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«Wir haben diese Mannschaft wohl unterschätzt»

Nach der peinlichen Niederlage gegen Fussballzwerg Katar sind die Schweizer Nationalspieler sichtlich bedient. Und Christian Fassnacht macht den Thomas Müller.

Schwer bespielbares Terrain und falsche Einstellung: So erklären die Schweizer ihre Niederlage gegen Katar. Video: Fabian Sanginés

Es waren wenige. Sie waren leise. Aber kurz vor Schluss machten die 4170 Zuschauer im Stadio di Cornaredo von Lugano deutlich, was sie vom Fussballspiel zwischen der Schweiz und Katar hielten. Mit einem Pfeifkonzert quittierten sie in der 86. Minute das überraschende 1:0 für den Fussballzwerg. «Ich finde ­solche Pfiffe immer unnötig», sagte Debütant Loris Benito, erkannte aber auch, dass sein Team eine schwache Leistung abgeliefert hatte.

Goalie Yvon Mvogo fand nach seinem zweiten Länderspiel eine mögliche Erklärung für die Niederlage gegen den limitierten Gegner: «Ich denke, wir haben sie wohl etwas unterschätzt.» Nach diesem pomadigen Auftritt der Schweizer kann es in Luzern beim entscheidenden Nations-League-Spiel gegen Belgien nur besser werden. «Da werden wir sicher ganz anders auftreten», versprach Xherdan Shaqiri.

Fassnacht wie Thomas Müller

Einen kreativen Weg fand übrigens Christian Fassnacht, um die peinliche Niederlage nicht erklären zu müssen. Der Startelf-Debütant machte es wie einst Thomas Müller: Wenige Meter vor der Mixed Zone nahm er sein Handy ans Ohr, lief so an den Journalisten vorbei, um unmittelbar nach Ende der gemeinsamen Zone das Telefon wieder einzustecken. Vielleicht war es aber auch schon Einstimmung auf den Final. Schlitzohr zu sein hilft, um einen Gegner wie Belgien zu besiegen.

Immerhin: Die Gefahr, am Sonntag den Weltklasse-Gegner zu unterschätzen, ist relativ gering – nach dieser Leistung könnte das höchstens umgekehrt passieren.

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