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Wiesendangen rutscht unter den Strich

Der Abstiegskampf bleibt spannend, zumal niemand weiss, wieviele Teams den Gang nach unten antreten müssen. Weil Phönix Seen in Stäfa 1:2 verlor, fiel Wiesendangen mit seinem 0:0 gegen Küsnacht auf den drittletzten Platz zurück.

Eine der wenigen Chancen Wiesendangens hatte Michael Oertli, aber Küsnachts Torhüter Sven Sokolovic konnte klären.
Eine der wenigen Chancen Wiesendangens hatte Michael Oertli, aber Küsnachts Torhüter Sven Sokolovic konnte klären.
Nicole Osta

«Wir wussten, dass diese Direktbegegnung eine Riesenchance ist, aus eigener Kraft einen so wichtigen Schritt zu machen. Am Ende hat einfach der letzte Biss gefehlt, um diese Partie zu entscheiden», ärgerte sich Wiesendangen-Trainer Gianni Lavigna nach dem torlosen Unentschieden im Heimspiel gegen Küsnacht. Mit einem Sieg hätte der FCW am direkten Konkurrenten vorbeiziehen können und hätte dann am abschliessenden Spieltag die Trümpfe selbst in der Hand gehabt. Nun aber ist die Lavigna-Elf – weil Stäfa überraschend gegen Phönix Seen gewann – auf Schützenhilfe im Kampf um den Klassenerhalt angewiesen. Eine andere Möglichkeit, die Liga zu halten, könnte sich ergeben, falls nur eine Mannschaft des Zürcher Fussballverbands aus der 2. Liga interregional absteigt. Dann wäre auch der beste Drittletzte der beiden 2.-Liga-Gruppen gerettet.Am Sieg schnupperte Wiesendangen gegen Küsnacht aber eigentlich nie. Beide Mannschaften litten unter enorm vielen Absenzen, was sich sichtlich auf die Qualität der Partie auswirkte. Das Spiel war geprägt von Fehlpässen, Ballverlusten und Foulspielen. Wiesendangen hatte in der ersten Halbzeit einen gefährlichen Kopfball zu verzeichnen, Küsnacht hatte seine einzige sehr gute Möglichkeit kurz vor dem Pausenpfiff. Auch nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich die Mannschaften, woran auch ein später Platzverweis gegen Küsnacht nichts mehr änderte.

Wiesendangen:Zmajlaj; Misteli, Scherrer, Müller (14. Trecek), Schoch; Bestler (57. De Matos), Mendes, Oehninger (88. Logiurato), Meli; Luzza, Oertli.

Phönix’ schwacher Auftritt

Keine Schützenhilfe für Rivale Wiesendangen leistete Phönix Seen. In Stäfa haderten die Winterthurer einmal mehr mit der Chancenverwertung und mussten sich 1:2 geschlagen geben. «Es ist eine Katastrophe, dass wir so einen Match überhaupt verlieren», meinte Phönix-Trainer Abramo D’Aversa nach Spielschluss. Phönix startete schwach und war bis zur überraschenden Führung Stäfas kaum vor dem gegnerischen Tor zu sehen. Erst nach dem 1:0 in der 25. Minute kam von den Winterthurern, angetrieben vom fleissigen Captain Volkan Aydin, mehr. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff egalisierte Malek Hadjadi den Spielstand.

Danach war Phönix die bessere Mannschaft und hatte einige gute Möglichkeiten, die Vorentscheidung herbeizuführen. Das Runde ins Eckige brachten allerdings nur die abstiegsgefährdeten Stäfner, welche die Winterthurer in deren Vorwärtsbewegung den Ball abknöpften und wenige Minuten vor Schluss das 2:1 erzielten. Damit zog Stäfa an Wiesendangen vorbei über den Strich, während Phönix weiter auf die Minimalchance hofft, eventuell doch noch als bester Gruppenzweiter in die interregionale 2. Liga aufzusteigen.

Phönix Seen:Arlotta; Galasso, Dobler, Petronijevic (65. Cirillo), Braun; Malis, Aydin, Petrovic, Cecco; Hadjadi, M. Yildiz (68. Nuhiji).

Dämpfer für Veltheim

In einer attraktiven Partie setzte sich Bassersdorf beim Aufsteiger Veltheim letztendlich klar 5:1 (2:1) durch. Dabei zeichnete sich Bassersdorfs Marc Tinner mit drei Toren aus. Auch wenn der Sieg der Gäste verdient war, spiegelt das Resultat nicht wirklich den Verlauf der Partie. Dies bestätigt auch «Bassi»-Trainer Marc Tanner: «Es war ein gutes Spiel mit zwei Mannschaften, die beide Fussball spielen wollten. Das Resultat ist dabei zu hoch ausgefallen.»

Nach nur drei Minuten köpfelte Tinner Bassersdorf nach einem Eckball in Führung. Der SCV erspielte sich bald selber einige gute Möglichkeiten. Bassersdorfs Schlussmann Stähli parierte den Abschluss Banhegyis aus kurzer Distanz in Extremis. Trotzdem fiel der Ausgleich in der 20. Minute: Sven Buchmann traf zum 1:1 ins weite Eck.

Trotz mehr Ballbesitz der routinierten Bassersdorfer liessen die Winterthurer aus dem Spiel heraus vorerst nur wenig zu und kamen ihrerseits zu vielversprechenden Abschlüssen, liessen aber die Kaltblütigkeit vermissen. Besser machte dies der FCB. Nach einem Pass in die Schnittstelle schlug erneut Tinner zu und erzielte die abermalige Führung (36.).

Nach der Pause streute Veltheim einige individuelle Fehler ein und Bassersdorf wurde dadurch auch aus dem Spiel hinaus gefährlich. Marco Tanner war dabei mit der offensiven Störarbeit sehr zufrieden. «Entscheidend war, dass wir in der zweiten Halbzeit im Zentrum des Gegners Fehler provozieren und diese dann ausnutzen konnten, so das Fazit des Trainers. Es war dann auch ein Fehlpass Veltheims im Aufbau, der Tinner den Weg zu seinem dritten Treffer (60.) ebnete. In der 72. Minute erhöhte Severino Zambelli vom Elfmeterpunkt auf 4:1. Das fünfte Tor Bassersdorfs gelang Noah Kumbuesa kurz vor Schluss. Für SCV-Trainer Richard Oswald es ein «brutales» Resultat, denn spielerisch konnte er seinem Team nicht viel vorwerfen. Was gefehlt habe sei «der letzte Biss, die letzte Überzeugung» gewesen, resümierte Oswald.

SCV:Bauer; Bajrami (78. Huwiler), Gemperli, Zinedin Fresneda; Sutilovic, Celebi; Buchmann, Luca Spänni (35. Pascal Spänni), Xeno Fresneda; Banhegyi (68. Jashari), Tapia.

Bassersdorf:Stähli; Barbey, Meier, Keller; Gino Zambelli, Russheim, Severino Zambelli, Ramani (71. Schmid), Copat; Tinner (83. Braunschweiler), Zumberovic (42. Kumbuesa).

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