FCW

Schiedsrichter im Abstiegskampf

Drei Runden hat der FCW noch Zeit, das Gesamtbild seiner Saison aufzuhellen. Dazu wirkt er als Schiedsrichter im Abstiegskampf – heute gegen Chiasso, dann in Rapperswil-Jona, zuletzt gegen Schaffhausen.

Mit Luca Radice (hier bei der 0:1-Heimniederlage im September gegen Chiasso) kann FCW-Trainer Ralf Loose wieder rechnen.

Mit Luca Radice (hier bei der 0:1-Heimniederlage im September gegen Chiasso) kann FCW-Trainer Ralf Loose wieder rechnen. Bild: Marc Dahinden

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Als die Saison der Challenge League begann, galt der FC Chiasso vielenorts als der Abstiegskandidat Nummer 1. Das war er schon öfter und hat sich dann doch immer wieder gerettet. Aber jetzt, da es in die letzten drei Runden geht, ist er Tabellenletzter und damit allein schon nominell am meisten gefährdet.

Vor zehn Tagen galt das ganz besonders, nachdem er das Schlüsselspiel gegen den FC Vaduz im heimischen Riva IV verloren hatte. Aber seit dem vergangenen Samstag siehts wieder besser aus, denn ihren nächsten Match der letzten Chance haben die Tessiner gewonnen, wieder daheim, diesmal gegen Rapperswil-Jona. Gewinnen sie heute auf der Schützenwiese, könnten sie gar die rote Laterne weiterreichen.

Aus den ersten drei Spielen gegen den FCW holten die Tessiner so viele Punkte wie die Winterthurer, Chiasso gewann im Herbst auf der Schützi 1:0, der FCW im Riva IV 3:1; und im Frühjahr gabs in Chiasso ein 1:1. Vergleichbar sind auch die Bilanzen aus den letzten zehn Spielen: Der FCW fiel mit nur noch zwei Siegen, aber sechs Niederlagen vom Podest; Chiasso hielt sich mit zwei Siegen und «nur» vier Niederlagen einigermassen im Rennen. Bemerkenswert an der Bilanz der Tessiner ist überdies: In 33 Spielen gewannen sie im Schnitt genau einen Punkt; 16 Punkte aus 16 Heimspielen, 17 aus 17 Auswärtsmatchs.

Zwei Skorerduos

Der FCW hat Luka Sliskovic, seinen Mann der Stunde mit ungeklärter Zukunft, an der Spitze seiner vereinsinternen Skorerliste – mit zehn Toren und sechs Assists. Hinter «Slisko» folgt Taulant Seferi mit acht Toren und vier Assists; er war eher der Mann des Herbsts. Dass Seferi in letzter Zeit trotz eigentlich guter Arbeit und vor allem ausreichend Torchancen nicht mehr trifft, ist ein Grund fürs Nachlassen des FCW.

In Chiasso siehts so aus: Der talentierte Stürmer Zoran Josipovic steht mit zehn Toren und zwei Assists fast auf Sliskovics Höhe, der Moldauer Nicolae Milinceanu mit acht Toren und vier Assists genau auf jener Seferis. Die beiden Chiassesi vollbrachten in starker Zusammenarbeit übrigens das entscheidende Tor zum herbstlichen Sieg auf der Schützenwiese: Präziser Steilpass Milinceanus, Direktschuss aus vollem Lauf ins hohe Eck von Josipovic. Der 27-jährige Milinceanu ist moldauischer Nationalspieler. Zuletzt sass er im März bei den zwei EM-Ausscheidungsspielen gegen Frankreich (1:4) und die Türkei (0:4) auf der Bank.

Im Kader Chiassos stehen drei mit jüngster Vergangenheit beim FCW: Nikola Milosavljevic spielte seit seinem Wechsel aus Winterthur im vergangenen Sommer regelmässig, die im Winter gleichsam nachgereisten Stürmer Ambre Nsumbu und Holifryde Nsiala erhielten allerdings noch keine nennenswerte Rolle.

Trio wieder verfügbar

Der FCW hat in den vergangenen Wochen, zuletzt ganz deutlich beim 0:1 in Vaduz, nicht nur unter Seferis nachlassender Treffsicherheit gelitten, sondern auch unter für seine Verhältnisse kaum wettzumachenden verletzungsbedingten Absenzen. Das hat zu Diskussionen über die medizinische Betreuung geführt.

Immerhin sollte es heute wieder deutlich besser aussehen: «Sechser» Ousmane Doumbia und die altgedienten Flügelmänner Davide Callà und Luca Radice trainieren wieder mit. Doumbia war verletzt und gesperrt, beides ist ausgestanden. Callà war zuerst wochenlang am Knöchel verletzt und am Wochenende krank. Radice plagte eine Woche lang eine Zerrung. Trainer Ralf Loose kann sie erstmals wieder in seine Planungen aufnehmen. Einzig für Verteidiger Granit Lekaj gilt das nicht. Er muss die Saison vorzeitig beenden, geplagt von Problemen mit den Bauchmuskeln.

Erstellt: 15.05.2019, 22:53 Uhr

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