Fussball

«Wir müssen uns wehren»

Fünf Tage vor dem nächsten Abstiegskampf gegen Wohlen hat beim FCW die Amtszeit des Trainerduos Umberto Romano / Dario Zuffi begonnen.

Das erste Training unter dem neuen Trainerduo: Umberto Romano (rechts) und Dario Zuffi fordern mehr Intensität und Laufbereitschaft.

Das erste Training unter dem neuen Trainerduo: Umberto Romano (rechts) und Dario Zuffi fordern mehr Intensität und Laufbereitschaft. Bild: Heinz Diener

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Früher als üblich mussten die Winterthurer Fussballer aufstehen, um die Einführung der neuen Chefs nicht zu verpassen – was dann doch jeder schaffte. Eine kurze Rede des Vizepräsidenten Mike Keller ging den ersten Worten Umberto Romanos voran. Die Quintessenz seiner Ausführungen, sagte Romano danach, sei gewesen: «Wir müssen mehr Intensität, mehr Laufbereitschaft in unser Spiel bringen. Wir wissen um unsere Qualitäten, aber die nützen nichts, wenn man sie auf dem Feld nicht umsetzt.» Und: «Wir sind uns der Situation bewusst, sie ist prekär. Das heisst nicht, dass wir Angst haben müssen – aber wir müssen uns dagegen wehren.»

Als die erste Session auf dem Platz begann, um neun, lag noch Nebel über der Schützenwiese. Er lichtete sich dann allmählich. Wer wollte, konnte da ja ein kleines Zeichen sehen . . .

Keine Einigung mit «Inno»

Mittrainiert haben drei Torhüter und 21 Feldspieler, nur der verletzte Daniele Russo und der nicht ganz fitte Nicola Sutter fehlten.

Nicht mehr zum Training gebeten war Innocent Emeghara, der zurzeit vertragslose ehemalige Nationalspieler, der in den vergangenen Wochen mittrainierte. Er wird in den nächsten Tagen vielleicht noch mit der U21 üben. Aber es ist halt so: Die Gespräche mit Emeghara, ob er in den kommenden Monaten seinem alten Verein helfen wolle, führten zu keiner Einigung. Emeghara sprach zwar von seinem «Herzen, das für den FCW schlägt». Aber die finanziellen Vorstellungen lagen dann doch zu deutlich auseinander. Er habe sich, sagte Romano dazu, mit diesem «Fall» auch «keinen Moment beschäftigt». (hjs)

Erstellt: 16.02.2017, 08:12 Uhr

Die neuen Chefs in Fakten

Umberto Romano (44), Zürcher Oberländer italienischer ­Abstammung. Spielerstationen: FC Zürich, Wettingen 93, FC St. Gallen, FC Baden, FC Locarno und Malcantone Agno – mit den klar markantesten Zeiten bei der SR Delémont (1997 bis 2001), beim FC Wil (2001 bis ­Ende 2003) und beim FCW (1996/97, 2004 bis 2009).

Beim FCW machte er die fünf Jahre unter Mathias Walther mit; er war Captain und stand in jener Mannschaft, die 2006 den Cup-Halbfinal gegen den FC Sion erreichte (0:1 nach einem Lattenkopfball... Romanos beim Stande von 0:0). Mit Delémont und Wil stieg er jeweils in die Super League auf und spielte dort ­insgesamt zweieinhalb Jahre.
Als Trainer: 2009 bis 2011 bei Linth 04 (2. inter), 2011/12 beim FC Küsnacht (2. inter), 2012 bis 2015 beim FC Wohlen, je anderthalb Jahre als Assistent David Sesas und Ciri Sforzas. – Seit 2015 U18-Trainer beim FCW, mit dem Zwischenspiel als Interimstrainer mit Dario Zuffi Ende 2015 (3:1 in Chiasso, 1:0 gegen Biel).

Dario Zuffi (52), Winterthurer Fussballdenkmal aus Töss. Als Spieler Schweizer Meister 1986 und Cupsieger 1987 mit den Young Boys, Cupsieger 1993 mit dem FC Lugano, Basler Aufstiegsheld 1994. – Beim FCW zu Beginn und, von 1998 bis 2000, am Ende seiner Karriere. – 19 Länderspiele zwischen 1986 und 1997.

Als Trainer beim FCW ab 2002 bei der U16, ab 2004 bei der U21 – bis am Dienstag, mit einem dreijährigen Zwischenspiel von 2011 bis 2014, da er «nur» Assistent Boro Kuzmanovics beim «Eins» war. – Zwischenzeitlich auch Assistent von U21-Nationalcoach Pierluigi Tami. (hjs)

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