Fussball

Sead Hajrovic sieht seine Zukunft in Köln

Dass dem FCW der Abgang seines Abwehrchefs Sead Hajrovic droht, hatte sich abgezeichnet. Jetzt weiss man: Er sieht seine Zukunft bei Viktoria Köln.

Sead Hajrovic hat sich aus dem Trainingscamp des FCW verabschiedet.

Sead Hajrovic hat sich aus dem Trainingscamp des FCW verabschiedet. Bild: Urs Kindhauser

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Der FCW siegte am vergangenen Freitag in Sotogrande in Andalusien gegen den ungarischen Spitzenklub Fehervar FC 1:0 und sein erster Innenverteidiger sass 90 Minuten auf der Bank, obwohl er fit war. Man musste das als deutlichen Hinweis werten, dass Sead Hajrovics Zukunft unklar war, er einen Transfer zumindest in Erwägung zog – und der Klub auch eingeweiht war.

Mittlerweile hat sich manches geklärt: Hajrovic verabschiedete sich am Montag im Trainingscamp des FCW von seinen Kollegen. Er nannte auch den Verein, für den er künftig spielen wolle. Dann ist er via Zürich nach Köln aufgebrochen. Dort, bei Viktoria, soll er am Dienstag zu medizinischen Tests antreten und danach einen Vertrag unterschreiben. Viktoria ist – hinter dem zurzeit zweitklassigen 1. FC – die Nummer 2 der Stadt Köln, nach einem Aufstieg im vergangenen Sommer als 16. der 3. Liga. Viktoria ist Fünftletzter mit einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz – Hajrovic wird also für den Abstiegskampf geholt.

Mit Topskorer Bunjaku

Die Kölner werden seit Saisonbeginn vom bulgarischen Altinternationalen Pawel Dotschew trainiert, ihr hierzulande bekanntester Spieler ist Albert Bunjaku, ehedem sechsmal Schweizer und später auch ein paarmal kosovarischer Nationalstürmer, mittlerweile 36 Jahre alt. Bunjaku ist mit 13 Saisontoren mit Abstand bester Skorer der Viktoria. Die startete erfolgreich in die Saison und war nach 13 Runden immerhin noch Siebter. Aber dann liess die Mannschaft nach, seit Ende September hat sie keines von zwölf Spielen mehr gewonnen, zuletzt fünfmal in Folge verloren. Die Abstiegszone rückte immer näher für den Verein, der im Schnitt vor knapp 3000 Zuschauern in seinem (rechtsrheinischen) Sportpark Höhenberg spielt. Ins Frühjahr startet Viktoria am selben Tag wie der FCW (in Kriens): Am 25. Januar mit einem ersten klassischen Abstiegskampf beim Chemnitzer FC, der auf Platz 17 steht.

Für den FCW ist Hajrovics Abgang ein sportlicher Verlust, nach insgesamt 122 Pflichtspielen von 2014 bis 2016 und seit dem Sommer 2018. In seiner zweiten Zeit auf der Schützenwiese hat sich der 26-Jährige zusehends zum Abwehrchef entwickelt. Immerhin, weil die Kölner ihren neuen Verteidiger aus einem laufenden Vertrag herauskaufen müssen, profitiert der FCW immerhin finanziell.

Lekaj/Bühler – das neue Duo?

Es zeichnet sich ab, dass nun Granit Lekaj der neue Partner erster Wahl von Mario Bühler sein wird. Lekaj wird für diese Aufgabe frei, die ohnehin sein angestammter Platz ist, weil im zentralen Mittelfeld Remo Arnold als zweiter Sechser neben Ousmane Doumbia zurückkehrt. Wenn der FCW am Dienstag Nachmittag in Coin im Hinterland von Malaga gegen den rumänischen Liga-1-Verein FC Hermannstadt zu seinem zweiten Testspiel antritt, wird Bühler allerdings fehlen. Auch er hat nämlich das Trainingscamp vorzeitig verlassen. Er wurde in Spanien von Magen-Darm-Problemen befallen und konnte deshalb schon gegen Fehervar nicht mittun.

Erstellt: 13.01.2020, 19:03 Uhr

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