2. Liga interregional

Zuversicht tanken für die Zukunft

Nach einer bisher verkorksten Vorrunde in der 2. Liga interregional will sich der FC Seuzach wieder nach vorne orientieren. Der neue Trainer Stéphane Lüthi denkt längerfristig.

Neuer Trainer, neues Glück: Stéphane Lüthi schwört seine Mannen auf eine möglichst erfolgreiche Rückrunde ein. Foto: André Rohner

Neuer Trainer, neues Glück: Stéphane Lüthi schwört seine Mannen auf eine möglichst erfolgreiche Rückrunde ein. Foto: André Rohner

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Was haben Real Madrid und der FC Seuzach gemeinsam? Beide haben eine bisher missratene Saison hinter sich – wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. Für die «Königlichen» aus Madrid wird die Saison titellos enden – eine Schmach für den erfolgsverwöhnten Verein. Einige Stufen tiefer ist der FC Seuzach nach dem Abstieg aus der 1. Liga als Tabellenachter in der 2. Liga interregional enttäuschend platziert.

Die bisher verkorkste Saison ist jedoch nicht die einzige Parallele zwischen Real und Seuzach. Beide haben nämlich ihren Wunschtrainer gefunden. Bei Real ist es Erfolgstrainer Zinédine Zidane, der nach einer neunmonatigen Pause zurückgekehrt ist. Bei Seuzach ist es Stéphane Lüthi, der die Mannschaft schon auf die Rückrunde hin übernommen hat. Geplant war das Engagement auf den Sommer hin; dank dem guten Verhältnis zwischen Seuzach und dem FC Winterthur kam der Wechsel schon in der Winterpause zustande. Der 44-jährige Lüthi war über neun Jahre in verschiedenen Funktionen beim FCW tätig, zuletzt als Coach der FE-14 und als Ausbildungsleiter sowie Koordinator der Altersstufe Footeco, die Spieler bis zum Alter von 14 Jahren umfasst.

Rasch Punkte sammeln

Für Andy Rohner, den Sportchef des FC Seuzach, ist Lüthi «der absolute Wunschtrainer. Wir sind froh, ihn jetzt schon zu haben.» Er bringe ideale Voraussetzungen mit, zeigt sich Rohner überzeugt. Für Lüthi ist die Bezeichnung Wunschtrainer zwar «schön zu hören, aber ich weiss, dass am Schluss die Resultate zählen».

Seuzachs Reserve auf die Abstiegsplätze beträgt nur sechs Punkte. Der Tenor von Rohner und Lüthi ist deshalb klar: Möglichst rasch Punkte sammeln, von hinten wegkommen und sich nach vorne orientieren. «Wir wollen nach der enttäuschenden Vorrunde eines der erfolgreichsten Rückrundenteams sein und den Blick nach vorne richten», sagt Lüthi.

Brocken zum Auftakt

Gleich zum Rückrundenauftakt empfängt Seuzach am Samstag um 17 Uhr mit dem drittklassierten FC Rüti einen harten Brocken. «Dann wissen wir, wo wir stehen», sagt Rohner dazu. Auch für Lüthi ist das Startspiel «enorm wichtig». Dennoch will er nicht alles von dieser Partie abhängig machen. Der Optimismus ist auf jeden Fall da. «Wenn wir so spielen wie in der Vorbereitung, bin ich zuversichtlich.» Nach der langen Winterpause ist man gespannt auf den Rückrundenstart, «der sich fast wie ein Saisonstart anfühlt» (Lüthi).

Auf die Rückrunde hin gab es in Seuzachs Kader ein paar Veränderungen. Mit Fabian Schalcher, Dominik Müller und Besart Berisha wurden drei Spieler der zweiten Mannschaft ins «Eins» integriert. Von den A-Junioren wurde Azarel Banao nachgezogen, zudem kehrt Ramon Girsberger zurück. Im Weiteren wurde mit Dominik Kuhn ein «Crack» verpflichtet. Der 25-Jährige spielte schon für Höngg und Tuggen in der 1. Liga und Promotion League, zuletzt lief er für die zweite Mannschaft des österreichischen Bundesligisten Altach auf. Allerdings fällt der Neuzugang mit einem Knorpelschaden wohl längere Zeit aus. Dies gilt auch für David Lötscher, der den Mittelfuss gebrochen hat.

Langfristige Planung

In Seuzach ist der Glaube gross, dass es in Zukunft wieder aufwärtsgeht. «Wir wollen in der Rückrunde ein Zeichen setzen für die neue Saison», betont Stéphane Lüthi. Dies sagt er mit einem weiten Blick voraus. Langfristig soll ein Team aufgebaut werden, «an dem alle Freude haben sollen». Es soll ein erfolgreicher Mix aus Erfahrung und Talent sein.

Derzeit zählen Cyril Schiendorfer, Felix Gröbli und Patrick Widmer zu den langjährigen und erfahrensten Teamstützen. Wenn immer möglich, sollen eigene Spieler nachkommen, um die Mannschaft weiterzubringen. «Oder ein bis zwei Spieler aus der Region, wenn sie zu uns passen», ergänzt Lüthi. Er betont, dass das Potenzial im Team gross ist. «Allerdings ist es für alle nur Hobbysport, da gibt es manchmal Veränderungen.»

Mit dem Wort «Aufstieg» ist Lüthi noch zurückhaltend. Er hofft, dass dies künftig wieder zum Thema wird – «allerdings gibt es keine Zeitvorgabe.» Wer weiss, ob Seuzach dereinst wieder an die vergangenen erfolgreichen Zeiten anknüpfen kann?

(Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 15.03.2019, 23:58 Uhr

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