Whitecaps stösst der 18-jährige Flügelstürmer Alphonso Davies zum deutschen Rekordmeister. Der 10-Millionen-Euro-Wechsel wurde bereits im Sommer in trockene Tücher gebracht. Davies ist seit 2017 kanadischer Staatsbürger und Nationalspieler. 2018 wurde er zu Kanadas Fussballer des Jahres gewählt.
Auch Bayern München bedient sich in Nordamerika. Von den Vancouver Whitecaps stösst der 18-jährige Flügelstürmer Alphonso Davies zum deutschen Rekordmeister. Der 10-Millionen-Euro-Wechsel wurde bereits im Sommer in trockene Tücher gebracht. Davies ist seit 2017 kanadischer Staatsbürger und Nationalspieler. 2018 wurde er zu Kanadas Fussballer des Jahres gewählt.
Darryl Dyck, Keystone
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Es klang wie eine Liebeserklärung. Als Sékou Sanogo im August dieses Jahres seinen Vertrag bei YB vorzeitig um ein Jahr bis 2021 verlängert hatte, strahlte der Ivorer in die Kamera, schwärmte vom «tollen Team», in dem er spielen dürfe und von «unvergesslichen Wochen», die er im Zuge der Meisterfeierlichkeiten habe erleben dürfen. Die Verbundenheit zu YB und zu Bern schien so stark, dass Sanogo trotz zahlreicher Interessenten aus Katar, China und auch grossen europäischen Ligen ein deutliches Bekenntnis zu den Young Boys abgab. Der 29-Jährige äusserte gar den Wunsch, den Schweizer Pass zu beantragen und nach seiner Karriere bei YB im Nachwuchsbereich seine Trainerlaufbahn zu beginnen. «Ich freue mich auf die Zukunft mit YB», sagte Sanogo.

Mit Bekenntnissen ist es im schnelllebigen Fussballgeschäft so eine Sache – und innert vier Monaten können sich Wünsche und Träume von Fussballern ganz anders entwickeln. In den letzten Wochen waren Gerüchte über einen Wechsel aufgekommen, nachdem die AS Monaco, die AS Rom und Teams aus den Arabischen Emiraten Interesse am Ivorer bekundet hatten. Nach der letzten Vorrundenpartie am vergangenen Sonntag in Neuenburg reagierte Sanogo gegenüber dieser Zeitung leicht irritiert auf die Frage, ob der 4:1-Sieg gegen Xamax seine Abschiedsvorstellung im Trikot von YB gewesen sei. «Weshalb sollte dies mein letztes Spiel gewesen sein? Ich habe noch einen Vertrag bis 2021.»

Nun scheint al-Ittihad, achtfacher Meister in Saudiarabien, doch Argumente gefunden zu haben, die Sanogo zu einem Sinneswandel bewogen. Und diese werden kaum sportlicher Natur sein – nicht nur, weil der Club aus der Hafenstadt Jiddah die letzte Saison gerade einmal auf dem 9. Rang abschloss.

Seine grössten Erfolge feierte al-Ittihad, der älteste Club des Landes, in den Jahren 2004 und 2005, als es die asiatische Champions League gewann. Seit dem Pokalsieg 2013 sind indes keine Erfolge mehr hinzugekommen. Unter der Ägide des ehemaligen Nationaltrainers Kroatiens Slaven Bilic soll sich dies ändern. Sanogo erhält beim finanzkräftigen Verein einen Kontrakt über drei Jahre plus Option. Er soll pro Jahr künftig um die 2,5 Millionen Euro verdienen.

Gewollter Personalabbau

Der Abgang des Mittelfeldakteurs ist ein herber Verlust für YB, hatte er sich doch seit seinem Wechsel von Thun 2014 zum unbestrittenen Chef im Zentrum entwickelt. Sportchef Christoph Spycher sagt, man habe mit einem Abgang des Ivorers rechnen müssen. Nun sei eine Lösung gefunden, die für alle Parteien stimme. Die Ablösesumme soll im höheren einstelligen Millionenbereich liegen.

Nach dem kürzlich kommunizierten Wechsel von Leonardo Bertone zu Cincinnati stehen aktuell mit Michel Aebischer, Djibril Sow und Sandro Lauper drei zentrale Mittelfeldspieler im Kader. «Uns war bewusst, dass es in diesem Winter Veränderungen geben wird, schliesslich war unser Kader auf die Dreifachbelastung ausgerichtet», sagt Spycher und deutet an, dass er vorerst keinen Ersatz verpflichten dürfte. «Wir verfügen über junge, hoffnungsvolle Spieler, die bereits eindrücklich bewiesen haben, dass sie Verantwortung übernehmen.»

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