Handball

Abreise vor dem nächsten Verfolgerduell

Eine Woche nach dem Unentschieden in St. Gallen steht Pfadi in Kriens das nächste Spitzenspiel bevor. Luigj Quni ist bereits nicht mehr dabei.

Jannic Störchli (hier beim 33:31-Heimsieg im September gegen den HC Kriens-Luzern) hat Luigj Quni als Pfadis Nummer 2 am Kreis verdrängt.

Jannic Störchli (hier beim 33:31-Heimsieg im September gegen den HC Kriens-Luzern) hat Luigj Quni als Pfadis Nummer 2 am Kreis verdrängt. Bild: Martin Deuring

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An der Spitze herrscht Enge. Die Kadetten belegen Platz 1, zwei Punkte dahinter ist Pfadi, innerhalb von weiteren zwei Punkten folgen St. Otmar St. Gallen und der HC Kriens-Luzern. «Wir wollen ans gute Spiel in St. Gallen anknüpfen», nimmt sich Pfadi-Trainer Adrian Brüngger fürs zweite Verfolgerduell in Folge vor.

Das 27:27 bei St. Otmar beendete eine Serie von vier Niederlagen. Den Aufwärtstrend gilts am Samstag in Kriens zu bestätigen. Gegen den HCK haben die Winterthurer zuletzt im April 2017 verloren. Seither gabs in 13 NLA-Spielen zwölf Siege und ein Unentschieden, was vor einem Match bekanntlich nicht viel heissen soll.

Der Tipp der Tante

Pascal Vernier ist wegen Nackenproblemen weiterhin nicht einsatzfähig. Fehlen wird auch Luigj Quni. Am Donnerstag hat er seine Sachen in der Axa Arena gepackt und sich von den Teamkollegen verabschiedet. Dann reiste der 23-jährige Kreisläufer nach Südnorwegen an die Nordseeküste zu OIF Arendal, einen Spitzenclub der Elite-Serien, für den er wohl schon am Sonntag im Auswärtsspiel gegen Haslum (mit dem Ex-Thuner Viktor Glatthard) antreten wird. Nach Roman Sidorowicz (letzten Dezember zu Melsungen) und Marvin Lier (diesen September zu Flensburg-Handewitt) ist er der dritte Pfadi-Handballer, der innert Jahresfrist ins Ausland wechselt. «Allmählich sind wir das Transferdesk Winterthur», lächelt Brüngger.

Im Gegensatz zu Sidorowicz und Lier aber war Quni bei Pfadi nicht erste Wahl. Zuletzt wurde er nicht einmal mehr eingesetzt. Denn Jannic Störchli, der auf diese Saison hin aus Gossau kam, ist zur Nummer 2 am Kreis hinter Markus Dangers aufgestiegen. Quni wechselte im Sommer 2018 von GC Amicitia Zürich, sein Vertrag in Winterthur wäre Ende Saison ausgelaufen. Jetzt spielt er vorderhand so lange in der höchsten Liga im Land des WM-Zweiten. «Natürlich muss er diese Möglichkeit packen», sagt Brüngger. Im Sommer war Quni bereits für Probetrainings in Norwegen gewesen. Seine Tante, die in Arendals Halle am Kiosk aushilft, hatte dem Trainer vom Neffen erzählt, der in der Schweiz in der obersten Liga sowie in Kosovos Nationalmannschaft spielt. Danach sahen sich die zuständigen Leute des Vereins Aufnahmen der EM-Qualifikationsspiele gegen Deutschland und Polen an und entschieden sich, den kosovarischen Kreisläufer zu testen.

Quni hinterliess in den Probetrainings offenbar einen guten Eindruck. Dennoch wurde ein anderer Kreisläufer verpflichtet. Nachdem sich dieser nun am Knie verletzt hatte, erinnerte man sich in der Personalnot an Quni. Dann ging alles ziemlich schnell. «Ich sehe es als grosse Chance. Jetzt kann ich den Fokus ganz auf Handball legen», freut sich der Thalwiler. In Winterthur hat er zu 60 Prozent in einem Architekturbüro gearbeitet.

Erstellt: 06.12.2019, 17:39 Uhr

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