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Seltener Derbysieg des FC Wiesendangen

Der FC Wiesendangen besiegte Phönix Seen dank eines Last-Minute-Treffers 2:1. Derweil gelang dem Zweitliga-Letzten FC Töss der erste Erfolg seit zwölf Partien.

Ein umkämpftes Spiel lieferten sich der FC Wiesendangen (Samuel Misteli) und Phönix Seen (Murat Yildiz) auf dem Rietsamen.
Ein umkämpftes Spiel lieferten sich der FC Wiesendangen (Samuel Misteli) und Phönix Seen (Murat Yildiz) auf dem Rietsamen.
Enzo Lopardo

«Es war nicht das Gelbe vom Ei. Aber wir wussten, dass Wiesendangen es uns schwermachen und um jeden Ball kämpfen würde», befand Phönix-Trainer Abramo D’Aversa nach der überraschenden Niederlage auf dem Rietsamen. Sein Gegenüber Gianni Lavigna meinte trocken: «Ein Punkt hätte uns nicht viel weiter gebracht. Deshalb haben wir am Ende alles nach vorne geworfen und wurden dafür auch belohnt.»

Relativ abgeklärt zeigten sich beide Trainer – obwohl der Abstiegskandidat Wiesendangen dem Aufstiegsaspiranten Phönix ein Bein gestellt hatte. Erstaunlich war vor allem auch, dass der Sieg keinesfalls gestohlen war und die Hausherren dem sonst so spielstarken und individuell gut besetzten Phönix über weite Strecken sogar das Spiel aufgezwungen hatten.

Nach zehn Minuten hätte Wiesendangen in Führung gehen müssen, aber Devis Müller scheiterte mit seinem Elfmeter am Pfosten. Schon in der ersten Hälfte verabschiedete sich der FCW in der Nachspielzeit mit einem Paukenschlag, nachdem Michael Oertli die verdiente Führung erzielt hatte. Phönix reagierte auf die schwache erste Halbzeit, kam mit Schwung aus der Kabine und egalisierte umgehend. Wiesendangen liess sich nicht beeindrucken, hielt stark dagegen und erarbeitete sich mehr Spielanteile. Pech hatte Phönix, als es einen Lehrbuchkonter nicht zum 2:1 nutzen konnte. Am Ende glaubte vor allem Wiesendangen an den Sieg und kämpfte bis zum Schluss dafür. In der letzten Minute der Nachspielzeit gelang dem erst 17-jährigen Fabio Brehm das nicht unverdiente 2:1 und Wiesendangen damit der erste Sieg gegen Phönix seit der Rückkehr in die 2. Liga. «Die Zeit ist reif, Phönix endlich mal zu schlagen», hatte Lavigna im Vorfeld des Derbys gesagt. Dank maximalem Willen und der risikoreichen offensiven Ausrichtung gelang dies, nach zuvor fünf sieglosen Spielen in zweieinhalb Saisons.

Wiesendangen: Zmajlaj; D. Quattrocchi, Müller, Scherrer, Schoch; Misteli, Oehninger, Meli, Bestler (86. P. Quattrocchi); Oertli (60. Brehm), Luzza (78. Trecek).

Phönix: Arlotta; Galasso, Dobler, Petronijevic, Bajrami (76. Cecco); M. Yildiz, Braun, Malis, D. Graf, Nuhiji (65. U. Yildiz); Maré (76. Hadjadi).

Tössemer Lebenszeichen

Nach zwölf sieglosen Spielen und nur drei Treffern in den vergangenen fünf Partien fand der FC Töss eindrücklich auf die Siegerstrasse zurück. Beim FC Küsnacht gelang ein überzeugender 4:2-Erfolg. «Wir haben trotz anfänglichem Rückstand viel Moral und Willen gezeigt und verdient gewonnen», zeigte sich Trainer Anastasio Nardiello erleichtert, fügte aber auch an, er habe «keinen grossen Unterschied zu den vergangenen Partien gesehen» – abgesehen von der Effizienz.

