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Shaqiri, das Schnäppchen – «cool wie eine Gurke»

Xherdan Shaqiri überzeugt im Liverpool-Jersey auch beim 2:0 gegen Fulham. Jürgen Klopp scheint den Platz für den Schweizer gefunden zu haben.

Xherdan Shaqiri mit seinem ersten Tor für den FC Liverpool. Video: Twitter

Pro Spiel an einem Tor beteiligt. Oder, um ganz genau zu sein, alle 93,8 Minuten. Das «Liverpool Echo» hat die Quote nach dem Treffer zum 2:0-Schlussstand gegen Fulham am Sonntag ausgerechnet und feiert die Effizienz Xherdan Shaqiris im Liverpool-Jersey.

In 11 von 17 Spielen in Premier League, Champions League und Ligapokal eingesetzt, während total 469 Minuten und dabei zwei Treffer erzielt und deren drei vorbereitet, so lauten die nackten Zahlen des Schweizer Nationalspielers bislang in seiner ersten Saison mit Liverpool. Und, nicht zu vergessen: «Zweite» Assists und sonstige indirekte Beiträge zu weiteren drei Treffern sind da nicht einmal mit eingerechnet.

Gala gegen Roter Stern Belgrad: Shaqiri leitet das 1:0 ein und gibt die Vorlage für das 2:0. (Video: Teleclub)

Welch eine Kehrtwende

Wer hätte das noch vor der Saison gedacht, als Shaqiri nach dem Abstieg mit Stoke City zu Liverpool wechselte?

Als mentale Schwächen hervorgehoben wurden, die es Shaqiri bereits bei anderen Top-Adressen wie Bayern München verunmöglicht hätten, sich durchzusetzen.

Als die Vorstellung von Jürgen Klopps dynamischem Fussball und Shaqiri so gar nicht zusammenpassen zu schienen.

Und als er vor allem von vielen nur belächelt wurde angesichts der Konkurrenz in der Offensive von Jürgen Klopps Mannschaft mit Mo Salah, Roberto Firmino und Sadio Mané.

Nun spielen oft alle vier, wie am Sonntag gegen Fulham, und bringen im von Klopp auf 4-2-3-1 umgestellten System die Gegner mit wechselnden Positionen regelmässig ins Schwitzen. Es scheint, als hätte der deutsche Erfolgstrainer definitiv das Rezept gefunden, um seinen Schweizer Spieler bestmöglich in Szene zu setzen.

Alles schwärmt, alles lobt

Da geraten auch die Experten auf der Insel ins Schwärmen – Experten, die noch vor nicht allzu langem keine Gelegenheit ausliessen, Shaqiri zu kritisieren …

Wie auch immer: Michael Owen, früherer englischer Internationaler, singt folgendes Lobeslied über Shaqiri, aber auch Klopp: Der Trainer habe den Abgang von Superstar Philippe Coutinho letzten Januar mit einem Spieler vergessen gemacht, der über 100 Millionen Pfund weniger koste. Für Shaqiri musste Liverpool bekanntlich «bloss» 13 Millionen hinblättern.

«Man kann das als Schnäppchen bezeichnen», sagt Owen. Ein Schnäppchen, das vor dem Tor zudem «cool wie eine Gurke» agiere. In der deutschen Sprache mag das grüne Kürbisgewächs eher nicht als Synonym für ein Kompliment gelten, doch Owen meint das genau so.

«Fast schon Diebstahl»

Der «Liverpool Express» schlägt ähnliche Töne an und begründet bei der Notengebung des Fulham-Spiels die 8 an den Schweizer (nur Verteidiger Andrew Robertson erhält eine ebenso hohe Note) so: «In einem derart inflationären Transfermarkt müssen die 13 Millionen für Shaqiri fast schon als Diebstahl bezeichnet werden.»

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