Fussball

Veltheim und Tössfeld steigen definitiv ab

Kurioses Finale: Ein Waadtländer Derby in La Sarraz hat endgültig über Abstiege in drei Ligen entschieden.

Der SC Veltheim (im Bild Trainer Richard Oswald) muss durch Usters endgültigen Abstieg künftig in der 3. Liga antreten und verdrängt dort den FC Tössfeld.

Der SC Veltheim (im Bild Trainer Richard Oswald) muss durch Usters endgültigen Abstieg künftig in der 3. Liga antreten und verdrängt dort den FC Tössfeld. Bild: Madeleine Schoder

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Wenige Tage nach dem Saisonende erhielten der FC Uster (2. Liga interregional), der SC Veltheim (2. Liga) und der FC Tössfeld (3. Liga) unverhofft die Chance, dem sicher scheinenden Abstieg doch noch zu entgehen. Die Entscheidung fiel gestern Mittwochnacht in einer Waadtländer Gemeinde mit knapp 2000 Einwohnern – im Derby zwischen dem FC La Sarraz-Eclépens und dem FC Stade-Payerne.

Die Gäste aus Payerne hätten dieses Spiel der 2. Liga interregional, das am Samstag wegen eines Hagelsturms abgebrochen worden war und nun nachgeholt wurde, beim deutlich besser klassierten Gegner nicht gewinnen dürfen. Dann wären sie, die Drittletzten der Gruppe 2, nach Punkten schlechter dagestanden als der FC Uster, der Drittletzte der Gruppe 6, und hätten absteigen müssen.

Doch der FC Stade-Payerne, seit einer Woche vom ehemaligen Nationalgoalie Joël Corminboeuf trainiert, gewann die Partie nach einem 0:1-Rückstand 2:1 und erhöhte sein Konto auf 31 Punkte, war damit knapp besser als Uster (30 Punkte) und kann als zweitbester Drittletzter aller sechs Gruppen in der 2. Liga interregional bleiben. Drei Spieler des FC Uster waren 230 Kilometer gereist, um sich dieses Spiel in La Sarraz anzuschauen.

Kein verspätetes Happy End

Die Ustermer müssen definitiv den Gang in die 2. Liga regional antreten. Ihr Nichtabstieg hätte Konsequenzen auf die Einteilungen im Fussballverband der Region Zürich gehabt: Der SC Veltheim wäre bei einer Niederlage Payernes als bester Drittletzter der 2. Liga ebenso oben geblieben wie der FC Tössfeld, der als bester aller sechs Drittliga-Zweitletzten den Kopf aus der Schlinge hätte ziehen können. Aus einem verspäteten Happy End für die beiden Winterthurer Vereine wurde nun aber nichts.

Zur speziellen Konstellation nach Saisonende war es überhaupt nur dadurch gekommen, weil aus der Neuenburger 2. Liga weder Gruppensieger Marin-Sports noch das zweitklassierte Béroche-Gorgier in die 2. Liga interregional aufsteigen wollen. Der Tabellendritte wird vom Verband nicht mehr berücksichtigt.

Bereits vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass sich der FC Vallorbe-Ballaigues (Gruppe 2) aus der 2. Liga interregional zurückzieht. Davon profitieren konnte der FC Hergiswil (31 Punkte in der Gruppe 4), der sich als Bester aller Drittletzten den Ligaerhalt über diesen Umweg schon gesichert hatte.

Erstellt: 19.06.2019, 23:15 Uhr

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