Tatsächlich liessen sich die Gäste vom frühen Rückstand nicht beeindrucken und reagierten mit einem Doppelschlag. Alex Züblin glich nach 25 Minuten aus, drei Zeigerumdrehungen später markierte Pascal Grob die Führung. Auch nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Tössemer überraschend treffsicher: Grob erhöhte nach einer Stunde auf 3:1, wenig später sorgte Edmir Selimi per Freistoss für die Entscheidung. Als dem FCK das 4:2 gelang, war die Nervosität im Töss-Lager dennoch zu spüren. «Am Ende sind wir natürlich körperlich wieder am Anschlag, kriegen das 4:2 und einen Lattenschuss. Schlussendlich ging zum Glück alles gut. Dieser Sieg ist enorm wichtig für die Moral», betonte Nardiello.

Töss: T. Sutter; Asani, Schröter, Ivanovic, Huber; S. Grob, Selimi, Pereira, Jakupov (69. Gallina); Züblin (86. De Fabrizio), P. Grob.

Gerechtes Unentschieden

Gemischte Gefühlslage nach Veltheims 0:0 im Heimspiel gegen Regensdorf. Trainer Richard Oswald: «Ein guter Punkt gegen einen guten Gegner. Wenn man aber unsere Chancen in den Schlussminuten anschaut, ist es schade, nicht mit drei Punkten dazustehen.» Doch auch Oswald ist sich bewusst, dass die erste Halbzeit anders hätte enden können, und meint: «Ich bin zufrieden mit dem einen Punkt. Ein gerechtes Unentschieden.»

Regensdorf kontrollierte in der ersten halben Stunde. Veltheim konnte es Torhüter Tobias Zingg verdanken, zur Pause nicht zurückzuliegen, und konnte selbst nur wenige Akzente setzen. Spätestens mit Beginn der zweiten Halbzeit war die Partie ausgeglichen, wobei sich beide Teams Chancen erspielten. Je länger die Partie dauerte, desto mehr kippte das Momentum auf die Seite der Gastgeber.

Veltheim wollte sich mit dem 0:0 nicht zufriedengeben und versuchte in der Schlussphase, den Lucky Punch zu landen. Und tatsächlich: Der SCV erspielte sich in den Schlussminuten noch drei hochkarätige Möglichkeiten. Doch weder Michienzi noch der eingewechselte Bajrami, der mit seinem ersten Ballkontakt an der Latte scheiterte, konnten etwas ändern. So blieb es beim 0:0, das auch 2:2 hätte ausgehen können. Mit zwei gut aufgelegten Torhütern und etwas Unvermögen im Abschluss blieb es bei der gerechten Punkteteilung.

Veltheim: Zingg; Huwiler, Gemperli, Z. Fresneda; Buchmann, L. Spänni (90. Celebi), P. Spänni, X. Fresneda; Michienzi, Klossner (89. Bajrami), Tapia (78. Denic).

Bassersdorfer Premiere

Mit dem 1:0 bei der SV Schaffhausen ist Bassersdorf der erste Sieg der Rückrunde und unter dem neuen Trainer Marco Tanner gelungen. Tanner, als Spieler ein langjähriger Leistungsträger, freute sich aber noch über etwas anderes: «Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir mit Bassersdorf in der 2. Liga dort jemals gewonnen hätten.» Zugleich stimmte ihn auch die Leistung seiner Spieler positiv. «Von der Einstellung und dem Einsatz her waren auch die ersten beiden Spiele tipptopp, heute ist das nötige Wettkampfglück dazugekommen, das bisher gefehlt hatte. Aber die Spieler haben es sich auch verdient.» Defensiv sei seine Mannschaft sehr gut gestanden. Am Ende eines mustergültigen Spielzugs über mehrere Stationen fiel in der 67. Minute das Tor des Tages: Severino Meier flankte auf den Kopf von Marc Muff, der zum 1:0 vollendete.

Bassersdorf: Caruso; G. Zam­belli, Meier, Copat, Berbey; S. Zam­belli; Schmid, Russ­heim (90. Russo), Ramani (80. Baumgartner, Tinner; Muff (75. Hismani).

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