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Thronfolger Xamax, Problemfall Aarau

Die Challenge League hat das Gastspiel des FC Zürich hinter sich. Gleichsam als «Thronfolger» geht Neuchâtel Xamax in die neue Saison. Der problembeladene FC Aarau aber hat zuerst einige Fragen zu beantworten.

Umstritten: Aarau-Trainer Marco Schällibaum (Mitte)
Umstritten: Aarau-Trainer Marco Schällibaum (Mitte)
Nathalie Guinand

Quartett im Plus. Aufsteiger FCZ, Neuchâtel Xamax, das wieder Zweiter wurde, Servette als Aufsteiger auf Platz 3 und der FC Schaffhausen dank seines fulminanten Frühjahr beenden die Saison im Plus.Beim FCZ können sie morgen daheim gegen Wohlen das Ende eines Jahres in der Zweitklassigkeit feiern, das sicher nicht so schlimm war, wie die meisten befürchteten. Seit geraumer Zeit interessiert mehr, mit welchem Personal die Zürcher die neue, wesentlich anspruchsvollere Aufgabe angehen, in der Super League gleich wieder in jenen Regionen zu spielen, in denen die Europa-League-Plätze vergeben werden. Die wichtigsten Fragen: Welches sind die «drei, vier Spieler,» die gemäss Leiter Sport Thomas Bickel als Neue befähigt sein sollen, «dem FCZ zu helfen.»

Xamax hat eine im Verhältnis zu den Möglichkeiten genauso makellose Saison hinter sich wie der FCZ. Die Entwicklung in Neuenburg geht eindeutig dahin, dass Xamax mit dem bewährten Trainer-Altmeister Michel Decastel als «l’équipe à battre» ins neue Jahr geht. Auch Servette hat, allerdings eine halbe Stufe darunter, eine gute Saison hinter sich. Auch die Genfer werden das Ziel haben, künftig ganz vorne mitzuspielen. Grösstes Fragezeichen ist: Was geschieht mit Topskorer Jean-Pierre Nsame wirklich? Wer ersetzt ihn allenfalls. Sicher ist: Er möchte gehen.

Der FC Schaffhausen ist eine Runde vor Schluss – mit 2,2 Punkten pro Spiel – statistisch bestes Team des Frühjahrs, unter Murat Yakin vom 10. auf den 4. Platz vorgestossen. Das schürt die Erwartungen, erschwert womöglich die Aufgabe. Aber es wird sehr interessant sein zu verfolgen, was Yakin aus dieser Vorgabe macht.

Trio im Minus. Das sind in erster Linie der FC Aarau, in zweiter der FC Wil, der sportliche Absteiger, aber auch der FC Winterthur, der doch einen guten Monat lang Tabellenletzter war und nach einem Zwischenspurt zuletzt wieder erheblich nachliess.

Doch das grösste «Drama» spielt sich beim FC Aarau ab, der seit dem 1:1 gegen den FCZ in der 9. Runde aus 26 Spielen nur noch 24 Punkte holte, der nun als ehemaliger Mitfavorit monumentale 40 Punkte Rückstand hat. Als besonders gefährlich wirkt sich für Trainer Marco Schällibaum aus, dass seine Mannschaft von den zehn Spielen seit der bereits umstrittenen Vertragsverlängerung acht verlor. Man kann es nicht anders sagen als so: Im Brügglifeld brennt der Baum. Es würde überraschen, brächte die Analyse der Vereinsoberen nach der letzten Runde nicht die Verabschiedung des Trainers. Oder noch mehr.

Zufrieden. Das sind sicher Chiasso und Wohlen, die trotz Hängern und mässigen Kadern sportlich den Klassenerhalt schafften – und schliesslich auch vor der Rekursinstanz für Lizenzen. Der FC Le Mont verabschiedete sich nach drei Jahren immerhin als Neunter aus der Liga. Sportlich also hätte er sich gehalten.

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