Fussball 2. Liga interregional

Seuzach ohne Chance und doch gerettet

Der FC Seuzach hat gegen den Tabellenzweiten Kreuzlingen nichts zu bestellen und unterliegt 0:4. Weil Uster ebenfalls verlor, ist der Ligaerhalt trotzdem gesichert.

Manchmal blieb den Seuzachern nur das Staunen: Mirco Di Nucci kann hier nicht eingreifen.

Manchmal blieb den Seuzachern nur das Staunen: Mirco Di Nucci kann hier nicht eingreifen. Bild: Urs Kindhauser

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Man hatte kein sonderlich gutes Gefühl in Seuzach vor dieser Schlussphase der Saison in der 2. Liga interregional. Der Absteiger aus der 1. Liga drohte «durchgereicht», also gleich noch eine Stufe in die 2. Liga regional relegiert zu werden. Dieses Szenario ist nun abgewendet. Denn weil Uster gegen die Blue Stars in der zweitletzen Runde 0:1 verlor, steht fest: Die Zürcher Oberländer begleiten Dübendorf und Frauenfeld nach unten. Seuzach darf in der 2. Liga interregional bleiben, obwohl es in der Rückrunde keine dieser Mannschaften bezwang, auch nicht den Elften Chur und nicht den Neunten Wil U-21. Die Seuzacher müssen also mit dem Erreichten sehr zufrieden sein.

Dass Seuzach in die hintere Tabellenhälfte gehört, zeigte sich auch im letzten Heimspiel vom Samstag. Mit 0:4 war die Niederlage gegen den Tabellenzweiten Kreuzlingen, der noch auf Rang 1 und damit den Aufstieg hoffen darf, zwar zu hoch. Aber sie stand im Grunde nie in Frage. Denn was die gut 200 Zuschauerinnen und Zuschauer auf dem Rolli sahen, war halt einfach ein Duell zwischen einem Spitzenteam der Gruppe und einem, das gegen den Abstieg kämpft. Das zeigte sich in vielerlei Hinsicht. In der individuellen Qualität der Spieler, in der Passqualität, in der Systemtreue, in der defensiven Organisation und in der Konsequenz. Oder zusammengefasst: Der Stand der Dinge, den diese beiden Team nach 25 Runden vorzeigen können. Aufgrund all dessen war Kreuzlingen der logische Sieger.

Fehler in der Defensive

Dabei machte Seuzach seine Sache nicht schlecht, zumindest nicht, bis der Match entschieden war. Die Mannschaft von Trainer Stéphane Lüthi war defensiv gut eingestellt und gestand dem Gegner nicht allzuviel zu. Die Zahl richtig guter Chancen war lange ausgeglichen verteilt. Aber Seuzach war nicht fehlerfrei, und das nützte Kreuzlingen im Stile eines Topteams aus. In der 33. Minute führte ein Eckball zum 0:1 durch Gino Ballarini und in der 52. Minute konnte der eher kleine Levin Nay zum 0:2 einköpfen. Ein ziemlich krasser Fehlpass Cedric Ullmanns hatte in der 75. Minute das 0:3 von Elmedin Pajaziti zur Folge.

Solche Fehler unterliefen den Thurgauern nicht. Am ehesten mussten sie in den Minuten kurz vor und nach der Pause um den Sieg bangen. Da war Gabriel Auer zweimal dem Ausgleich nahe, vor allem in der 47. Minute, als er von Kevin Honegger ideal bedient wurde und die Kreuzlinger Abwehr komplett ausgespielt war. Mit Ausnahme von Torhüter Jim Freid, der abwehren konnte. Kurz darauf fiel das 0:2 und der Match war gelaufen.

«Wir haben mit einem jungen Team gekämpft, aber Kreuzlingen war besser.»Stéphane Lüthi,
Trainer FC Seuzach

«Wir wussten, dass Kreuzlingen fussballerisch gut und robust ist», sagte Seuzach-Trainer Lüthi. «Wir wollten die Räume eng machen. Das ist in der ersten Halbzeit, vom 0:1 abgesehen, nicht schlecht gelungen.» In der zweiten Halbzeit habe sein Team versucht, früher anzugreifen. «Wir haben mit einem jungen Team gekämpft, aber Kreuzlingen war besser.»

Erstellt: 08.06.2019, 23:56 Uhr

2. Liga Interregional

FC Seuzach - FC Kreuzlingen 0:4 (0:1). - Rolli. - 250 Zuschauer. - SR Augsburger. - Tore: 33. Ballarini 0:1. 52. Nay 0:2. 75. Pajaziti 0:3. 88. Karaki 0:4. - Seuzach: Migliaccio; Di Nucci (60. Widmer), Tavares, Süsstrunk, Ullmann; Schiendorfer (20. Müller); Auer (80. Gröbli), Kradolfer, Dietz, Honegger; Türkmen (69. Banao).

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