Handball

«Der Support ist faszinierend»

In diesen Wochen des Geldsammelns sind Pfadis Spieler nicht nur auf dem Feld gefordert.

Präsent an allen Fronten: Pfadi-Captain Cédrie Tynowski ist in seinem ersten Amtsjahr ein gefragter Mann.

Präsent an allen Fronten: Pfadi-Captain Cédrie Tynowski ist in seinem ersten Amtsjahr ein gefragter Mann. Bild: Martin Deuring

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Sie stehen am Stand in der Marktgasse, posieren mit Junioren, brettern am Bierkistenrennen, besuchen Schulen für Trainings, oder sie präsentieren sich (wie Cédrie Tynowski diesen Montag im Sportdate) dem Publikum. Pfadis Handballer sind in diesen Wochen auch Botschafter und Promoter in eigener Sache.

«So soll es auch sein. Wir unterstützen das zu hundert Prozent. Alle zusammen müssen wir das Schiff in die richtige Richtung führen», erklärt Cédrie Tynowski. «Wir wollen zeigen, dass wir uns einsetzen und nicht nur da sind und auf unser Geld warten.» Im ersten Amtsjahr als Captain hat der 22-Jährige unverhofft zusätzliche Verantwortung zu tragen. «Solche Sachen machen ja auch Spass. Man trifft Leute, kommt ins Gespräch», meint der Nationalspieler.

«Sehr schön zu sehen, was sich Unternehmen alles einfallen lassen», sagt Tynowski über die vielen Spendenaktionen. «Der Support ist faszinierend. Jetzt merkt man, welch hohen Stellenwert Pfadi hat. Die Wertschätzung ist sehr gross. Die Leute in Winterthur wollen, dass wir überleben.»

Den Fokus nicht verlieren

Im Januar, als Pfadis finanzielle Notlage offiziell wurde, habe man im Team «lange über die Sache diskutiert», erzählt Tynowski. «Die Verunsicherung war spürbar.» Man habe mit Jürg Hofmann, dem Präsidenten, «offen gesprochen», und es sei zugesagt worden, dass «immer offen kommuniziert» würde. Eine zweite Lohnreduktion für die Mannschaft nach jener vom Sommer 2016 sei bisher kein Thema gewesen. Sollte es dennoch eines werden, «dann muss jeder Spieler für sich entscheiden, wie er weitermachen will», bemerkt Tynowski.

Mittlerweile werde «in der Garderobe nicht mehr gross übers Geld gesprochen», beschreibt er. «Wir dürfen unseren Fokus nicht verlieren. Wir müssen uns aufs Training konzentrieren und darauf, was wir selbst beeinflussen können.» Nämlich die Leistung auf dem Feld. «Je besser wir spielen, desto mehr Menschen geben uns einen Batzen – das hoffen wir.»

«Gut damit umgehen»

Den Geldmangel versuche die Mannschaft «so gut wie möglich auszuschalten», sagt Tynowski. «Bisher können wir gut damit umgehen.» Das ist in St. Gallen beim mit 33:31 siegreichen Start zur Finalrunde resultatmässig bekanntlich besser geglückt als am Sonntag beim 32:34 im Heimspiel gegen den BSV Bern. «Wir haben schlecht verteidigt. Daran müssen wir hauptsächlich arbeiten», betont Tynowski. Gegen den BSV seien «viele Grundlagenfehler» passiert. Hinzu kamen 25 Fehlwürfe sowie eine Schlussphase, «in der wir den Kopf verloren haben, was untypisch für uns ist», wie der Captain erklärt.

«Wir haben das BSV-Spiel nochmals angeschaut und gesehen, woran es liegt. Wir wissen, was wir am Samstag anders machen können.» Dann steht der Auftritt in Thun bevor, die Neuauflage des Playoff-Finals. Gegen den Meister gilt wie gegen jedes andere Team dieser für einmal ausgeglichenen Finalrunde: «Wir müssen am Optimum spielen, um Punkte zu holen.» Solche für die Tabelle sowie Sympathiepunkte für die nähere Zukunft des Vereins, die je länger, je angenehmer ausschaut: 80 Prozent der bis Ende März benötigten 400000 Franken sind gesammelt. Der Einsatz auf sämtlichen Ebenen scheint sich zu lohnen.

(Der Landbote)

Erstellt: 14.02.2019, 14:52 Uhr

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